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Conab kauft per Auktion bis zu 96.400 Tonnen brasilianischen Rohreis

Brasiliens staatliche Versorgungsgesellschaft Conab führt am Freitag, 25. September, zwei elektronische Auktionen zum Ankauf von bis zu 96.400 Tonnen Rohreis der Ernte 2025/26 durch. Bekanntmachung Nr. 68/2026 umfasst bis zu 57.400 Tonnen, Bekanntmachung Nr. 69/2026 bis zu 39.000 Tonnen, bei Höchstpreisen von 1,5936 bis 1,7482 R$ je Kilogramm ohne ICMS. Geliefert wird bis 27. November zu CIF-Bedingungen an Lager in Rio Grande do Sul und in Imbituba (Santa Catarina).

Conab kauft per Auktion bis zu 96.400 Tonnen brasilianischen Rohreis

Die Companhia Nacional de Abastecimento (Conab), Brasiliens staatliche Versorgungsgesellschaft, führt am Freitag, 25. September, zwei elektronische Auktionen zum Ankauf von bis zu 96.400 Tonnen Rohreis der Ernte 2025/26 durch, wie Safras & Mercado berichtet. Es handelt sich um Ankaufsoperationen für landwirtschaftliche Erzeuger und Genossenschaften, nicht um den Verkauf staatlicher Bestände. Die Bekanntmachungen wurden am 24. September veröffentlicht, der Bericht stammt von Agência Safras aus Porto Alegre.

Die erste Auktion nach Bekanntmachung Nr. 68/2026 beginnt um 9:00 Uhr und umfasst bis zu 57.400 Tonnen. Direkt anschließend folgt die Auktion der Bekanntmachung Nr. 69/2026 über bis zu 39.000 Tonnen; beide Tranchen ergeben zusammen die Obergrenze von 96.400 Tonnen. Beide laufen als Präsenzruf-Auktion über Conabs elektronisches Handelssystem Siscoe, das heißt, Gebote werden live gerufen und nicht verschlossen eingereicht. Die größere Tranche wird zuerst gehandelt, weshalb das um 9:00 Uhr erreichte Preisniveau den Ton für die zweite Runde setzt.

Wer verkaufen darf

Teilnehmen dürfen ausschließlich landwirtschaftliche Erzeuger und Genossenschaften. Verkäufer müssen bei der zuständigen Börse registriert sein und in den Bundesregistern Sicaf, Cadin und Sican einwandfrei geführt werden; diese erfassen die Lieferantenregistrierung und den Status öffentlicher Verbindlichkeiten. Händler und Verarbeiter können damit nicht direkt bieten – die beiden Lose müssen von Betrieben und Genossenschaften gefüllt werden, die die physische Ware halten. Die Anforderungen müssen zum Zeitpunkt der Auktion erfüllt sein, nicht erst nach dem Zuschlag.

Qualitätsvorgaben und Höchstpreise

  • Klasse: langkörnig-fein (longo-fino), Typ 1
  • Form: Rohreis, in loser Schüttung
  • Erntejahr: 2025/26
  • Maximale Feuchtigkeit: 13 %
  • Höchstpreise ohne ICMS: 1,5936 bis 1,7482 R$ je Kilogramm, je nach Ganzkornausbeute

Je Tonne entspricht das 1.593,60 bis 1.748,20 R$. Würden beide Auktionen am oberen Ende der Spanne gefüllt, entspräche das für 96.400 Tonnen rund 169 Mio. R$; am unteren Ende etwa 154 Mio. R$. Die Differenz von gut 154 R$ je Tonne zwischen niedrigstem und höchstem Höchstpreis ergibt sich ausschließlich aus der Mahlausbeute – dieselbe physische Menge kann damit deutlich unterschiedlich viel wert sein.

Lieferung und Abwicklung

Geliefert wird je nach Los an Lagereinheiten in Rio Grande do Sul und in Imbituba (Santa Catarina), Frist ist der 27. November zu CIF-Bedingungen. Da der Preis frachtfrei geliefert notiert, trägt der Verkäufer die Transportkosten bis zum benannten Lager. Die Zuschlagsempfänger müssen bis zum 4. Oktober eine Sicherheit von 5 % des Gesamtwerts der Operation stellen. Die Zahlung erfolgt innerhalb von höchstens zehn Werktagen nach Abnahme der Ware, vorbehaltlich der Prüfung von Menge, Qualität und Steuerunterlagen. Auslöser für den Zahlungsfluss ist somit die Abnahme, nicht die Lieferung selbst.

Was die Bedingungen für Verkäufer bedeuten

Die CIF-Vorgabe ist das entscheidende Detail für jede Netback-Rechnung. Der Höchstpreis gilt geliefert, der Erlös ab Hof sinkt also um die Kosten für den Transport von Schüttgut nach Rio Grande do Sul oder nach Imbituba; Erzeuger weit entfernt von diesen Punkten erhalten weniger, als die Schlagzeile suggeriert. Typ 1, Klasse langkörnig-fein und die Feuchtigkeitsgrenze von 13 % verengen die zulässige Menge weiter: feuchtere oder schwächere Partien bleiben im kommerziellen Markt. Weil die Höchstpreise an die Ganzkornausbeute gekoppelt sind, entscheidet die Verarbeitungsqualität über den Erlös eines Loses, nicht die Tonnage allein. Der Zeitplan bringt eine Finanzierungskomponente: 5 % Sicherheit bereits am 4. Oktober, Lieferung bis 27. November – Ware und Betriebskapital sind rund zwei Monate gebunden.

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