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Coal India und AMNS India prüfen Kohlevergasung mit CCUS in Paradip

Coal India und ArcelorMittal Nippon Steel India haben eine unverbindliche Absichtserklärung zur Nutzung von Synthesegas im Pelletwerk Paradip unterzeichnet. Die geplante Kohlevergasungsanlage soll Coal India entwickeln und mit CO₂-Abscheidung, -Nutzung und -Speicherung verbinden.

Coal India und AMNS India prüfen Kohlevergasung mit CCUS in Paradip

Unternehmen starten Machbarkeitsprüfung

Coal India Ltd und ArcelorMittal Nippon Steel India Pvt Ltd haben eine unverbindliche Absichtserklärung unterzeichnet. Sie wollen die Nutzung von Synthesegas aus einer geplanten Kohlevergasungsanlage untersuchen, die im oder neben dem Pelletwerk von AMNS India in Paradip entstehen könnte.

Die Vereinbarung wurde am 12. August 2026 geschlossen, berichtete Zee Business unter Berufung auf eine Börsenmitteilung von Coal India. Coal India soll die geplante Anlage entwickeln und mit einem System zur Abscheidung, Nutzung und Speicherung von Kohlenstoff, kurz CCUS, koppeln.

Zunächst werden die technische und kommerzielle Tragfähigkeit sowie mögliche Umsetzungsmodalitäten geprüft. Die Unternehmen wollen außerdem die Erstellung eines vorläufigen Machbarkeitsberichts unterstützen. Eine Verpflichtung zum Bau besteht nicht; das Vorhaben befindet sich weiterhin in der Prüfungsphase.

Synthesegas als industrieller Rohstoff

Bei der Kohlevergasung wird Kohle in Synthesegas umgewandelt. Dieses kann als Ausgangsstoff für Chemikalien, Kraftstoffe und andere Industrieprodukte dienen. Die Vereinbarung untersucht seinen Einsatz im Pelletbetrieb von AMNS India in Paradip. Geplante Kapazität, Investitionssumme, Bauzeitplan und erwartete Gasmenge wurden jedoch nicht genannt.

Die vorgesehene CCUS-Technik ergänzt die Studie um eine Komponente zur Emissionsbegrenzung. Das Ausgangsmaterial nennt weder die mögliche Menge des abgeschiedenen Kohlendioxids noch dessen Nutzung oder Speicherung. Auch die erwartete Emissionsminderung ist unbekannt. Diese Punkte sowie Kosten und technische Integration dürften deshalb für die Wirtschaftlichkeitsprüfung entscheidend sein.

Für Coal India entspricht die Studie dem Ziel, die Nutzung heimischer Kohle durch Vergasung zu diversifizieren. Auf das Unternehmen entfallen mehr als 80 % der indischen Kohleförderung. Es ist zudem der größte Brennstofflieferant für die Wärmekraftwerke des Landes. Kohle liefert rund 70 % der indischen Stromerzeugung und bleibt damit zentral für die Energieversorgung, während die Schwerindustrie Technologien zur Emissionsbegrenzung prüft.

Hohe Nachfrage trifft auf steigende Kosten

Das Projekt wird in einer Phase sinkender Förderung, aber anhaltender Kundennachfrage geprüft. Die Kohleproduktion von Coal India ging im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 um 7,5 % von 183,32 Millionen auf 169,63 Millionen Tonnen zurück. Der Absatz stieg dagegen um 3,5 % von 190,96 Millionen auf 197,86 Millionen Tonnen, insbesondere wegen der Nachfrage des Stromsektors.

Der den Eigentümern zurechenbare konsolidierte Nettogewinn erreichte im Juni-Quartal 8.852 Crore Rupien, 0,63 % mehr als die 8.797 Crore Rupien des Vorjahres. Der Umsatz stieg um 8 % auf 46.255 Crore Rupien, während das EBITDA um 4 % auf 12.069 Crore Rupien sank. Die EBITDA-Marge verringerte sich wegen höherer Kosten für Sprengstoff, Industriediesel und andere Bergbaubetriebsmittel von 29,33 % auf 26,09 %.

Die Aufwendungen wuchsen um 27 % auf 3.260 Crore Rupien. Für Sprengstoff fielen zusätzlich 244 Crore Rupien an, für Öl und Schmierstoffe 435 Crore Rupien und für Maschinen und Holz 19 Crore Rupien. Vor diesem Kostenhintergrund muss das Projekt in Paradip seine technische Leistung und Wirtschaftlichkeit nachweisen, bevor eine Umsetzung erwogen wird.

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