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Chinas Traubenproduktion sinkt um bis zu 40 Prozent, Anbauer wechseln zu Blaubeeren

Chinas Produktion von Red-Globe-Trauben ist gegenüber dem Vorjahr um etwa 30-40 % gesunken, auch Shine Muscat und weitere Sorten liefern geringere Ernten. Einige Winzer haben Flächen auf Blaubeeren umgestellt, sodass die Exportsaison trotz stabiler asiatischer Nachfrage früher enden könnte.

Chinas Traubenproduktion sinkt um bis zu 40 Prozent, Anbauer wechseln zu Blaubeeren

Die geringere Ernte verkürzt das Exportfenster

Chinas Exportsaison für Trauben dürfte in diesem Jahr früher als üblich enden, nachdem die Produktion mehrerer wichtiger Sorten zurückgegangen ist, berichtet Soha. Die Nachfrage in den wichtigsten asiatischen Importmärkten bleibt stabil, doch im weiteren Saisonverlauf könnte sich das Angebot verknappen.

Yongjun Wang, Vertreter des Frischwarenexporteurs Xiamen Rainbow Fruit, bezifferte den Produktionsrückgang bei Red Globe in der laufenden Saison auf etwa 30-40 % gegenüber dem Vorjahr. Auch Shine Muscat und mehrere andere Sorten verzeichneten kleinere Ernten, vollständige Produktionsdaten liegen jedoch nicht vor.

Hinter dem Rückgang stehen neben der Erntemenge auch Änderungen bei den Anbauflächen. Laut Wang erzielten viele Betriebe in der vergangenen Saison keinen Gewinn mit Trauben. Daraufhin wurden einige Red-Globe- und Shine-Muscat-Anlagen durch Blaubeerkulturen ersetzt, wodurch für die aktuelle Traubenernte weniger Fläche verfügbar ist.

Die regionale Ernte läuft gewöhnlich von April bis Dezember

Die chinesische Red-Globe-Ernte beginnt üblicherweise etwa im April in der Provinz Yunnan und verlagert sich anschließend nach Norden, unter anderem nach Xinjiang und Dunhuang in der Provinz Gansu. Unter normalen Bedingungen dauert die Saison ungefähr bis Oktober.

Shine Muscat hat einen längeren Erntekalender, der gewöhnlich von April bis Dezember reicht. Das Angebot stammt vor allem aus Yunnan, Sichuan und weiteren Anbaugebieten. Xiamen Rainbow Fruit erwartet, dass die geringere Ernte die Exportsaison der meisten Sorten früher als üblich beenden wird.

Red Globe und Shine Muscat bleiben dennoch Chinas wichtigste Exporttrauben. Sie sind international breit akzeptiert und konkurrieren über Preis, Beerengröße und Optik. Chinesische Lieferanten bieten zudem flexible Verpackungen für Groß- und Einzelhandelskunden.

Die asiatische Nachfrage bleibt entscheidend

Xiamen Rainbow Fruit exportiert Red Globe, Shine Muscat, Crimson und Autumn Royal nach Indonesien, auf die Philippinen, nach Malaysia und Indien. Das Unternehmen liefert außerdem Spezialsorten wie Red Muscat und Long Crimson sowie gemischte Container für Kunden, die mehrere Produkte in einer Sendung beziehen möchten.

Das Unternehmen erzielte in der vergangenen Saison ein positives Exportwachstum und will sein Versandvolumen in diesem Jahr halten sowie seine Position in bestehenden Märkten ausbauen. Ab etwa August erwartet es einen deutlichen Anstieg der indischen Importnachfrage, entsprechend den saisonalen Verbrauchsmustern der vergangenen Jahre.

Die Exportpreise seien zuletzt leicht gefallen, als das saisonale Angebot seinen Höhepunkt erreichte, sagte Wang. Wenn die Mengen zum Saisonende abnehmen, könnten sich die Preise stabilisieren oder wieder steigen, abhängig von der Nachfrage in den einzelnen Märkten. Die kleinere Ernte und das frühere Saisonende bergen damit für Importeure das Risiko höherer Spätpreise.

Investitionen in die Kühlkette sichern die Exportqualität

China konkurriert mit mehreren anderen traubenexportierenden Ländern. Nach Wangs Angaben punkten chinesische Trauben nicht nur beim Preis, sondern auch bei Beerengröße, Erscheinungsbild und der flexiblen Anpassung der Verpackung an unterschiedliche Käuferanforderungen.

Xiamen Rainbow Fruit investiert weiter in die Nacherntebehandlung. Dazu gehören Verbesserungen bei Vorkühlung, Verpackung und Kühltransport sowie eine drahtlose GPS-Temperaturüberwachung während des gesamten Transports. Die Systeme sollen die Fruchtqualität bis zur Auslieferung erhalten, was für Exporte in weiter entfernte asiatische Märkte besonders wichtig ist.

Trotz des Produktionsrückgangs beurteilt das Unternehmen die diesjährigen Exportaussichten positiv und will seine traditionellen Märkte weiter beliefern. Ob das Volumen gehalten werden kann, hängt von der Beschaffung aus einer kleineren Ernte und der Bedienung der Nachfrage aus Indien und Südostasien innerhalb eines möglicherweise kürzeren Verkaufsfensters ab.

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