Corinth Pipeworks erhält DESFA-Auftrag für Rohre der 218,5 km langen Gasleitung Karperi–Komotini
Cenergy Holdings teilte mit, dass die Stahlrohrsparte Corinth Pipeworks einen Auftrag des griechischen Fernleitungsnetzbetreibers DESFA für Fertigung und Lieferung der Rohre des Projekts zur Verdopplung des Hochdruckstrangs Karperi–Komotini erhalten hat. Der Abschnitt ist 218,5 Kilometer lang. Im Werk Thisvi in Böotien entstehen mehr als 200 Kilometer spiralgeschweißte Rohre mit 30 Zoll Durchmesser, die neue Parallelleitung ist für bis zu 100% reinen Wasserstoff ausgelegt.
Corinth Pipeworks, die Stahlrohrsparte von Cenergy Holdings, hat von DESFA, dem Betreiber des griechischen nationalen Erdgassystems, einen Auftrag für die Fertigung und Lieferung von Stahlrohren erhalten. Es geht um das Projekt zur Verdopplung des Hochdruckstrangs auf der Trasse Karperi–Komotini. Cenergy Holdings gab den Auftrag bekannt, berichtet wurde darüber unter anderem von energypress.gr, bankingnews.gr und sbctv.gr.
Der Abschnitt Karperi–Komotini umfasst laut bankingnews.gr 218,5 Kilometer. Corinth Pipeworks fertigt nach Angaben von sbctv.gr mehr als 200 Kilometer Stahlrohr mit einem Durchmesser von 30 Zoll im Spiralnaht-Unterpulverschweißverfahren; daraus entsteht eine neue Hochdruckleitung parallel zum bestehenden Strang. Der Lieferauftrag bringe das Projekt in eine kritische Phase, so das Portal. Auftragswert und Lieferplan wurden in den veröffentlichten Mitteilungen nicht genannt.
Fertigungsumfang und Spezifikationen
Produziert wird im Werk von Corinth Pipeworks in Thisvi in Böotien. Die Rohre erhalten außen eine dreilagige Polyethylen-Korrosionsschutzbeschichtung und innen eine Epoxidbeschichtung – Spezifikationen, die laut sbctv.gr Lebensdauer und Betriebssicherheit der Leitung erhöhen sollen. Das Unternehmen hat international Energietransportprojekte beliefert und positioniert sich als Lieferant für Netze für Erdgas, Wasserstoff und weitere kohlenstoffarme Anwendungen.
- Abschnitt: Karperi–Komotini, 218,5 Kilometer
- Rohrvolumen: mehr als 200 Kilometer
- Durchmesser: 30 Zoll
- Verfahren: Spiralnaht-Unterpulverschweißen
- Beschichtung: außen dreilagiges Polyethylen, innen Epoxid
- Werk: Thisvi, Böotien
Engpass im Norden fällt weg
Erklärtes Ziel des Projekts ist es, die Kapazitätsbeschränkungen im nördlichen Teil des nationalen Erdgassystems zu beseitigen, berichtet sbctv.gr. Durch die Verdopplung des Strangs kann mehr Gas nach Nordgriechenland und zu den Kopplungen mit den Nachbarländern fließen, das Risiko von Engpässen in Phasen hoher Nachfrage sinkt.
Die zusätzliche Kapazität ist für die regionalen Verbindungen relevant, darunter der Interkonnektor Griechenland–Bulgarien. Laut sbctv.gr schafft der Wegfall der Beschränkung im Norden die Voraussetzungen für eine wettbewerbsfähigere Versorgung und eine bessere Nutzung dieser Kopplungen; mittelfristig könne das zu stabileren Preisen für Industrie und Haushalte führen, besonders bei Nachfragespitzen oder Turbulenzen an den internationalen Märkten. Mehr Flexibilität und Widerstandsfähigkeit stärken zudem die Rolle Griechenlands als regionaler Energietransitknoten in Südosteuropa.
Auslegung für Wasserstoff
Ein zentrales Merkmal des Projekts ist die Auslegung als hydrogen-ready: Die Leitung ist mit dem Transport von bis zu 100% reinem Wasserstoff kompatibel, so sbctv.gr. Damit rückt die Anlage in die nächste Phase der Energiewende, und DESFA kann heute in Gasinfrastruktur investieren, ohne dass die Leitung bei veränderten Brennstoffströmen vorzeitig an Wert verliert.
Für Endkunden bedeutet die Auslegung laut sbctv.gr, dass die heutigen Netzinvestitionen nicht nur dem Erdgas, sondern auch saubereren Energieformen dienen und neue Brennstoffe schrittweise integriert werden können, ohne die Hauptleitungen komplett zu ersetzen. Für die griechische Metallindustrie bleibt zudem ein erheblicher Teil der Wertschöpfung im Land, da die Rohre in Böotien gefertigt und nicht importiert werden.