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EU-Bierexporte in Drittstaaten sinken um 11%, Importe steigen

Die EU exportierte im vergangenen Jahr 3,2 Milliarden Liter alkoholhaltiges Bier in Nicht-EU-Länder, 11% weniger als im Vorjahr. Die Einfuhren aus Drittstaaten stiegen um 6% auf rund 500 Millionen Liter; einschließlich des EU-Binnenhandels blieb Belgien größter Bierexporteur.

EU-Bierexporte in Drittstaaten sinken um 11%, Importe steigen

Ausfuhren in Länder außerhalb der EU gehen zurück

Die Europäische Union exportierte im vergangenen Jahr 3,2 Milliarden Liter alkoholhaltiges Bier in Länder außerhalb des Blocks. Das waren 11% weniger als im Vorjahr, wie Dnevnik unter Berufung auf statistische Daten berichtete. Die externen Lieferungen europäischer Brauereien nahmen damit ab, während sich die Einfuhren aus Drittstaaten in die entgegengesetzte Richtung bewegten.

Die Importe aus Nicht-EU-Ländern stiegen um 6% auf rund 500 Millionen Liter. Die EU blieb somit ein bedeutender Nettoexporteur von Bier: Die Ausfuhren in Drittstaaten waren mehr als sechsmal so hoch wie die entsprechenden Einfuhren. Sinkende Exporte und steigende Importe verkleinerten jedoch den mengenmäßigen Abstand.

Eurostat veröffentlichte die Zahlen anlässlich des Internationalen Tages des Bieres, der traditionell am ersten Freitag im August begangen wird. Die Daten zum Extra-EU-Handel sind von nationalen Exportzahlen zu unterscheiden, da diese auch Lieferungen zwischen EU-Mitgliedstaaten enthalten können.

Belgien führt die Rangliste der Exporteure an

Unter Einbeziehung des EU-Binnenhandels behauptete Belgien mit insgesamt 1,5 Milliarden Litern im vergangenen Jahr den ersten Platz unter den Bierexporteuren der Union. Die Niederlande folgten mit 1,4 Milliarden Litern auf Rang zwei, Deutschland mit 1,3 Milliarden Litern auf Rang drei.

Tschechien und Irland teilten sich mit jeweils 600 Millionen Litern den vierten Platz. Belgien lag damit weiterhin vor zwei Ländern mit besonders international sichtbaren Brauereisektoren, wenngleich der Vorsprung gegenüber den Niederlanden nur 100 Millionen Liter betrug.

Die nationalen Angaben dürfen nicht als Bestandteile der 3,2 Milliarden Liter umfassenden Extra-EU-Ausfuhren verstanden werden, da sie auch den Handel im Binnenmarkt einschließen. Für Brauereien, Händler und Logistikunternehmen bleiben diese Warenströme ein wichtiger Teil des Exportgeschäfts, auch wenn sie die Außenhandelsbilanz der Union nicht verändern.

Frankreich ist größter Bierimporteur der EU

Frankreich war mit rund 900 Millionen Litern im vergangenen Jahr der größte Bierimporteur unter den EU-Mitgliedstaaten. Italien führte mehr als 700 Millionen Liter ein, Deutschland und Spanien jeweils rund 600 Millionen Liter. Die Niederlande importierten trotz ihres zweiten Platzes unter den Exporteuren etwa 300 Millionen Liter.

Slowenien ist ein kleineres Beispiel für den intensiven Handel in beide Richtungen innerhalb der EU. Im Land sind derzeit 65 Brauereien tätig, die jährlich 1,6 Millionen Hektoliter Bier produzieren. Kroatien ist laut Dnevnik sowohl das wichtigste Exportziel für slowenisches Bier als auch dessen größte Importquelle.

Die Zahlen zeigen den Unterschied zwischen dem nationalen Bierhandel und der Position der EU gegenüber dem Rest der Welt. Belgien führt bei den Gesamtexporten einschließlich der Lieferungen an andere Mitgliedstaaten, während die Union insgesamt weniger Bier an externe Märkte verkauft und mehr aus Drittstaaten bezieht. Für Produzenten und Händler hängt die weitere Entwicklung sowohl von stabilen Absatzwegen im Binnenmarkt als auch davon ab, ob der Rückgang der Drittlandsverkäufe anhält.

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