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EAWU verteilt zollfreie Quoten für vietnamesischen Reis 2027 neu

Die EAWU hält ihre zollfreie Quote für vietnamesischen Langkornreis 2027 bei 10.000 Tonnen. Russlands Anteil sinkt um 2 % auf 7.550 Tonnen, während Belarus 7,7 % mehr und damit 2.200 Tonnen erhält.

EAWU verteilt zollfreie Quoten für vietnamesischen Reis 2027 neu

Russland bleibt größter Quoteninhaber

Die Eurasische Wirtschaftskommission hat die Verteilung der zollfreien Einfuhrquoten für vietnamesischen Reis in die Eurasische Wirtschaftsunion im Jahr 2027 beschlossen. Der Mechanismus umfasst insgesamt 10.000 Tonnen und gilt ausschließlich für Langkornreis, der innerhalb des Staatenbundes kaum angebaut wird.

Russland erhält laut Zol.ru und Market Power mit 7.550 Tonnen die größte Länderquote. Das sind 2 % weniger als die für 2026 festgelegten 7.708 Tonnen. Der Rückgang beträgt 158 Tonnen; dennoch entfallen weiterhin mehr als drei Viertel des gesamten zollfreien Volumens der EAWU auf Russland.

Absolut gesehen fällt die Anpassung gering aus. Sie legt jedoch fest, welche Menge russische Importeure im Rahmen der Präferenzregelung zollfrei aus Vietnam beziehen können. Lieferungen oberhalb der jeweiligen Quote genießen nicht dieselbe Zollbefreiung.

Belarus erhält zusätzliches Volumen

Die Quote von Belarus steigt um 7,7 %, von 2.042 Tonnen im Jahr 2026 auf 2.200 Tonnen im Jahr 2027. Der Zuwachs um 158 Tonnen entspricht exakt der Kürzung für Russland, sodass die unionsweite Quote unverändert bei 10.000 Tonnen bleibt.

Armenien behält seine Quote von 250 Tonnen. Kasachstan und Kirgisistan importieren über diesen Mechanismus keinen vietnamesischen Reis und erhalten keine Zuteilung. Damit konzentriert sich die Verteilung 2027 auf drei der fünf EAWU-Mitgliedstaaten.

Für vietnamesische Anbieter erweitert die Entscheidung den präferenziellen Zugang zum EAWU-Markt nicht. Ein kleiner Teil wird lediglich von Russland nach Belarus verlagert. Importeure und Händler müssen Verträge und Zollabfertigung deshalb an den länderspezifischen Grenzen ausrichten, obwohl das zollfreie Gesamtvolumen stabil bleibt.

Grundlage ist das Handelsabkommen mit Vietnam

Die jährliche Quote ist im Freihandelsabkommen zwischen der EAWU und Vietnam vom 29. Mai 2015 vorgesehen. Die Eurasische Wirtschaftskommission ist das ständige Regulierungsorgan der Union und trifft für alle Mitgliedstaaten verbindliche Entscheidungen zu Zollregulierung, Handel und makroökonomischer Politik.

Die Beschränkung auf eine bestimmte Produktkategorie ist wirtschaftlich relevant. Die Quote gilt für Langkornreis und nicht für Reis allgemein, da diese Sorte in der EAWU kaum erzeugt wird. Sie schafft damit einen gezielten Zugang zu einem Segment mit geringem regionalem Angebot, begrenzt die zollfreien Lieferungen aber weiterhin durch eine feste Obergrenze.

Russland ändert zugleich seine Reishandelsregeln

Market Power berichtete außerdem, Russland habe seine Exportquote für Rohreis in Staaten außerhalb der EAWU aufgehoben. Nach der bisherigen Regelung galt innerhalb einer Grenze von 200.000 Tonnen ein Ausfuhrzoll von null; oberhalb dieses Limits wurden 50 % des Zollwerts erhoben. Die Regelung sollte ursprünglich bis Ende 2026 gelten, wurde durch einen neuen Regierungsbeschluss jedoch formell beendet.

Die Exportmaßnahme und die Importquote für vietnamesischen Reis betreffen unterschiedliche Produkte und Handelswege. Zusammen zeigen sie jedoch, dass Marktteilnehmer sowohl russische Vorschriften als auch Präferenzen auf EAWU-Ebene verfolgen müssen. Für die Beschaffungsplanung 2027 bleibt der Kernpunkt: 10.000 Tonnen vietnamesischer Langkornreis können weiterhin zollfrei eingeführt werden, wobei Russland weniger und Belarus mehr erhält.

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