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Polnischer Kabelhersteller FPE erhält PSE-Rahmenvertrag über 445,35 Mio. Złoty

Fabryka Przewodów Energetycznych liefert von 2026 bis 2031 mehr als 13.000 km Phasenleiter für das polnische Höchstspannungsnetz. Der PSE-Rahmenvertrag hat einen Nettowert von 362,07 Millionen Złoty und umfasst neun Projekte einschließlich Infrastruktur für das geplante Kernkraftwerk.

Polnischer Kabelhersteller FPE erhält PSE-Rahmenvertrag über 445,35 Mio. Złoty

Rahmenvertrag über sechs Jahre

Fabryka Przewodów Energetycznych, kurz FPE, hat mit dem polnischen Übertragungsnetzbetreiber Polskie Sieci Elektroenergetyczne, kurz PSE, einen Rahmenvertrag geschlossen. Der Hersteller liefert Phasenleiter für den Bau und die Modernisierung polnischer Höchstspannungsleitungen. Bankier.pl berichtete unter Berufung auf eine Mitteilung der Agentur für Industrieentwicklung, der Auftrag habe einen Nettowert von 362,07 Millionen Złoty und einen Bruttowert von 445,35 Millionen Złoty.

Die Lieferungen sind für 2026 bis 2031 vorgesehen und umfassen mehr als 13.000 km Leiter. Laut WNP.pl wurde der Hersteller aus Będzin als einer von zwei Lieferanten im Vergabeverfahren von PSE ausgewählt. Da es sich um einen Rahmenvertrag handelt, werden die genauen Mengen, Liefertermine und Arbeitspakete durch einzelne Bestellungen festgelegt, die PSE während der Vertragslaufzeit erteilt.

Neun Projekte einschließlich Kernkraft-Infrastruktur

Die Leiter sind für neun Netzprojekte bestimmt. Nach Angaben von WNP.pl gehören dazu der Bau und die Modernisierung von 400-kV-Leitungen in Pommern und Ermland sowie Infrastruktur für das geplante polnische Kernkraftwerk. Die Vereinbarung ist Teil eines Programms, das die Agentur für Industrieentwicklung als das größte Investitionsprogramm in der Geschichte von PSE bezeichnete.

Der Auftrag verbindet die Produktionsplanung von FPE mit dem mehrjährigen Ausbau des polnischen Übertragungsnetzes. Höchstspannungsleitungen werden benötigt, um Strom aus neuen Erzeugungsanlagen zu transportieren und das Netz in den von den PSE-Projekten erfassten Regionen zu verstärken. Für Bauunternehmen und Metalllieferanten bedeutet die Rahmenstruktur allerdings, dass der tatsächliche Bedarf schrittweise und nicht als einmalige feste Lieferung entsteht. Die Folgeaufträge von PSE bestimmen, wie schnell sich der ausgewiesene Vertragswert in Umsatz für FPE verwandelt.

FPE bereitet Produktionssteigerung um 70% vor

FPE erwartet, dass die Bestellungen eine Steigerung der Produktion von Kupfer- und Aluminiumleitern um rund 70% bis 2027 ermöglichen. Nach Angaben des Unternehmens entspricht der bereits vorhandene Auftragsbestand für 2027 dem Produktionsniveau früherer Jahre. FPE will sich zudem an weiteren Ausschreibungen beteiligen und könnte dadurch zusätzliche Nachfrage über den PSE-Vertrag hinaus gewinnen.

Für dieses Ziel müssen die Kapazitäten des Werks in Będzin ausgebaut werden. Als eine Finanzierungsmöglichkeit wird eine weitere Kapitalzuführung durch die staatliche Agentur für Industrieentwicklung erwogen, die unter ihrem polnischen Kürzel ARP bekannt ist. 2025 stellte ARP FPE insgesamt 34,5 Millionen Złoty zusätzliches Kapital bereit. ARP kontrolliert derzeit 79,2% der FPE-Aktien, während die restlichen 20,8% vom polnischen Staatsschatz gehalten werden. Die Behörden prüfen rechtliche und wirtschaftliche Möglichkeiten, dieses Aktienpaket auf ARP zu übertragen.

FPE produziert seit 1928 in Będzin Kupfer- und Aluminiumleiter für Energiewirtschaft, Eisenbahn und Industrie. Die Erzeugnisse kommen in polnischen und ausländischen Projekten zum Einsatz. Der neue PSE-Vertrag schafft eine langfristige Basis potenzieller Bestellungen. Das tatsächliche Produktionsprofil hängt jedoch von den Einzelabrufen aus dem Rahmenvertrag sowie davon ab, ob FPE den geplanten Kapazitätsausbau finanzieren und termingerecht abschließen kann.

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