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EU senkt Einfuhren russischer Kalidünger um das 5,1-Fache

Die Ausgaben der EU für russische Kalidünger sanken im Mai 2026 um das 5,1-Fache auf 5,9 Millionen Euro. Importe von Düngern mit zwei oder drei Nährstoffen stiegen um das 5,3-Fache auf 48,6 Millionen Euro.

EU senkt Einfuhren russischer Kalidünger um das 5,1-Fache

Mischdünger verändern den Importmix

Die Europäische Union hat die Zusammensetzung ihrer Düngemittelimporte aus Russland im Mai 2026 deutlich verändert. Die Ausgaben für Kalidünger sanken um das 5,1-Fache auf 5,9 Millionen Euro, während die Einfuhren von Produkten mit zwei oder drei Nährstoffen laut Infox um das 5,3-Fache auf 48,6 Millionen Euro stiegen. Die Zahlen zeigen eine Verlagerung von Kalidüngern mit einem Hauptnährstoff zu Mehrnährstoffprodukten, nicht jedoch einen gleichmäßigen Rückzug von russischen Düngemitteln.

Insgesamt importierte die EU russische Düngemittel im Wert von 60,5 Millionen Euro, 30 % mehr als im April. Dies war der höchste Monatswert seit Dezember, als die Käufe 214,5 Millionen Euro erreichten. Gegenüber dem Vorjahr lag der Maiwert dennoch 55 % niedriger. Der gesamte Handelsstrom ist damit stark geschrumpft, obwohl sich die Nachfrage in einzelnen Kategorien erholte.

Kali auf dem niedrigsten Stand seit November 2024

Die Ausgaben von 5,9 Millionen Euro für russische Kalidünger markierten den niedrigsten Stand seit November 2024. Der Wert der Mischdüngerimporte stieg dagegen von 9,2 Millionen Euro auf 48,6 Millionen Euro und erreichte den höchsten Stand seit Juni 2025. Mehrnährstoffprodukte stellten mehr als vier Fünftel des gemeldeten Importwerts russischer Düngemittel im Mai.

Pravda.Ru führte den Rückgang bei Kali auf Quoten und administrative Hürden aus Brüssel zurück. Diese Bewertung wird im bereitgestellten Material nicht durch offizielle EU-Daten belegt. Die Handelszahlen bestätigen einen veränderten Produktmix, zeigen aber nicht, ob Käufer reines Kali direkt durch Mischdünger ersetzten oder ob Preise, Lieferzeitpunkte und der Nährstoffbedarf die Monatswerte beeinflussten.

Stickstoff- und organische Dünger bleiben begrenzt

Die Käufe russischer Stickstoffdünger wurden fortgesetzt und beliefen sich laut Infox auf fast 6 Millionen $. Die Publikation meldete einen Rückgang um 18 % gegenüber April und um das 14-Fache gegenüber dem Vorjahresmonat. Für diese Kategorie verwendete die Quelle Dollar, für die übrigen Gruppen hingegen Euro, was direkte Vergleiche innerhalb des Warenkorbs erschwert.

Die EU importierte außerdem Dünger pflanzlichen oder tierischen Ursprungs im Wert von 80.800 Euro. Diese kleine Kategorie sank gegenüber April um 9 % und im Jahresvergleich um 55 %. Die Werte für Stickstoff- und organische Dünger zeigen, dass der Anstieg im Mai fast vollständig auf Produkte mit zwei oder drei Nährstoffen entfiel.

Folgen für Lieferanten und europäische Betriebe

Mehrnährstoffdünger können mehrere Nährstoffe in einem Arbeitsgang liefern. Pravda.Ru zufolge lassen sich dadurch Kraftstoff und Zeit sparen sowie grundlegende Anforderungen decken, wenn einzelne Komponenten knapp sind. Die Daten enthalten jedoch weder Mengen noch Nährstoffkonzentrationen oder Stückpreise. Daher lässt sich nicht bestimmen, ob die Düngerkosten der Landwirte gestiegen oder gesunken sind.

Für russische Hersteller und Händler deuten die Maiwerte auf eine stärkere EU-Nachfrage nach höherwertigen Mischformulierungen hin, während direkte Kali- und Stickstoffverkäufe schwach blieben. Für europäische Importeure macht die schnelle Verschiebung zwischen den Kategorien die Nährstoffzusammensetzung ebenso wichtig wie den Gesamtwert russischer Lieferungen. Die kommenden Monate werden zeigen, ob der Mai eine dauerhafte Beschaffungsänderung oder nur den Lieferzeitpunkt weniger Mischdüngerpartien widerspiegelte.

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