← Zurück zu den Nachrichten

Elgama und Esmetric planen Smart-Meter-Werk in Wałbrzych

Elgama Elektronika und Esmetric bauen in Wałbrzych ein Werk für intelligente Stromzähler, dessen erste Linien im vierten Quartal 2026 anlaufen sollen. Die Fabrik soll jährlich Millionen Messgeräte für den EU-Markt liefern und Polens CSIRE-basierte Energieinfrastruktur unterstützen.

Elgama und Esmetric planen Smart-Meter-Werk in Wałbrzych

Gemeinschaftswerk soll im vierten Quartal starten

Elgama Elektronika und Esmetric bauen in der Sonderwirtschaftszone Wałbrzych „Invest-Park“ im Südwesten Polens ein Werk für intelligente Stromzähler. Nach Angaben von Polski Przemysł sollen die ersten Produktionslinien im vierten Quartal 2026 montiert und in Betrieb genommen werden. Zu diesem Zeitpunkt soll die Anlage auch ihre vollständige Betriebsbereitschaft erreichen.

Das Projekt verbindet die Technologie des litauischen Herstellers Elgama Elektronika mit der Implementierungs- und Marktkompetenz des polnischen Unternehmens Esmetric. Beide Partner arbeiten seit Jahren bei der Einführung von Messsystemen für Verteilnetzbetreiber zusammen. Bei voller Kapazität soll das neue Werk jährlich Millionen Messgeräte an Kunden in der Europäischen Union liefern. Investitionssumme, Gebäudefläche und genaue Jahresproduktion wurden nicht genannt.

Produktion soll die CSIRE-Infrastruktur stützen

Die Fabrik entsteht während Polen sein Stromnetz modernisiert und das Zentrale Informationssystem für den Energiemarkt mit dem polnischen Kürzel CSIRE einführt. Das System soll Informationen zum Stromverbrauch aller Nutzer des Landes in einem einheitlichen Format erfassen. Intelligente Zähler liefern die Messwerte und Kommunikationsdaten aus dem Netzgebiet, die diese zentrale Infrastruktur benötigt.

In Wałbrzych sollen Geräte für eine fortgeschrittene Messinfrastruktur, kurz AMI, gefertigt werden. Dabei erfasst der Zähler den Stromverbrauch, ein integriertes Kommunikationsmodul überträgt die Informationen und ein Messdatenmanagementsystem verarbeitet sie in einer Datenbank. Eine verlässliche Hardwareversorgung ist damit unmittelbar für digitale Abrechnung, Verbrauchsanalysen und weitere datenbasierte Funktionen des Strommarktes relevant.

Lokale Fertigung rückt Sicherheit in den Mittelpunkt

Polski Przemysł zufolge soll das Werk nach der Qualitätszertifizierung H1 arbeiten, die der EU-Messgeräterichtlinie MID entspricht. Der Rahmen umfasst Kontrollen entlang des gesamten Produktionsprozesses: vom Produktdesign über die automatische Bestückung von Leiterplatten bis zu Softwaretests und Datenarchivierung. Für Netzbetreiber und andere Abnehmer betreffen diese Vorgaben sowohl die Messgenauigkeit als auch die Widerstandsfähigkeit gegen Cyberangriffe.

Die Partner sehen die Fertigung in der EU zudem als Möglichkeit, die Kontrolle über Quellcode, Komponenten, Herstellung und Produktentwicklung zu behalten. Damit reagieren sie auf Bedenken gegenüber importierten Geräten mit geschlossener Software, die in kritischer Infrastruktur als „Black Boxes“ gelten können. Der Standort in Niederschlesien soll außerdem den polnischen Anteil an einer strategischen Lieferkette erhöhen, statt ausschließlich fertige Zähler aus Asien zu importieren.

Das Werk könnte polnischen Netzbetreibern während des umfangreichen Zähler-Rollouts einen regionalen Lieferanten bieten und Elgama sowie Esmetric zugleich eine Produktionsbasis für den gesamten EU-Markt verschaffen. Die wirtschaftliche Wirkung hängt vom Tempo der CSIRE-Integration, den Beschaffungsplänen der Versorger und der Skalierung von den ersten Linien auf Millionen Geräte jährlich ab. Kundenverträge oder Absatzpläne für einzelne Länder wurden in der Quelle nicht genannt.

Vollständige Marktanalyse

Wir verwenden Cookies, um Ihr Surferlebnis zu verbessern, personalisierte Inhalte bereitzustellen und unseren Traffic zu analysieren. Durch Klicken auf "Alle akzeptieren" stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Sie können Ihre Einstellungen verwalten oder mehr erfahren in unserer Datenschutzrichtlinie.