Frankreich bleibt wichtigster Exportmarkt für die Modeindustrie der Marken
Modeunternehmen aus der italienischen Region Marken exportierten vom zweiten Quartal 2025 bis zum ersten Quartal 2026 Lederwaren und Bekleidung im Wert von mehr als 340 Millionen € nach Frankreich. Das Land führte sowohl bei Lederwaren und Schuhen als auch bei Bekleidung.
Frankreich führt in zwei Exportkategorien
Frankreich blieb im jüngsten Berichtszeitraum von zwölf Monaten der größte Auslandsmarkt für die Modeindustrie der italienischen Region Marken. Nach Daten des Forschungsbüros von Confartigianato Marche, über die ANSA berichtete, exportierten Unternehmen der Region vom zweiten Quartal 2025 bis zum ersten Quartal 2026 Lederwaren und Bekleidung im Wert von mehr als 340 Millionen € nach Frankreich.
Die Zahlen betreffen eine regionale Branche mit 4.100 Unternehmen. Vorgestellt wurden sie bei einer Sitzung des regionalen Modevorstands in Ancona. Daran nahmen der Präsident von Confartigianato Marche, Lorenzo Totò, und per Video der Präsident des nationalen Modeverbands, Moreno Vignolini, teil.
Frankreich belegte in beiden untersuchten Warengruppen den ersten Platz. Die Exporte von Lederwaren und Schuhen ohne Bekleidung erreichten 203,6 Millionen €. Hinzu kamen Bekleidungsexporte nach Frankreich von 138,8 Millionen €. Zusammen ergeben die beiden Werte 342,4 Millionen € und entsprechen damit der Angabe von mehr als 340 Millionen €.
Deutschland ist der nächste Wettbewerber
Deutschland war in beiden Kategorien der zweitgrößte Absatzmarkt, wobei der Abstand zu Frankreich unterschiedlich ausfiel. Die Marken exportierten Lederwaren und Schuhe im Wert von 169,1 Millionen € nach Deutschland, 34,5 Millionen € weniger als nach Frankreich. Bei Bekleidung lagen die Ausfuhren nach Deutschland bei 73,7 Millionen € und damit 65,1 Millionen € unter dem französischen Wert.
Die Vereinigten Staaten belegten in beiden Ranglisten Platz drei. Sie bezogen Lederwaren und Schuhe für 99,7 Millionen € sowie Bekleidung für 42,3 Millionen € aus den Marken. Bei Lederwaren und Schuhen folgte China mit 72,4 Millionen €, während Spanien bei Bekleidung mit 25,7 Millionen € auf Rang vier lag.
Hongkong vervollständigte mit 20,1 Millionen € die fünf führenden Bekleidungsziele der Studie. Die Verteilung zeigt, dass die Hersteller aus den Marken mehrere europäische und außereuropäische Märkte bedienen. Frankreich besitzt jedoch in beiden erfassten Kernsegmenten einen deutlichen Vorsprung.
Kredite und Investitionen rücken in den Fokus
Der regionale Vorstand erörterte neben den Exporten auch den Zugang zu Krediten, die Wettbewerbsfähigkeit und die Förderung von Investitionen. Für eine Branche mit 4.100 Unternehmen sind diese Themen besonders relevant: Die Finanzierung von Innovation und Auslandsvertrieb beeinflusst kleinere Produzenten und Zulieferer ebenso wie etablierte Exporteure.
Vignolini bezeichnete die Stärkung, Modernisierung und Vermarktung der Branche als zentrale Entwicklungsrichtungen. Der Vorstand bewertete einen leichteren Kreditzugang als vorrangig, um Investitionen und Innovation zu finanzieren und die Internationalisierung zu unterstützen. Die Exportzahlen liefern dafür den wirtschaftlichen Kontext: Frankreich ist der größte aktuelle Absatzmarkt, während Deutschland, die Vereinigten Staaten, China, Spanien und Hongkong für Diversifizierung nach Produkten und Regionen sorgen.