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DR Kongo hebt letzte Hürde für Wiederaufnahme der Kobaltexporte auf

Die Demokratische Republik Kongo hat Bergbauunternehmen per interministeriellem Rundschreiben vom 2. Dezember die Wiederaufnahme der Kobaltexporte gestattet und damit die restriktivste Phase einer Politik beendet, die im Februar 2025 mit einem vollständigen Ausfuhrverbot begann. Kinshasa verbindet Quoten mit Plänen für strategische Lagerbestände, um China die Preismacht über das Batteriemetall zu entreißen.

DR Kongo hebt letzte Hürde für Wiederaufnahme der Kobaltexporte auf

Kongo ebnet den Weg für die Wiederaufnahme der Kobaltexporte

Die Demokratische Republik Kongo, weltgrößter Kobaltproduzent, hat das letzte administrative Hindernis für den Neustart der Ausfuhren des Batteriemetalls beseitigt. Laut La Tribune hat ein interministerielles Rundschreiben vom 2. Dezember den Bergbauunternehmen die Wiederaufnahme der Lieferungen offiziell gestattet und damit einen Anfang 2025 begonnenen Zyklus von Beschränkungen beendet.

Der Schritt beendet die restriktivste Phase einer Politik, die Kinshasa ergriff, um einen Verfall der Kobaltpreise zu stoppen. Im Februar 2025 verhängte die DR Kongo laut Le Figaro ein vollständiges Verbot der Kobaltexporte. Das Embargo galt bis zur Einführung von Quoten im Oktober, und das Dezember-Rundschreiben erlaubt den Unternehmen nun Lieferungen unter diesem Quotensystem.

Vom Embargo zur Marktkontrolle

Die kongolesischen Behörden stellen die Abfolge als bewusste Anstrengung dar, China die Preismacht über Kobalt zu entreißen, das die Verarbeitung und den Handel des Minerals dominiert. „Die Aussetzung der Exporte war auf lange Sicht kein tragfähiger Mechanismus. Sie war ein notwendiger Elektroschock, um den Markt unmittelbar wieder ins Gleichgewicht zu bringen“, sagte Patrick Luabeya, Verwaltungsratsvorsitzender der Behörde zur Regulierung und Kontrolle der Märkte für strategische Mineralstoffe (Arecoms), gegenüber Le Figaro. Der Stopp habe den Stand der außerhalb der DR Kongo gehaltenen Bestände gesenkt, die die Kobaltpreise gedrückt hätten. Arecoms wurde 2019 gegründet.

Le Figaro berichtet, die DR Kongo wolle über Quoten hinausgehen und eigene Bestände aufbauen, um den Markt zu steuern — eine Strategie, die Luabeya selbst als „riskante Wette“ bezeichnete. Das Land produziert zwei Drittel des weltweiten Kobalts, was ihm einen Hebel verschafft, über den kaum ein anderer Produzent verfügt.

Was das für die Batterie-Lieferketten bedeutet

Kobalt ist ein Schlüsselbestandteil von Lithium-Ionen-Batterien für Elektrofahrzeuge, weshalb die Angebotsentscheidungen der DR Kongo direkt in die Beschaffung von Zellherstellern und Automobilkonzernen einfließen. Das Embargo und die anschließenden Quoten sollten Preise anheben, die laut Le Figaro durch Sorgen um das globale Wachstum und eine enttäuschende Nachfrage nach Elektrofahrzeugen gedrückt worden waren.

Für Importeure stellt die Wiederaufnahme legale Exportströme wieder her, jedoch unter einem Quotenregime statt des vor Februar 2025 bestehenden offenen Marktes — die Mengen bleiben also administrativ gedeckelt. Zudem überarbeitet die DR Kongo laut Le Figaro ihr Bergbaugesetz, was für Käufer und Händler eine weitere Ebene politischer Veränderungen hinzufügt.

China im Fokus

Im weiteren Ringen geht es darum, wer den Kobaltpreis setzt. Chinesische Firmen sind die dominierende Kraft bei Abbau, Verarbeitung und Handel von kongolesischem Kobalt sowie von Lithium und Nickel — eine Konzentration, die von Le Figaro zitierte Fachleute als Versorgungsrisiko für westliche Hersteller einstufen. Durch die Steuerung der Mengen und, perspektivisch, das Halten strategischer Bestände versucht Kinshasa, einen Teil dieses Preiseinflusses zurück zum Produzentenland zu verlagern.

Das unmittelbare Marktsignal ist die Rückkehr von kongolesischem Kobalt in die Exportkanäle nach rund zehn Monaten Störung — allerdings zu Bedingungen, die die DR Kongo nun straffer kontrolliert als zuvor.

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