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Eisenerz steigt bei höherer Hochofenaktivität in China

Die Eisenerz-Futures legten zu, nachdem chinesische Hochöfen und Kokereien ihre Kapazitätsauslastung erhöht hatten. Steigende Stahlexporte, nachlassende Sorgen um die Kokskohleversorgung und hohe Frachtraten stützten die Preise zusätzlich.

Eisenerz steigt bei höherer Hochofenaktivität in China

Dalian-Kontrakt gewinnt 1,32%

Die Eisenerz-Futures stiegen am Donnerstag, weil die zunehmende Hochofenaktivität in China auf eine stärkere Nachfrage der Stahlwerke hindeutete. Anzeichen für eine mögliche Lockerung der Beschränkungen beim heimischen Kokskohleangebot sowie hohe Seefrachtraten und kräftigere chinesische Stahlexporte gaben dem Markt zusätzlichen Auftrieb, berichtete InfoMoney.

Der meistgehandelte Januar-Kontrakt für Eisenerz an der chinesischen Dalian Commodity Exchange beendete den Tageshandel mit einem Plus von 1,32% bei 726,50 Yuan (108,15 $) je Tonne. Der Oktober-Referenzkontrakt an der Börse in Singapur stieg um 2,17% auf 99,40 $ je Tonne.

Auslastung der Öfen nimmt zu

Die tägliche satellitengestützte Wärmeüberwachung von 288 Hochöfen und 365 Koksöfen in China zeigte, dass beide Bereiche ihre Kapazitätsauslastung seit dem 25. August kontinuierlich erhöht hatten. Das erklärte Atilla Widnell, Geschäftsführer von Navigate Commodities. Eine höhere Auslastung bedeutet, dass die Stahlproduzenten mehr Anlagen betreiben und deshalb mehr Eisenerz und Koks benötigen.

Die Belebung fiel mit einer jüngsten Korrektur der Kokskohle-Futures in Dalian zusammen. Laut Widnell deutet diese Bewegung darauf hin, dass die durch strengere Kontrollen und Sicherheitsinspektionen in den Bergwerken ausgelösten Angebotsbeschränkungen nachlassen könnten. Eine bessere Verfügbarkeit von Kokskohle beseitigt ein Hemmnis für die Hochofenproduktion, da Koks und Eisenerz unverzichtbare Einsatzstoffe der konventionellen Stahlerzeugung sind.

Die Daten belegen eine kurzfristige Erholung des Rohstoffverbrauchs, zeigen aber noch nicht, wie lange die höhere Ofenaktivität anhalten wird. Eine dauerhafte Eisenerznachfrage hängt davon ab, ob die Werke ihre Auslastung aufrechterhalten und der Absatz von Fertigstahl die zusätzliche Produktion aufnehmen kann.

Exporte und Frachtraten stützen den Markt

Chinas gesamte Stahlexporte nahmen laut Mysteel in der Woche bis zum 31. August gegenüber der Vorwoche um 7,8% auf 2,55 Millionen Tonnen zu. Es war der dritte wöchentliche Anstieg in Folge und der höchste Stand seit fast acht Wochen. Im Jahresvergleich erhöhten sich die Exporte um 23,9%.

Der Exportzuwachs eröffnet chinesischen Werken einen weiteren Absatzkanal und kann die Eisenerznachfrage stützen, wenn der heimische Stahlverbrauch nicht ausreicht. Für internationale Käufer und konkurrierende Produzenten bedeuten die Zahlen zugleich, dass mehr chinesisches Material auf die Auslandsmärkte gelangt. Eine Aufschlüsselung nach Stahlprodukt oder Bestimmungsland enthielt das Ausgangsmaterial nicht.

Die Seefrachtraten blieben hoch und stützten die Eisenerzkosten, erklärten Analysten des chinesischen Brokerhauses GF Futures. Daten von Mysteel zufolge verteuerten sich am Mittwoch die Frachten auf wichtigen Routen nach China. Höhere Transportkosten treiben gewöhnlich den Einstandspreis für seewärtig geliefertes Erz und verstärken den Preisdruck durch den höheren Ofenbetrieb. Die Daten zu Produktion, Exporten und Fracht erklären gemeinsam den jüngsten Anstieg; seine Dauer hängt jedoch von Stahlproduktion und -absatz ab.

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