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Dodoma steigert Zahl der Traubenverarbeiter von fünf auf 39

In der Region Dodoma ist die Zahl der Traubenverarbeiter binnen neun Jahren von fünf auf 39 gestiegen. Die Regionalregierung fordert nun mehr Traubenproduktion und fördert zugleich Äpfel als alternative Marktfrucht.

Dodoma steigert Zahl der Traubenverarbeiter von fünf auf 39

Verarbeitungsbasis wächst nahezu um das Neunfache

Die Zahl der traubenverarbeitenden Betriebe in der tansanischen Region Dodoma ist in den vergangenen neun Jahren von fünf auf 39 gestiegen. Damit hat sich der Absatzmarkt für die Erzeuger vergrößert, während die lokale Produktion von Wein und Saft ausgebaut wurde. Regionalbeauftragte Rosemary Senyamule erklärte, dass die Betriebe von großen Industrieanlagen bis zu kleinen Verarbeitern reichen.

Bei den Feierlichkeiten zum nationalen Bauerntag Nanenane auf dem Dr-John-Malecela-Gelände in Nzuguni führte Senyamule den Ausbau auf staatliche Maßnahmen zur Investitionsförderung und zur höheren Wertschöpfung in der Landwirtschaft zurück. Daily News zufolge hat die größere Zahl der Betriebe die Beschwerden von Bauern deutlich verringert, die zuvor oft keine Abnehmer fanden, bevor die Trauben auf den Feldern verdarben.

Nachfrage der Verarbeiter belastet das Traubenangebot

Die regionalen Bemühungen wurden verstärkt, nachdem Einwohner beim Besuch von Präsidentin Samia Suluhu Hassan in Mpunguzi im Jahr 2022 auf den unzuverlässigen Traubenmarkt hingewiesen hatten. Damals gab es in Dodoma lediglich fünf Fabriken, die Wein und Saft herstellten. Die begrenzte Verarbeitungsbasis erhöhte das Risiko von Nachernteverlusten, weil frische Trauben schnell verkauft werden müssen.

Nach Angaben von Senyamule hat sich die Lage inzwischen umgekehrt. Die Marktprobleme hätten mit der wachsenden Zahl der Fabriken abgenommen, während Trauben nun knapp würden, weil die Verarbeiter mehr Rohstoffe benötigen. Die Regionalregierung will den Sektor als einen wirtschaftlichen Schwerpunkt Dodomas weiter unterstützen und fordert die Bauern auf, ihre Produktion auszuweiten. Für die Erzeuger schaffen die zusätzlichen Fabriken mehr potenzielle Abnehmer und einen größeren lokalen Absatzkanal für eine leicht verderbliche Ware. Bei den Verarbeitern könnte die Auslastung jedoch sinken, wenn die Produktion der Weinberge nicht mit den installierten Kapazitäten Schritt hält.

Apfelprogramm zielt auf Importe und Haushaltseinkommen

Dodoma fördert Äpfel außerdem als alternative Marktfrucht, um die Einkommen der Haushalte zu diversifizieren und die Abhängigkeit von saisonalen Kulturen zu verringern. Untersuchungen der Regionalbehörden mit Agrarexperten ergaben, dass drei Apfelsorten unter den Bedingungen Dodomas gedeihen können. In jedem Distrikt wurden Demonstrationsflächen zur Schulung der Bauern eingerichtet. Teilnehmende Haushalte erhalten jeweils mindestens drei Apfelsetzlinge.

Das Programm soll zugleich Importe ersetzen. Senyamule verwies auf Zahlen der tansanischen Steuerbehörde, wonach das Land jährlich rund 23 Milliarden Schilling für Apfelimporte ausgibt. Eine höhere Inlandsproduktion könnte einen Teil dieser Ausgaben in Tansania halten. Der Bericht nennt jedoch weder Produktionsziele und Umsetzungsfristen noch die erwarteten Erträge der ausgewählten Sorten.

Einkommenslücke erhöht den Druck auf die Agrarpolitik

Die landwirtschaftliche Wertschöpfung steht im Mittelpunkt von Dodomas Bemühungen um höhere Haushaltseinkommen. Laut Senyamule lag das regionale Pro-Kopf-Einkommen 2023 bei 1,7 Millionen Schilling, verglichen mit einem landesweiten Durchschnitt von 2,5 Millionen Schilling. Diese Lücke erklärt den Schwerpunkt auf Verarbeitung, Anbaudiversifizierung und zusätzlichen Einnahmen nach der saisonalen Ernte. Die Traubenbranche muss nun die landwirtschaftliche Produktion an das deutlich größere Verarbeitungsnetz anpassen. Das Apfelprogramm wiederum muss sich von Demonstrationsflächen und Setzlingen für Haushalte zu kommerziell relevanten Mengen entwickeln.

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