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Deutsche Pkw-Produktion und Exporte sinken, Elektro-Zulassungen legen deutlich zu

Die deutsche Pkw-Produktion sank im Juli um 6 % auf 322.700 Fahrzeuge, während die Exporte um 4 % auf 260.000 Einheiten zurückgingen. Die Neuzulassungen stiegen leicht, getragen von einem Plus von 44 % bei BEV, PHEV und FCEV.

Deutsche Pkw-Produktion und Exporte sinken, Elektro-Zulassungen legen deutlich zu

Werksumstellung belastet die Produktion

In Deutschland wurden im Juli 322.700 Pkw produziert, 6 % weniger als im gleichen Monat 2025. Das geht aus Zahlen des Verbands der Automobilindustrie (VDA) hervor, über die Welt berichtete. Als Hauptgrund nannte der Verband die mehrwöchige Produktionspause eines Werks, dessen Anlagen auf die Fertigung von Elektrofahrzeugen umgestellt wurden.

In den ersten sieben Monaten liefen 2,43 Millionen Pkw vom Band, 3 % weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Damit blieb die deutsche Produktion 15 % unter dem Vorkrisenniveau von 2019. Die jüngsten Zuwächse bei den inländischen Neuzulassungen haben sich somit noch nicht in einer breiten Erholung der Werksauslastung niedergeschlagen.

Exporte und Auftragseingänge geben nach

Die deutschen Hersteller exportierten im Juli 260.000 Pkw und damit 4 % weniger als ein Jahr zuvor. Seit Januar beliefen sich die Ausfuhren auf 1,852 Millionen Fahrzeuge, ebenfalls 4 % weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Die Exporte entsprachen damit mehr als vier Fünfteln der Juli-Produktion und verdeutlichen die anhaltende Abhängigkeit der Branche von der Nachfrage außerhalb Deutschlands.

Bei den neuen Aufträgen fiel das Bild noch schwächer aus. Die Bestellungen aus dem Inland lagen im Juli 4 % unter dem Vorjahreswert, die Auslandsbestellungen sanken um 15 %. Insgesamt gingen 13 % weniger Aufträge ein als im Juli 2025. Der inländische Auftragsbestand lag jedoch weiterhin 10 % über dem Vorjahresniveau und bietet den Herstellern trotz des rückläufigen Neugeschäfts eine gewisse Stütze. Die gegenläufige Entwicklung von Bestand und Auftragseingang deutet darauf hin, dass die Produktion noch von älteren Verträgen profitieren kann, während die Auslastung in den kommenden Monaten unsicherer wird.

Elektrifizierte Fahrzeuge treiben Zulassungen

Die Pkw-Neuzulassungen in Deutschland stiegen im Juli um 1 % auf 268.100 Einheiten. In den ersten sieben Monaten wurden 1,75 Millionen Fahrzeuge neu zugelassen, 5 % mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Trotz der Verbesserung blieb der Markt rund 20 % unter dem Vorkrisenniveau von 2019.

Den stärksten Zuwachs erzielten elektrifizierte Fahrzeuge. Die gemeinsamen Neuzulassungen von batterieelektrischen Fahrzeugen, Plug-in-Hybriden und Brennstoffzellenfahrzeugen stiegen im Juli um 44 % auf 109.200 Einheiten. Ihr Anteil an allen Neuzulassungen erreichte 41 %. In den ersten sieben Monaten kam der deutsche Markt für Elektro-Pkw auf 641.000 Fahrzeuge, ein Plus von 38 %. Die BEV-Zulassungen erhöhten sich um 50 % auf 446.600, während das PHEV-Segment um 17 % auf 194.400 Fahrzeuge wuchs. Die Zahlen zeigen eine zunehmende Spaltung des Marktes: Die Gesamtnachfrage erholt sich langsam von niedrigem Niveau, elektrifizierte Antriebe wachsen aber erheblich schneller. Für Hersteller und Zulieferer zeigt die vom VDA genannte Werksumstellung die kurzfristigen Kapazitätskosten der Anpassung, während die Zulassungsdaten zugleich die Notwendigkeit dieser Investitionen bestätigen.

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