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Chinesische Automarken erreichen in Rumänien mehr als 11 Prozent Marktanteil

Chinesische Automarken halten inzwischen mehr als 11 Prozent des rumänischen Pkw-Marktes. Damit liegt Rumänien europaweit auf Rang sieben und vor Deutschland, Frankreich und Portugal.

Chinesische Automarken erreichen in Rumänien mehr als 11 Prozent Marktanteil

Rumänien steigt zu einem führenden europäischen Markt für China-Marken auf

Chinesische Marken kommen inzwischen auf mehr als 11 Prozent des rumänischen Automarktes, berichtete Economica.net. Gemessen an ihrem Marktanteil ist Rumänien damit der siebtstärkste Markt in Europa und liegt vor größeren oder etablierteren Automärkten wie Deutschland, Frankreich und Portugal.

Das Ergebnis zeigt, wie schnell sich der lokale Wettbewerb verändert. Chinesische Konzerne wie BYD, SAIC und Chery bauen ihre Position zulasten traditioneller Hersteller wie Fiat, Ford und Citroën aus. Bemerkenswert ist das Tempo auch deshalb, weil MG Motor als anfänglich wichtigster Volumentreiber chinesischer Marken erst im Dezember 2023 offiziell in den rumänischen Markt eintrat.

Europäischer Marktanteil steigt von 0,5 auf 9,5 Prozent

Rumäniens Position ist Teil einer breiteren Expansion, die sich in den vergangenen fünf Jahren beschleunigt hat. Von Economica.net zitierte Daten von Dataforce zeigen, dass der gemeinsame Anteil chinesischer Marken in der Europäischen Union, im Vereinigten Königreich und in den EFTA-Staaten von 0,5 Prozent im Jahr 2021 auf 9,5 Prozent im ersten Halbjahr des erfassten Zeitraums gestiegen ist.

Der rumänische Wert von mehr als 11 Prozent liegt damit über dem regionalen Niveau. Für Importeure und Händler wächst der erreichbare Markt für Wartung, Finanzierung und Flottendienstleistungen rund um chinesische Fahrzeuge. Etablierte Hersteller geraten zusätzlich unter Druck, weil neue Wettbewerber innerhalb kurzer Zeit nennenswerte Stückzahlen erreicht haben.

Probleme im chinesischen Heimatmarkt verstärken den Exportdruck

Economica.net führt die Auslandsoffensive auf erhebliche Überkapazitäten, einen aggressiven Preiskampf und schwächere Bedingungen im chinesischen Heimatmarkt zurück. Laut der Publikation schrumpfte Chinas Automarkt in diesem Jahr um rund 20 Prozent. Große Hersteller priorisieren deshalb Exporte nach Europa, um ihre Gewinnmargen zu sichern und vorhandene Kapazitäten auszulasten.

Zunächst stützten chinesische Marken ihren Markteintritt auf aggressive Preise im Verhältnis zu Fahrzeuggröße und Ausstattung. Später kamen schnell weiterentwickelte Technologien und umfangreiche Ausstattungspakete hinzu, für die Premiumhersteller aus Europa, Japan, Südkorea oder den USA üblicherweise höhere Preise verlangen. Dem Bericht zufolge setzt diese Kombination nicht nur Volumenmarken, sondern auch die Auslieferungen von Audi, BMW und Mercedes-Benz unter Druck.

Zölle stoppen den Marktanteilsgewinn nicht

Die Expansion setzt sich trotz zusätzlicher Zölle der Europäischen Kommission von bis zu 35 Prozent auf batterieelektrische Fahrzeuge aus China fort. Die Abgaben gelten für reine Elektroautos, während die rumänische Marktanteilszahl chinesische Marken insgesamt erfasst. Die Daten zeigen somit, dass Zollbarrieren allein ihren Kundengewinn nicht verhindert haben.

Chinesische Unternehmen haben laut Economica.net außerdem die Preise in Schlüsselmärkten wie Deutschland deutlich gesenkt und das Mietwagengeschäft erschlossen. Flottenkanäle bringen Volumen und machen relativ neue Marken sichtbarer. Gleichzeitig stärken umfangreiche Serienausstattungen das Angebot für preissensible Privatkunden.

Rumäniens siebter Rang zeigt, dass der europäische Vormarsch nicht auf die größten Automärkte beschränkt bleibt. Ein Anteil von mehr als 11 Prozent, erreicht kurz nach dem offiziellen Marktstart von MG Motor im Dezember 2023, schafft eine stärkere Basis für den Ausbau von Händler- und Servicenetzen. Europäische, japanische, südkoreanische und US-Hersteller müssen nun auf Wettbewerber mit freien Kapazitäten, konkurrenzfähigen Preisen und zunehmend ausgereifter Fahrzeugtechnik reagieren.

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