Espresso in Italien verteuert sich binnen fünf Jahren um 25 Prozent
Der Durchschnittspreis für einen Espresso in italienischen Cafés ist gegenüber vor fünf Jahren um 25 Prozent gestiegen. Störungen infolge des Erdbebens in Kolumbien könnten den Kostendruck erhöhen, doch eine Schadensschätzung liegt im verfügbaren Material nicht vor.
Italienische Cafés verlangen mehr für Espresso
Der Durchschnittspreis für einen Espresso in einem italienischen Café ist gegenüber vor fünf Jahren um 25 Prozent gestiegen. Für eines der am häufigsten gekauften Getränke des Landes ist das ein deutlicher Anstieg. Das verfügbare Ausgangsmaterial nennt weder einen aktuellen landesweiten Durchschnittspreis noch Werte für einzelne Städte oder den genauen Beginn des Vergleichszeitraums.
Der Anstieg betrifft mehr als den Betrag auf der Rechnung der Gäste. Eine Verteuerung um 25 Prozent binnen fünf Jahren verändert die Kalkulation eines Produkts, das traditionell in großen Mengen und zu einem vergleichsweise niedrigen Stückpreis verkauft wird. Bereits kleinere Veränderungen bei den Kosten für Rohkaffee, Energie, Arbeit oder andere Betriebsmittel können die Marge der Cafébetreiber beeinflussen. Da diese Posten im Material nicht einzeln beziffert werden, lässt sich ihr jeweiliger Beitrag nicht bestimmen.
Kolumbien schafft zusätzliche Unsicherheit
Das Erdbeben in Kolumbien könnte laut den für diesen Bericht bereitgestellten Schlagzeileninformationen den Druck auf den Kaffeemarkt verschärfen. Es gibt jedoch keine Schätzung zu Ernteschäden, Unterbrechungen der Verarbeitung, Transportverzögerungen oder den betroffenen Kaffeemengen. Auf Basis der verfügbaren Angaben lässt sich daher noch kein zusätzlicher Effekt auf die italienischen Großhandels- oder Verbraucherpreise berechnen.
Für Einkäufer ist entscheidend, ob die Störung die physische Lieferkette erreicht. Schäden in Anbaugebieten, Verarbeitungsbetrieben oder an der Verkehrsinfrastruktur könnten Lieferungen begrenzen. Eine örtlich begrenzte oder kurze Unterbrechung hätte möglicherweise kaum messbare Folgen. Das Material nennt weder die betroffenen Regionen Kolumbiens noch Schäden an Kaffeefarmen oder Exportrouten.
Marktteilnehmer warten auf belastbare Lieferdaten
Italienische Röster, Händler und Cafébetreiber benötigen genauere Informationen, bevor sie wegen der Ereignisse in Kolumbien ihre Einkaufspläne oder Verkaufspreise ändern. Maßgebliche Indikatoren wären bestätigte Produktionsausfälle, verspätete Lieferungen und Veränderungen bei der Verfügbarkeit kolumbianischen Kaffees. Entsprechende Zahlen liegen im Ausgangsmaterial nicht vor.
Bestätigt ist der bereits für italienische Verbraucher sichtbare Anstieg: Espresso kostet im Durchschnitt 25 Prozent mehr als vor fünf Jahren. Das Erdbeben in Kolumbien stellt bislang ein mögliches zusätzliches Risiko und keinen bezifferten Kostenschock dar. Ob daraus eine weitere Preisrunde entsteht, hängt vom Umfang und von der Dauer potenzieller Störungen sowie von deren Weitergabe über die Lieferverträge der Röster und Cafés ab.