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Batterieautos erreichen 2025 einen Anteil von 17,3 Prozent an den EU-Neuzulassungen

In der EU wurden 2025 rund 1,89 Millionen batterieelektrische Pkw neu zugelassen, knapp 30 Prozent mehr als im Vorjahr und 17,3 Prozent aller Neuzulassungen. Deutschland war mit etwa 545.100 Fahrzeugen der größte Einzelmarkt, Dänemark führt beim Anteil mit 67,8 Prozent. Die Zahl der Ladepunkte in Europa soll sich bis 2030 verdoppeln.

Batterieautos erreichen 2025 einen Anteil von 17,3 Prozent an den EU-Neuzulassungen

Rund 1,89 Millionen batterieelektrische Pkw sind 2025 in der Europäischen Union neu zugelassen worden, ein Zuwachs von knapp 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) unter Berufung auf Eurostat mit. Damit waren 17,3 Prozent aller Neuzulassungen reine Elektroautos, 2015 lag der Anteil noch bei 0,4 Prozent, wie heise.de berichtet.

Die Statistik erfasst ausschließlich Pkw mit reinem Batterieantrieb; Plug-in-Hybride sowie konventionelle Voll- und Mildhybride führt Eurostat als eigene Kategorien. Der europäische Branchenverband ACEA beziffert den Anteil geringfügig höher auf 17,4 Prozent. Die Abweichung erklärt sich durch unterschiedliche Datenquellen, Abgrenzungen und Rundungen: Eurostat wertet harmonisierte Meldungen nationaler Statistikämter aus, ACEA stützt sich auf Angaben der Automobilverbände und auf S&P Global Mobility, zudem sind Teile der Jahresdaten vorläufig.

Insgesamt wurden laut ACEA rund 10,8 Millionen neue Pkw in der EU registriert, 1,8 Prozent mehr als 2024. Hybridfahrzeuge ohne externe Lademöglichkeit stellten mit 42,4 Prozent den größten Anteil, gefolgt von reinen Benzinern mit 27,3 Prozent. Auf Selbstzünder entfielen nur noch 9,8 Prozent.

Ladepunkte und Förderung spalten den Binnenmarkt

Zwischen den Mitgliedstaaten klaffen erhebliche Lücken:

  • Dänemark: 67,8 Prozent
  • Niederlande: 40,2 Prozent
  • Malta: 37,6 Prozent
  • Bulgarien: 4,9 Prozent
  • Slowakei: 4,7 Prozent
  • Kroatien: 1,9 Prozent

Als wesentliche Faktoren für die Unterschiede nennt Destatis den Ausbau der Ladeinfrastruktur und die jeweilige nationale Förderpolitik. Außerhalb der EU kam Norwegen auf 95,1 Prozent.

Deutschland vorn beim Volumen, Frankreich folgt

Deutschland lag mit einem Anteil von 19,1 Prozent leicht über dem EU-Durchschnitt. In absoluten Zahlen war der Markt mit rund 545.100 neuen Elektro-Pkw der größte der Gemeinschaft: Fast 29 Prozent aller in der EU zugelassenen Batterieautos entfielen auf Deutschland. Gegenüber 2024 stiegen die Zulassungen um gut 43 Prozent. Frankreich folgte mit rund 330.900 Fahrzeugen.

Das kräftige Plus relativiert sich durch den Basiseffekt. 2024 war der deutsche Markt nach dem abrupten Ende des Umweltbonus im Dezember 2023 stark eingebrochen, der Anteil fiel von 18,4 auf 13,5 Prozent. Getragen wurde die Erholung 2025 vor allem von Flotten und gewerblichen Haltern, nicht von Privatkunden.

Als Treiber nennt heise.de hohe Kraftstoffkosten, sinkende Fahrzeugpreise, ein breiteres Modellangebot, strengere CO2-Flottenziele und günstige chinesische Autos. Die chinesische Marke BYD steigerte ihre EU-weiten Zulassungen 2025 um mehr als 227 Prozent, während der US-Hersteller Tesla um knapp 38 Prozent zurückfiel.

Ladenetz und Netzbelastung

Der steigende Elektroanteil macht einen entsprechenden Ausbau der Ladeinfrastruktur nötig. Ende 2024 waren in Europa etwas mehr als eine Million öffentliche Ladepunkte in Betrieb, davon über 163.000 in Deutschland. Die Internationale Energieagentur (IEA) erwartet in ihrem Basisszenario eine Verdopplung auf mehr als zwei Millionen Ladepunkte in Europa bis 2030, bei einem Schnellladeanteil von rund 30 Prozent.

Bislang machen Elektrofahrzeuge in Europa etwa ein Prozent der Stromnachfrage aus, laut IEA könnte der Anteil bis 2030 auf über vier Prozent steigen. Die zentrale Herausforderung liegt weniger in der jährlichen Gesamtenergiemenge als in Lastspitzen, etwa durch ungesteuertes Laden am frühen Abend. Gesteuertes und perspektivisch bidirektionales Laden kann nach Einschätzung des Fraunhofer-Instituts erheblich entlasten.

Eine weitere Steigerung der Zahlen ist in Deutschland im laufenden Jahr schon wegen der seit 1. Januar rückwirkend ausgezahlten Prämien der aktuellen Elektroauto-Subvention zu erwarten. Eine aktuelle Studie zur Wechselbereitschaft zeigt, dass 27 Prozent der Verbrenner-Besitzer in Deutschland den Umstieg auf ein E-Auto planen, ein höherer Anteil als in Großbritannien oder Frankreich.

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