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El Salvador bezieht mehr rote Bohnen aus Äthiopien und Argentinien

El Salvador weitete seine Käufe roter Bohnen aus Äthiopien und Argentinien aus, nachdem Wetterrisiken und hohe Betriebsmittelkosten die heimische Produktion verringert hatten. Von Januar bis Juni 2026 lieferte Äthiopien 2,4 Millionen Kilogramm im Wert von 2,2 Millionen $, wodurch die Bohnenpreise unter ihren historischen Durchschnitt sanken.

El Salvador bezieht mehr rote Bohnen aus Äthiopien und Argentinien

Nicht traditionelle Lieferländer schließen die Bohnenlücke

El Salvador greift auf rote Bohnen aus Äthiopien und Argentinien zurück, nachdem ungünstiges Wetter und hohe Kosten für landwirtschaftliche Betriebsmittel die heimische Produktion verringert haben. Das zusätzliche Angebot drückte die Preise für rote und schwarze Bohnen in El Salvador und Guatemala unter ihren historischen Durchschnitt. Damit unterscheidet sich der Bohnenmarkt deutlich vom weiterhin angespannten regionalen Maismarkt.

Nach Angaben von Infobae glichen Einfuhren aus diesen nicht traditionellen Herkunftsländern das geringere Inlandsangebot aus und stabilisierten den salvadorianischen Bohnenmarkt. Davon profitierten Verbraucher in Städten und ländlichen Gebieten, für die Bohnen ein Grundnahrungsmittel und ein wichtiger Posten der Haushaltsausgaben sind.

Von Infobae zitierte Daten der Zentralbank von El Salvador zeigen, dass das Land von Januar bis Juni 2026 insgesamt 2,4 Millionen Kilogramm rote Bohnen im Wert von 2,2 Millionen $ aus Äthiopien importierte. Äthiopien war in diesem Zeitraum der drittgrößte Lieferant El Salvadors in der breiteren Kategorie getrockneter, ausgelöster Hülsenfrüchte.

Mais bleibt trotz überdurchschnittlicher Importe teuer

Der Preisrückgang bei Bohnen wiederholte sich bei weißem Mais nicht. Ende Juli 2026 lagen die Preise in El Salvador 12 bis 35% über dem Fünfjahresdurchschnitt, wie aus einem von Infobae aufgegriffenen Bericht von FEWS NET hervorgeht. Eine verspätete Aussaat in der ersten Anbausaison, die vor Ort „primera“ genannt wird, begrenzte das heimische Angebot auf den wichtigsten Großmärkten.

Die Maisimporte lagen über dem Durchschnitt und verhinderten stärkere Preissprünge, konnten die Verteuerung aber nicht vollständig ausgleichen. Schwankungen der Weltmarktpreise für Getreide und Wettereinflüsse im Zusammenhang mit El Niño wirkten sich ebenfalls auf den Binnenmarkt aus. Düngemittel kosteten weiterhin 30 bis 70% mehr als im Juni 2025, was die Produktionskosten erhöhte und eine schnelle Ausweitung des Angebots erschwerte.

Auch die Kraftstoffkosten sorgten für Druck. Obwohl die Preise gegenüber dem Vormonat leicht nachgaben, lagen sie über dem Niveau von 2025 und verteuerten den Transport von Lebensmitteln aus den Anbaugebieten und von den Einfuhrstellen. Die verspätete und gestaffelte „primera“-Ernte könnte zwischen August und September eintreffen und damit die saisonale Mangellage für ländliche Haushalte und Geringverdiener verlängern.

Unterschiedliche Entwicklung in Zentralamerika

Die regionalen Preisunterschiede zeigen, wie wichtig Importmengen und Bezugsquellen sind. In Honduras stiegen die Bohnenpreise und blieben hoch, weil das heimische Angebot begrenzt war und die Importe lediglich Durchschnittsniveau erreichten. Auch die Maispreise lagen über dem Mittelwert; teure Betriebsmittel und Kraftstoffe erschwerten Haushalten zusätzlich den Zugang zu Grundnahrungsmitteln.

In Guatemala blieb der Maispreis dank eines besseren Inlandsangebots und einer den Bedarf deckenden Importpolitik nahe am Jahresdurchschnitt. Die Reispreise in El Salvador waren stabil, da das Angebot überwiegend auf Einfuhren aus den Vereinigten Staaten beruht und internationalen Markttrends folgt.

Für El Salvador hat die Diversifizierung das unmittelbare Risiko eines Bohnenmangels verringert. Zugleich hängt ein größerer Teil des Marktes von Weltmarktpreisen, Wechselkursschwankungen und langen Lieferketten ab. Importeure haben gezeigt, dass Herkunftsländer außerhalb des traditionellen regionalen Netzes bei schwachen lokalen Ernten einspringen können. Produzenten tragen jedoch weiterhin hohe Dünger- und Kraftstoffkosten, während Verbraucher bis zur Verbesserung des Inlandsangebots durch die neue Ernte mit teurem Mais konfrontiert bleiben.

Vollständige Marktanalyse

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