Coaf in Pernambuco plant 80 Millionen Liter Ethanol und Cachaça
Coaf hat die Zuckerrohrsaison 2026/27 in Pernambuco begonnen und will mehr als 900.000 Tonnen Rohr verarbeiten. Geplant sind 50 Millionen Liter Ethanol und 30 Millionen Liter Cachaça; ein Wechsel zur Zuckerproduktion bleibt möglich.
Coaf nimmt Betrieb nach fünfmonatiger Pause wieder auf
Coaf, die Agrarindustriekooperative der Zuckerrohrlieferanten von Pernambuco, hat am Werk im ländlichen Gebiet von Tibaúba in der Region Mata Norte die Zuckerrohrsaison 2026/27 begonnen. Laut R7 nahm die Anlage ihren Betrieb nach einer fünfmonatigen Saisonpause wieder auf, in der die Ausrüstung gewartet und betrieblich getestet wurde.
Die Kooperative rechnet mit einer sechsmonatigen Verarbeitungskampagne. Sie will mehr als 900.000 Tonnen Zuckerrohr mahlen und den Rohstoff vorrangig für Ethanol und Cachaça statt für Zucker einsetzen.
Produktionsplan setzt auf erneuerbaren Kraftstoff
Coaf strebt in dieser Saison eine Produktion von 50 Millionen Litern Ethanol und 30 Millionen Litern Cachaça an. Die Gesamtmenge von 80 Millionen Litern zeigt, dass Ethanol den größeren Anteil der geplanten Flüssigproduktion ausmachen wird. Das Werk will damit die Nachfrage nach erneuerbaren Kraftstoffen nutzen.
Emílio Celso, Vizepräsident des Werks, sagte R7, dass Alkohol und Cachaça derzeit Vorrang hätten. Die Entscheidung ist jedoch nicht endgültig: Coaf kann zur Zuckerproduktion wechseln, wenn die Marktbedingungen diese Option attraktiver machen. So kann die Kooperative während der sechsmonatigen Kampagne auf Veränderungen der relativen Preise und der Nachfrage reagieren.
Die Rohstoffverteilung ist für die Lieferanten relevant, weil Ethanol, Cachaça und Zucker um dasselbe Zuckerrohr konkurrieren. Der anfängliche Produktionsmix lenkt den größten Teil der geplanten Verarbeitung in die heimischen Kraftstoff- und Getränkemärkte. Zucker bleibt zugleich ein alternativer Absatzkanal.
Düngemittelkosten bleiben ein Belastungsfaktor
Die neue Saison beginnt nach mehreren schwierigen Jahren für die Zuckerrohrwirtschaft im Nordosten Brasiliens. R7 zufolge belasteten niedrigere Auszahlungspreise für Zuckerrohr und gestiegene Produktionskosten das Ergebnis der vorherigen Ernte. Unabhängige Erzeuger im Nordosten griffen deshalb auf staatliche Hilfsprogramme zurück.
Düngemittel gehören zu den wichtigsten Kostenfaktoren und machen laut dem Bericht rund 40 % der landwirtschaftlichen Ausgaben aus. Celso betonte die Bedeutung der Unterstützung des Bundesstaates beim Einkauf von Betriebsmitteln. Ohne die im Rahmen dieser Hilfe bereitgestellten Düngemittel hätten die Erzeuger Schwierigkeiten beim Einkauf gehabt, und die folgende Ernte wäre gefährdet gewesen.
Für die Lieferanten von Coaf schafft die Wiederaufnahme des Werks in den kommenden Monaten eine Verarbeitungsmöglichkeit für die geplanten mehr als 900.000 Tonnen Zuckerrohr. Kraftstoff- und Getränkekäufer können mit 50 Millionen Litern Ethanol und 30 Millionen Litern Cachaça rechnen. Die tatsächliche Rohstoffverteilung kann sich ändern, falls Zucker rentabler wird. Die relativen Markterlöse bleiben damit während der Saison 2026/27 ein zentraler Faktor für die Entscheidungen des Werks.