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Einbruch bei Fasswein belastet Spaniens Weinexporte

Spaniens Weinexporte sanken im ersten Halbjahr 2026 auf 1,3264 Milliarden € und 840 Millionen Liter. Bei Fasswein fiel der Rückgang besonders stark aus, während höhere Durchschnittspreise die Erlösverluste nur teilweise ausglichen.

Einbruch bei Fasswein belastet Spaniens Weinexporte

Exportmenge sinkt stärker als der Umsatz

Spaniens Weinexporte sind im ersten Halbjahr 2026 sowohl im Wert als auch in der Menge zurückgegangen. Das meldete die spanische Branchenorganisation OIVE auf Basis von Daten der spanischen Steuerbehörde, über die Vinetur berichtete. Von Januar bis Juni erreichten die Ausfuhren 1,3264 Milliarden €, 8,2 % weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Menge sank um 15,8 % auf 840 Millionen Liter. Damit exportierte Spanien binnen Jahresfrist Wein im Wert von 118,2 Millionen € und mit einem Volumen von 157,1 Millionen Litern weniger.

Weil die Menge stärker zurückging, stieg der durchschnittliche Exportpreis um 9 % von 1,45 € auf 1,58 € je Liter. Im Juni fiel der Rückgang moderater aus als im gesamten Halbjahr: Der Exportwert sank um 5 % auf 241,8 Millionen €, die Menge um 1,6 % auf 158,9 Millionen Liter. Laut Vinetur lagen die Einbußen gegenüber Juni 2025 bei 12,8 Millionen € und 26,4 Millionen Litern.

Unterschiedliche Entwicklung bei abgefüllten Weinen

Die Exporte abgefüllter Weine einschließlich Schaumwein, Stillwein, Likörwein, Perlwein und Bag-in-Box sanken im Wert um 6,9 % auf 1,0673 Milliarden € und in der Menge um 8 % auf 371,9 Millionen Liter. Der Durchschnittspreis stieg um 1,1 % auf 2,87 € je Liter. Auf abgefüllten Stillwein entfielen 770,6 Millionen € und 258,5 Millionen Liter, 6,9 % beziehungsweise 9,6 % weniger. Die größten absoluten Verluste innerhalb dieser Gruppe verbuchten abgefüllte Weine mit geschützter Ursprungsbezeichnung. Ihre Ausfuhren gingen um 55,1 Millionen € und 15 Millionen Liter auf 532,9 Millionen € und 100,2 Millionen Liter zurück. Der Durchschnittspreis stieg dennoch um 4,2 % auf 5,32 € je Liter.

Zuwächse erzielten Rebsortenweine in Flaschen und anderen Verpackungen sowie Bag-in-Box. Bei Rebsortenweinen stieg der Wert um 10,8 % auf 84,3 Millionen €, die Menge um 3,8 % auf 45,1 Millionen Liter. Bag-in-Box legte um 7,1 % auf 45,9 Millionen € und um 6,9 % auf 35,9 Millionen Liter zu. Die Schaumweinexporte fielen dagegen um 8,4 % auf 214,8 Millionen € und um 8,8 % auf 62,6 Millionen Liter. Cava stand für 152,3 Millionen € und 41,1 Millionen Liter, mit Rückgängen von 9,8 % und 7,4 %. Die USA blieben trotz zweistelliger Einbußen bei beiden Kennzahlen der größte Markt für spanischen Schaumwein.

Fasswein treibt den Rückgang

Bei Fasswein in Behältern mit mehr als 10 Litern fiel die Korrektur am stärksten aus. Der Exportwert sank um 13 % auf 259,1 Millionen €, die Menge um 21,1 % auf 468,1 Millionen Liter. Das entsprach Einbußen von 38,9 Millionen € und 125 Millionen Litern. Der Durchschnittspreis stieg um 10,2 % auf 0,55 € je Liter. Fasswein ohne geografische Angabe blieb das größte Teilsegment, doch dessen Menge sank um 24,7 % auf 300,7 Millionen Liter. Den größten relativen Rückgang verzeichnete Fasswein mit geschützter geografischer Angabe: 48,4 % im Wert und 47,1 % in der Menge.

Deutschland blieb vor Frankreich der größte Abnehmer spanischen Fassweins. Der deutsche Markt nahm 148,2 Millionen Liter im Wert von 76,3 Millionen € auf, 17,8 % weniger in der Menge und 11,7 % weniger im Wert. Frankreich kaufte 129,9 Millionen Liter für 67,3 Millionen € und kürzte seine Bezüge mit einem Minus von 42,5 Millionen Litern absolut am stärksten. Portugal rückte mit 42,1 Millionen Litern im Wert von 24,3 Millionen € auf Rang drei vor, ein Plus von 8,8 % und 21,7 %. Italiens Bezüge fielen dagegen bei beiden Kennzahlen um mehr als 54 %. In den zwölf Monaten bis Juni 2026 exportierte Spanien Wein im Wert von 2,7814 Milliarden € und mit einer Menge von 1,7505 Milliarden Litern, 6 % beziehungsweise 8,7 % weniger. Das rollierende Jahresvolumen blieb den dritten Monat in Folge unter 1,8 Milliarden Litern.

Vollständige Marktanalyse

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