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EZA steigt über Vertriebspartnerschaft mit Pilavas in den Ouzo- und Tsipouro-Markt ein

EZA erweitert sein Geschäft über Bier hinaus und übernimmt in Griechenland Vermarktung und Vertrieb von Ouzo und Tsipouro der Brennerei Pilavas. Die Brauerei baut damit ihr HoReCa-Portfolio aus, während alkoholfreies Bier stark wächst und sich die Finanzlage verbessert.

EZA steigt über Vertriebspartnerschaft mit Pilavas in den Ouzo- und Tsipouro-Markt ein

EZA erweitert das Getränkeportfolio

Die Hellenic Brewery of Atalanti, die unter der Marke EZA auftritt, steigt durch eine Vertriebspartnerschaft mit der traditionsreichen Brennerei Pilavas in den griechischen Markt für Ouzo und Tsipouro ein. Damit unternimmt die Brauerei einen ersten Schritt in Richtung eines breiter aufgestellten Getränkeunternehmens und kann Restaurants, Hotels und Cafés künftig Produkte jenseits von Bier anbieten.

Newmoney zufolge umfasst die erste Vereinbarung die exklusive Vermarktung und den Vertrieb von Ouzo und Tsipouro der Marke Pilavas auf dem griechischen Markt. Mononews berichtet, dass sich die erste Phase ausschließlich auf den HoReCa-Kanal konzentriert. Später könnte die Zusammenarbeit auf weitere Produkte von Pilavas ausgedehnt werden.

Pilavas ist seit 86 Jahren aktiv und erzielt laut Mononews 75 % seines Umsatzes mit Exporten. EZA ergänzt sein Vertriebsnetz damit um etablierte griechische Spirituosen. Zum bisherigen Portfolio gehören bereits San Miguel, die Marke Cretan Kings und Produkte aus der Zusammenarbeit mit Piraiki Microbrewery.

HoReCa wird zum wichtigsten Wachstumskanal

Geschäftsführer Nikitas Aspiotis ordnete die Vereinbarung in einen größeren Plan ein, mit einem vollständigen Getränkeportfolio mehr Geschäft in der Gastronomie zu gewinnen. EZA geht davon aus, dass HoReCa-Betreiber zunehmend Lieferanten bevorzugen, die mehrere Produktkategorien abdecken, statt nur ein oder zwei Biermarken anzubieten. Das breitere Sortiment soll außerdem die Nutzung der bestehenden Verkaufs- und Vertriebsinfrastruktur verbessern.

Newmoney berichtet, dass der Bierabsatz von EZA in der Gastronomie 2025 um 8 % und im organisierten Einzelhandel um 19 % zulegte. Laut Mononews wuchs der HoReCa-Umsatz im ersten Halbjahr 2026 um annähernd 15 %, nach 8 % im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Das Management erwartet, dass Juli bis Oktober die stärkste Phase des Jahres 2026 bilden wird.

Ein weiterer Schwerpunkt ist alkoholfreies Bier. Das Management schätzt das Wachstum dieser Kategorie in Griechenland auf annähernd 20 %. Mononews zufolge steigen die Verkäufe von EZA in diesem Segment derzeit um mehr als 110 %, nachdem das Absatzvolumen im Vorjahr um 65 % gewachsen war. Das Unternehmen sieht die Kategorie in Griechenland noch in einer frühen Entwicklungsphase und plant zusätzliche Produkte für 2027.

Umsatz sinkt, Ertragslage verbessert sich

Der Umsatz von EZA sank laut Mononews von 28,7 Millionen Euro im Jahr 2024 auf 25,7 Millionen Euro im Jahr 2025. Hauptgrund war der Rückzug aus der Herstellung von Handelsmarken. Das EBITDA blieb mit 2,43 Millionen Euro positiv, das EBIT kehrte in den positiven Bereich zurück und der Vorsteuerverlust verringerte sich gegenüber dem vorherigen Geschäftsjahr um 54 %.

Das Unternehmen schloss zudem eine Kapitalerhöhung über 7 Millionen Euro ab und refinanzierte seine Schulden. Dadurch wurden Kapitalbasis und Liquidität gestärkt. Nach Angaben des Managements verfügen die Produktionsanlagen in Atalanti über Kapazitäten für weitere Produkte und Kategorien. Aspiotis erklärte, Bier werde das Kerngeschäft von EZA bleiben, während für 2027 und 2028 der Einstieg in zusätzliche Kategorien vorgesehen sei. Wiederkehrende Berichte über einen Verkauf von EZA wies er zurück.

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