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Dhanbad plant Wandel von Kohle zu kritischen Mineralien mit Blick auf das Jahr 2038

Indiens Kohlehauptstadt Dhanbad positioniert sich als Zentrum für kritische Mineralien; Forschungen weisen Seltene Erden, Gallium und Vanadium in lokalem Bergbauabfall nach. Die Stadt setzt auf eine 163 Milliarden Rupien schwere Mission, während Kohle die Wirtschaft bis 2038 tragen soll.

Dhanbad plant Wandel von Kohle zu kritischen Mineralien mit Blick auf das Jahr 2038

Kohle bleibt das Fundament, doch ein Wandel beginnt

Dhanbad, seit Langem als Kohlehauptstadt Indiens im östlichen Bundesstaat Jharkhand bekannt, positioniert sich als künftiges Zentrum für kritische Mineralien, während sich seine Rolle im Energiesystem des Landes verändert, berichtet prabhatkhabar.com. Das Medium verweist auf Einschätzungen von Prof. Arvind Kumar Mishra, Direktor des Central Institute of Mining and Fuel Research (CIMFR), und Prof. Dhiraj Kumar vom IIT (ISM) Dhanbad, dem Projektdirektor des Forschungsparks TEXMIN.

Die Experten sagten dem Medium, die großen Vorkommen an hochwertiger Kokskohle im Kohlerevier Jharia, die in der Stahlerzeugung verwendet wird, würden Dhanbad zentral für Indiens Energiesicherheit halten. Kohle liefert über Wärmekraftwerke weiterhin rund 74 % des Stroms des Landes, und Indien fördert etwa 1 Milliarde Tonnen Kohle pro Jahr; die Regierung will die Inlandsförderung erhöhen und die Importabhängigkeit senken. Laut dem Bericht erwarten Regierungsanalysen, dass die Wachstumsdynamik der Kohleindustrie bis 2035 anhält und größere Herausforderungen erst nach 2038 auftreten.

Kritische Mineralien im Bergbauabfall

Die neue Chance liegt laut den Experten in Abraum, Flugasche und Bergematerial, die zuvor als Umweltproblem galten. Forschungen des IIT (ISM) haben in Dhanbads Abfallströmen wichtige Elemente nachgewiesen, darunter Pottasche, Titandioxid, Vanadium, Gallium, Niob, Tellur, Zinn, Zirkonium, Scandium, Yttrium, Lanthan und Ytterbium. Anhand von Proben aus Minen von Bharat Coking Coal Limited (BCCL) arbeitet das Institut an der Gewinnung Seltener Erden mittels moderner Hydrometallurgie sowie an der Rückgewinnung kritischer Mineralien aus Flugasche und saurem Grubenwasser.

Indiens Mineralienoffensive und globale Einsätze

Indien veröffentlichte 2024 eine Liste mit 30 kritischen Mineralien. Für 24 davon haben Auktionen begonnen, mit dem Ziel von mehr als 100 Mineralblöcken bis 2031, berichtet prabhatkhabar.com. Die Regierung hat der National Critical Mineral Mission für 2025 bis 2031 163 Milliarden Rupien zugewiesen, weitere 180 Milliarden Rupien werden von Staatsbetrieben und privaten Investoren erwartet. Die Mission strebt eine Jahresproduktion von etwa 40.000 Tonnen kritischer Mineralien, 270.000 Tonnen Recyclingkapazität, 80 Milliarden Rupien an Investitionen und rund 70.000 Arbeitsplätze an.

Die Offensive spiegelt den globalen Wettbewerb wider. China dominiert die Versorgung mit kritischen Mineralien, was Indien und andere Länder veranlasst, alternative Quellen zu erschließen. Der Bericht nennt Marktprognosen von 500 Milliarden Dollar für Kupfer und 60 Milliarden Dollar für Seltene Erden bis 2030.

Dhanbads Forschungsrolle wächst

Im Rahmen der Mission wurden das IIT (ISM) Dhanbad und sein Technologiepark TEXMIN als Centre of Excellence benannt. Das Institut ist Partner im indisch-britischen Critical Mineral Supply Chain Observatory und der indisch-britischen STRATA-Initiative und entwickelt ein KI-gestütztes System zur Mineraliensuche für 39 Distrikte in Rajasthan.

Die kurzfristige Nachfrage unterstreicht die anhaltende Rolle der Kohle: Am 21. Mai 2026 erreichte die Spitzenlast in Indien mit 270 Gigawatt einen Rekord. Vorerst beschreiben Experten Kohle als Dhanbads gegenwärtige Stärke und kritische Mineralien als seine Zukunft.

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