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EU-Birnenernte soll 2026 um 5,5 % auf rund 2 Millionen Tonnen steigen

WAPA erwartet für 2026 einen Anstieg der EU-Birnenproduktion um 5,5 % auf rund 2 Millionen Tonnen. In Polen soll die Ernte im Jahresvergleich um 18 % wachsen, während Conference führend bleibt und Abate Fetel, Rocha sowie Clubsorten stärker zulegen.

EU-Birnenernte soll 2026 um 5,5 % auf rund 2 Millionen Tonnen steigen

EU-Produktion nähert sich 2 Millionen Tonnen

Die Birnenproduktion in der Europäischen Union soll 2026 um 5,5 % auf rund 2 Millionen Tonnen steigen. Das geht aus der WAPA-Prognose hervor, über die SadyOgrody.pl berichtet. Der Zuwachs würde Erzeugern, Packbetrieben und Händlern in der EU mehr Ware zur Verfügung stellen. Die Entwicklung fällt jedoch je nach Land und Sorte deutlich unterschiedlich aus.

Polen dürfte einen der stärksten nationalen Zuwächse verzeichnen. Dort soll die Birnenernte gegenüber dem Vorjahr um 18 % steigen. Die Prognose signalisiert eine deutliche Erholung der polnischen Obstanlagen und ein größeres Aufkommen für Packstationen und Großhandel. Wo polnische Ware auf Birnen aus etablierten EU-Anbaugebieten trifft, könnte sich der Wettbewerb zwischen den Anbietern verschärfen.

Conference behauptet ihre führende Position

Conference bleibt die wichtigste Birnensorte in der EU und spielt auch in polnischen Obstanlagen die zentrale Rolle. Die Ernte wird auf 900.000 Tonnen geschätzt; die Abweichung gegenüber dem Vorjahr beträgt lediglich 2 %, berichtet SadyOgrody.pl unter Berufung auf Maliszewski. Damit würde Conference rund 45 % der prognostizierten EU-Gesamtmenge stellen und ihre zentrale Bedeutung für den europäischen Birnenmarkt bestätigen.

Die Stabilität bei Conference steht im Gegensatz zu den größeren Veränderungen bei anderen Sorten. Für stark auf Conference ausgerichtete Erzeuger und Packbetriebe deutet die Prognose auf ein weitgehend konstantes Angebot und nicht auf eine kräftige Erholung hin. Der erwartete polnische Zuwachs von 18 % zeigt deshalb, dass die Sortenzusammensetzung und die regionale Verteilung des Wachstums ebenso wichtig sind wie der Anstieg der EU-Gesamtproduktion.

Südliche Sorten und Clubbirnen gewinnen

Für Abate Fetel, die zweite Schlüsselsorte, die vor allem in Südeuropa angebaut wird, wird ein Produktionsanstieg von 34 % erwartet. Die Rocha-Ernte soll um 9 % auf rund 138.000 Tonnen zulegen und überwiegend aus Portugal kommen. Damit wächst das Angebot in Segmenten, deren Produktionsbasis kleiner als bei Conference ist, die aber für Erzeuger, Einzelhändler und spezialisierte Birnenprogramme wichtig bleiben.

Auch Clubsorten bauen ihren Anteil aus. Die EU-Produktion neuer Clubbirnen, darunter rot­schalige Typen, soll gegenüber der Vorsaison um 10 % steigen. Maliszewski zufolge stellt diese Entwicklung polnische Obstbaubetriebe vor die Frage, ob sie ausschließlich bei Conference bleiben oder dem Beispiel anderer EU-Erzeuger folgen und neue Marktsorten anbauen. Der Ausblick für 2026 verbindet somit eine weitgehend stabile Menge der führenden Sorte mit einem schnelleren Wachstum mehrerer Alternativsegmente. Das Angebotsbild ist daher vielfältiger, als der Gesamtzuwachs von 5,5 % erkennen lässt.

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