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Continental steigert Gewinn nach Abspaltung von Aumovio und geplantem ContiTech-Verkauf

Continental hat den bereinigten operativen Gewinn im zweiten Quartal 2026 trotz sinkender Erlöse erhöht. Nach der Abspaltung von Aumovio und der vereinbarten Veräußerung von ContiTech konzentriert sich der deutsche Konzern auf Reifen.

Continental steigert Gewinn nach Abspaltung von Aumovio und geplantem ContiTech-Verkauf

Bereinigtes EBIT steigt bei rückläufigem Umsatz

Continental hat seine Profitabilität im zweiten Quartal 2026 verbessert und den Umbau zu einem spezialisierten Reifenhersteller fortgesetzt. Die Abspaltung der früheren Automotive-Sparte, die heute als Aumovio firmiert, und der geplante Verkauf von ContiTech verkleinern den deutschen Konzern. Zugleich konzentriert sich das verbleibende Geschäft auf Entwicklung und Produktion von Reifen.

Nach Angaben der rumänischen Publikation Ziua de Vest sank der Quartalsumsatz im Jahresvergleich um 9,1% auf 4,4 Milliarden €, rund 500 Millionen € weniger als im entsprechenden Zeitraum 2025. Bereinigt um Währungseffekte und Veränderungen der Konzernstruktur betrug der Rückgang laut Continental lediglich 0,3%. Das bereinigte operative Ergebnis, das EBIT, stieg von 422 Millionen € auf 570 Millionen €, während die bereinigte EBIT-Marge von 9,6% auf 12,9% zunahm.

Premiumreifen stützen das Kerngeschäft

Die Reifensparte erzielte einen Umsatz von 3,3 Milliarden € und lag damit ungefähr auf dem Vorjahresniveau. Ihre operative Marge erhöhte sich von 12,1% auf 15,3%. Reifen sind damit die wichtigste Ertragsquelle im gestrafften Portfolio. Finanzvorstand Roland Welzbacher führte die höhere Profitabilität auf einen größeren Anteil von Premiumreifen mit mehr als 18 Zoll Durchmesser, günstige Rohstoffpreiseffekte sowie begrenzte Belastungen durch Wechselkursschwankungen und Handelszölle zurück.

Im weiteren Jahresverlauf könnten diese Vorteile unter Druck geraten. Welzbacher zufolge erwartet Continental in der zweiten Hälfte 2026 einen erheblichen Anstieg der Rohstoffkosten und hat bereits Gegenmaßnahmen eingeleitet. Ob der Konzern seine Marge halten kann, hängt damit teilweise vom Produktmix, konsequenter Preisgestaltung und der Geschwindigkeit ab, mit der höhere Kosten in Reifenverträge und das Ersatzgeschäft einfließen.

ContiTech-Verkauf schließt den Umbau ab

ContiTech erzielte vor Abschluss des Verkaufs einen Umsatz von rund 1,1 Milliarden €, fast 30% weniger als im Vorjahr. Hauptgrund war die Veräußerung von OESL. Die bereinigte operative Marge gab im schwierigen Marktumfeld leicht auf 6,9% nach. Continental hat vereinbart, ContiTech für 4,25 Milliarden € an die Investmentgesellschaft Lone Star Funds zu verkaufen. Der erwartete Barzufluss beträgt rund 3,1 Milliarden €.

Der Abschluss wird vorbehaltlich der behördlichen Genehmigungen bis Ende 2026 erwartet. Das Management will einen großen Teil des Erlöses über eine Sonderdividende oder eine Kombination aus Dividende und Aktienrückkauf an die Anteilseigner zurückgeben. Nach dem Umbau erwartet Continental für 2026 einen Jahresumsatz von 13,2 Milliarden € bis 14,2 Milliarden € und eine bereinigte EBIT-Marge von 12% bis 13,5%. Die Neuausrichtung verändert auch die Rolle der Standorte in Rumänien, darunter Timișoara und weitere Industriezentren, da sich der Konzern aus Autokomponenten und Industrietechnik zurückzieht und ausschließlich auf Reifen konzentriert.

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