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Eierproduktion in Minas Gerais wächst um 4,9 % und übertrifft Brasiliens Tempo

Minas Gerais produzierte im ersten Halbjahr 251,5 Millionen Dutzend Eier, 4,9 % mehr als im Vorjahr, während der durchschnittliche Legehennenbestand nur um 1,62 % zunahm. Der Binnenmarkt bleibt die wichtigste Stütze, wobei Brasiliens Pro-Kopf-Verbrauch von 288 Eiern 2025 auf 301 Eier 2026 steigen soll.

Eierproduktion in Minas Gerais wächst um 4,9 % und übertrifft Brasiliens Tempo

Produktivität treibt das Wachstum über den Landesschnitt

Die Eierproduktion in Minas Gerais stieg im ersten Halbjahr gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 4,9 % auf 251,5 Millionen Dutzend. Das berichtet Diário do Comércio unter Berufung auf das brasilianische Institut für Geografie und Statistik. Der Zuwachs lag deutlich über dem Anstieg des durchschnittlichen Legehennenbestands um 1,62 %. Damit war eine höhere Produktivität der Betriebe der wichtigste Wachstumstreiber.

Minas Gerais ist hinter São Paulo der zweitgrößte Eierproduzent unter den brasilianischen Bundesstaaten. Nathália Rabelo, Agraranalystin bei Sistema Faemg Senar, sieht in den Zahlen Produktivitäts- und Effizienzgewinne der örtlichen Betriebe. Für ihre Rentabilität ist das besonders relevant, weil die Erzeugerpreise für Eier erheblich schwanken.

Der Bundesstaat entwickelte sich zudem besser als Brasilien insgesamt. Laut den im Bericht genannten Daten nahm die nationale Produktion im ersten Halbjahr lediglich um 0,4 % auf 2,46 Milliarden Dutzend zu. Für das Gesamtjahr 2026 erwartet der brasilianische Verband für tierisches Protein 64,8 Milliarden Eier. Das wären bis zu 4,1 % mehr als die 62,253 Milliarden Eier von 2025.

Preisschwankungen rücken die Marge in den Mittelpunkt

Die Preisreihe von Avimig/Cepea weist für Extra-Eier mit weißer Schale in den bis zum 6. Oktober verfügbaren Notierungen einen Durchschnitt von etwa 150,40 R$ je Karton mit 30 Dutzend aus. Rote Extra-Eier kosteten im Mittel rund 166,40 R$. Weiße Eier erreichten im April 201 R$ und fielen bis zum 6. Oktober auf 144 R$. Rote Eier stiegen zunächst auf 223 R$ und notierten später bei 162 R$.

Rabelo zufolge macht diese Volatilität eine konsequente Steuerung von Kosten und Margen unverzichtbar. Ein höheres Produktionsvolumen allein garantiert keinen Gewinnzuwachs: Die Betriebe müssen Produktivität, Kosten je Dutzend und Verkaufspreise kontrollieren. Dass die Bestände deutlich langsamer wuchsen als die Produktion, zeigt eine bessere Nutzung vorhandener Kapazitäten. Wie viel davon im Betriebsergebnis ankommt, hängt jedoch von der Preisentwicklung ab.

Exporte bieten einen zusätzlichen Absatzkanal, spielen für die Branche des Bundesstaates aber weiterhin eine geringe Rolle. 2025 gingen nur rund 1,8 % der Eierproduktion von Minas Gerais ins Ausland. Von Januar bis September 2026 exportierte der Bundesstaat etwa 6.340 Tonnen, 8,7 % weniger als im gleichen Zeitraum 2025. Im August und September erholte sich das Auslandsgeschäft allerdings. Der Binnenmarkt bleibt damit die wichtigste Nachfragestütze für die Legehennenhalter.

Verbrauch steuert auf einen neuen Höchstwert zu

Der brasilianische Verband für tierisches Protein erwartet für 2026 einen Pro-Kopf-Verbrauch von 301 Eiern. Das wären bis zu 4,5 % mehr als die 288 Eier im Jahr 2025 und entspräche ungefähr sechs Eiern pro Person und Woche. 2006 lag der Wert noch bei 142,3 Eiern, sodass die Prognose für 2026 einen Zuwachs von 111,5 % innerhalb von 20 Jahren bedeutet.

Der Verband führt die Entwicklung auf den erschwinglichen Preis, die vielseitige Verwendung und die feste Stellung von Eiern in der brasilianischen Ernährung zurück. Für die Erzeuger in Minas Gerais schafft der steigende Konsum einen breiten Inlandsmarkt für produktivitätsbedingte Mehrmengen. Steigende Produktion, volatile Preise und eine begrenzte Exportdiversifizierung sorgen jedoch dafür, dass die Rentabilität von strenger Kostenkontrolle und dem Verhältnis von Angebot und Nachfrage in Brasilien abhängt.

Die Nachfrage könnte weiter wachsen. Für 2027 hält der Verband einen Verbrauch von 312 Eiern je Einwohner für möglich, bis zu 3,5 % mehr als für 2026 prognostiziert. Sollte dieser Wert erreicht werden, läge der Pro-Kopf-Verbrauch 119,3 % über dem Niveau von 2006 und würde die langfristige Expansion des brasilianischen Eiermarktes fortsetzen.

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