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Schuhexporte der Emilia-Romagna erreichen 472 Millionen Euro

Die Schuhexporte der Emilia-Romagna erreichten im ersten Halbjahr 2026 rund 472 Millionen €, ein Zuwachs von etwa 54 Millionen €, wie aus Zahlen von Assocalzaturifici hervorgeht, die ANSA veröffentlichte. Die Provinzen entwickelten sich sehr unterschiedlich: Piacenza legte 39,3 % zu, während auf Forlì-Cesena weiterhin 82,7 % der bewilligten Kurzarbeitsstunden der Lederkette entfallen.

Schuhexporte der Emilia-Romagna erreichen 472 Millionen Euro

Die Schuhexporte der Emilia-Romagna erreichten im ersten Halbjahr 2026 rund 472 Millionen €. Das geht aus der Halbjahresbilanz von Assocalzaturifici hervor, über die ANSA berichtete. Der regionale Zuwachs beläuft sich auf etwa 54 Millionen € – eine Größe, die sich aus der gerundeten Gesamtsumme und der gerundeten Veränderungsrate der Veröffentlichung ableitet.

Das regionale Ergebnis steht vor einem schwächeren nationalen Hintergrund. Der Umsatz der italienischen Schuhindustrie sank in denselben sechs Monaten um 2,3 %, und die Branche greift weiterhin auf die staatliche Lohnausgleichskasse zurück, auch wenn deren Inanspruchnahme rasch zurückgeht.

Provinzen mit sehr unterschiedlichem Tempo

Die regionale Summe verdeckt erhebliche Unterschiede zwischen den Gebieten. Jeder Prozentwert bezieht sich auf den Exportwert, gemessen an der Basis desselben Gebiets ein Jahr zuvor.

  • Piacenza: plus 39,3 %, das schnellste Tempo unter den in der Bilanz genannten Provinzen
  • Reggio Emilia: plus 21,9 %
  • Bologna: plus 11,1 %

Forlì-Cesena, das wichtigste Schuhrevier der Region, zeigt ein anderes Bild. Über alle Branchen hinweg erreichten die Ausfuhren der Provinz im ersten Halbjahr 2,4 Milliarden € und damit ein Plus von 3,7 %, wie die Handelskammer der Romagna dokumentiert. Die Schwäche der Schuhproduktion fällt also in ein Gebiet, in dem andere Fertigungszweige im Ausland Boden gewinnen.

Deutschland führt, Spanien beschleunigt, Russland bricht ein

  • Deutschland: wichtigstes Zielland, Exportwert plus 16,9 %
  • Spanien: plus 41,4 %, die stärkste Beschleunigung unter den großen Absatzmärkten
  • Polen: plus 14,4 %
  • Frankreich: plus 11,3 %
  • Vereinigte Staaten: plus 2,5 %

Zusammen nehmen diese fünf Märkte 56,6 % der regionalen Auslandsverkäufe auf. Diese Konzentration macht die Kontinuität der Beziehungen zu den Einkäufern in diesen Ländern besonders wichtig. Außerhalb der Spitzengruppe verzeichnete der Nahe Osten ein leichtes Plus von 0,7 %, während die Ausfuhren nach Russland um 20,8 % zurückgingen.

Kurzarbeit sinkt, bleibt aber weit über 2019

In der breiteren Lederkette, zu der auch Gerbereien und Lederwarenhersteller zählen, fielen die bewilligten Kurzarbeitsstunden in der Emilia-Romagna auf rund 635.000 – 42,2 % weniger als von Januar bis Juni 2025. Für die Beschäftigten in den Betrieben zählt vor allem die Kontinuität der tatsächlich gearbeiteten Tage.

Die räumliche Aufschlüsselung führt erneut in die Romagna: 524.968 Stunden entfallen auf Forlì-Cesena, rund 82,7 % des regionalen Gesamtwerts. Die Bewilligungen in dieser Provinz sanken binnen Jahresfrist um 45,8 %, liegen aber weiterhin mehr als viermal so hoch wie im ersten Halbjahr 2019. Die INPS-Bewilligungen geben die gewährte Abdeckung an, nicht die tatsächlich in Kurzarbeit verbrachte Zeit; die genutzten Stunden sind eine eigene Kennzahl. Die Zählung von Betrieben und Beschäftigten umfasst Schuhhersteller zusammen mit industriellen und handwerklichen Zulieferern von Komponenten; die Schätzungen des Centro Studi Confindustria Accessori Moda auf Basis von Infocamere-Movimprese-Daten messen den Saldo aus Zu- und Abgängen.

Nationaler Umsatz rückläufig, Handelsüberschuss größer

Auf nationaler Ebene reicht die Außenhandelsstatistik nur bis Mai: In diesen fünf Monaten sank der Exportwert um 2,4 %. In Paaren gerechnet fällt der Rückgang deutlicher aus. Die ins Ausland versandten Paare gingen um 5,8 % zurück, während der durchschnittliche Exportpreis um 3,7 % stieg. Die Wertveränderung spiegelt damit auch wider, was verkauft wird. Um die Mengenentwicklung der Emilia-Romagna nachzuzeichnen, bräuchte es die entsprechende regionale Angabe in Paaren.

Die italienische Handelsbilanz für Schuhe verbesserte sich um 9,6 % auf 2,16 Milliarden €, getragen vor allem von den Einfuhren, die wertmäßig um 10,5 % zurückgingen. Die Binnennachfrage hielt stand: Die Käufe italienischer Haushalte stiegen im Halbjahr um rund 2 % nach Wert und Menge, Damenschuhe legten bei beiden Größen 4 % zu, Sportschuhe und Sneaker wuchsen um 1,5 % und beanspruchen mehr als 42 % der Gesamtausgaben. Verbandspräsidentin Giovanna Ceolini forderte Maßnahmen zur Förderung von Investitionen und Beschäftigung und verwies auf den Kostendruck der Unternehmen sowie auf Zahlungsfristen als entscheidenden Punkt in den Verhandlungen mit Einkäufern.

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