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EAWU-Kommission schlägt fünfjährige Antidumpingzölle von 11-22 Prozent auf Lkw-Reifen aus Thailand und Vietnam vor

Die Abteilung für Binnenmarktschutz der Eurasischen Wirtschaftskommission hat Antidumpingzölle von 11 bis 22 Prozent für fünf Jahre auf Lkw-Reifen aus Thailand und Vietnam vorgeschlagen, wie Kommersant berichtet. Antragsteller sind Cordiant, das Lkw-Reifenwerk Nischnekamsk und die belarussische Belschina.

EAWU-Kommission schlägt fünfjährige Antidumpingzölle von 11-22 Prozent auf Lkw-Reifen aus Thailand und Vietnam vor

Die Abteilung für Binnenmarktschutz der Eurasischen Wirtschaftskommission (EWK) hat vorgeschlagen, für fünf Jahre Antidumpingzölle in Höhe von 11 bis 22 Prozent auf Lkw-Reifen aus Thailand und Vietnam zu erheben. Kommersant berichtete über den Vorschlag unter Berufung auf den Bericht zu den Ergebnissen der Antidumpinguntersuchung, die Ergebnisse gab auch Lenta.ru wieder.

Die Behörde kam zu dem Schluss, dass Lieferanten aus beiden Ländern den Herstellern innerhalb der Eurasischen Wirtschaftsunion Schaden zufügen: Diese müssen ihre Preise unter das wirtschaftlich begründete Niveau senken, um gegen die Importe zu bestehen. Die Maßnahmen sollen dem Vorschlag zufolge fünf Jahre gelten.

Vorgeschlagene Zollsätze

Für einzelne Exporteure wurden individuelle Sätze berechnet, für die übrigen Lieferanten beider Länder gelten höhere Restsätze:

  • die thailändischen Unternehmen Prinx Chengshan und Maxxis International - 17,05 Prozent;
  • alle weiteren Lieferanten aus Thailand - 22,37 Prozent;
  • das vietnamesische Unternehmen Jinyu - 11,31 Prozent;
  • Vietnam COFO Tires - 14,99 Prozent;
  • Sailun - 16,48 Prozent;
  • Advance Tyre und weitere Betriebe Vietnams - 17,25 Prozent.

Ergebnisse der Untersuchung

Eingeleitet wurde die Untersuchung von den russischen Unternehmen Cordiant und dem Lkw-Reifenwerk Nischnekamsk, das zu Kama Tyres gehört, sowie der belarussischen Belschina. Die Antragsteller führten an, dass die Importware dauerhaft zu niedrigeren Preisen als die heimische Produktion verkauft wurde und damit das eigene Preisniveau drückte.

Laut den im Bericht genannten Zahlen sank die Produktion von Lkw-Reifen in den EAWU-Staaten in den Jahren 2022 bis 2024 um 5,6 Prozent, die Kapazitätsauslastung um 4,9 Prozent. Der Gewinn aus dem Verkauf brach im gleichen Zeitraum um 58,7 Prozent ein - deutlich stärker als der Mengenverlust. Die Hersteller federten den Importdruck also über die Marge ab, nicht über Produktionskürzungen.

Widerspruch der Importeure

Die Reifenimporteure erklärten im Verfahren, die Zölle würden zu höheren Reifenpreisen und fehlender Auswahl führen. Zudem reichten die in der EAWU vorhandenen Kapazitäten nicht aus, um die Nachfrage zu deckeln - dieser Einschätzung widersprach die Kommission. Der Streit um die Kapazitäten entscheidet über das Ergebnis: Können die Werke in der Union die wegfallenden Mengen nicht ersetzen, wirkt der Zoll als Preiserhöhung und nicht als Importsubstitution.

Chinesische Holdings und Preiswirkung

Die Entscheidung der Kommission richtet sich auch gegen die Expansion chinesischer Anbieter, da eine Reihe von Unternehmen in Thailand und Vietnam zu Holdings aus der Volksrepublik gehört. Auf Lkw-Reifen aus China gelten Zölle bereits seit 2021, die Produktion in Südostasien diente als Umweg.

Die Kosten wandern die Kette hinunter. Dmitri Babanski, Partner bei SBS, weist darauf hin, dass die Einführung der Zölle für den Endverbraucher über steigende Transporttarife zu höheren Preisen führt. Lkw-Reifen sind für Spediteure ein laufender Verbrauchsposten, der Aufschlag landet damit in den Logistikkosten und bleibt nicht im Reifenmarkt.

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