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China, Indien und Indonesien dominieren Kohleförderung bei 166 EJ globaler Nachfrage

China förderte 2025 4.663 Millionen Tonnen Kohle, Indien 1.084 Millionen und Indonesien 790 Millionen Tonnen. Die globale Nachfrage stieg um 0,7 % auf 166 EJ, gestützt durch Asien und eine wetterbedingte Erholung in den USA.

China, Indien und Indonesien dominieren Kohleförderung bei 166 EJ globaler Nachfrage

Asien bildet das Zentrum der Kohleförderung

China behauptete 2025 seine zentrale Stellung am globalen Kohlemarkt und förderte 4.663 Millionen Tonnen. Das geht aus einer auf Daten des Energy Institute basierenden Zusammenstellung von TAdviser hervor. Damit entfiel mehr als die Hälfte der weltweiten Produktion auf China. Indien folgte mit 1.084 Millionen Tonnen, Indonesien belegte mit 790 Millionen Tonnen Rang drei.

Russland war mit 429,2 Millionen Tonnen und einem Weltmarktanteil von 4,7 % der sechstgrößte Produzent. Die Rangliste zeigt die starke Konzentration des Angebots in Asien, wo große Stromsysteme, die Stahlindustrie und exportorientierte Bergwerke die Förderung stützen. Indonesien ist ein bedeutender Lieferant im internationalen Handel, während China und Indien einen großen Teil ihrer Produktion selbst verbrauchen.

China und Indien bestimmen den Großteil der Nachfrage

Stromerzeugung und Metallurgie blieben die wichtigsten Einsatzbereiche für Kohle in China. Im Jahr 2025 deckte der Brennstoff rund 40 % des gesamten Energieverbrauchs des Landes. Indien war mit einem Kohleanteil von 72 % am Energiemix deutlich stärker abhängig, obwohl der jährliche Verbrauch von 1,3 Milliarden Tonnen unter dem chinesischen Niveau lag.

Gemeinsam standen China und Indien 2025 für 70 % der globalen Nachfrage nach Kraftwerkskohle und 75 % der Nachfrage nach Kokskohle, berichtete TAdviser. Strombedarf, Stahlproduktion und Bergbaupolitik in beiden Ländern sind damit entscheidend für Produzenten und Händler im übrigen Markt. China hatte 2022 zudem den Bau von Kohlekraftwerken beschleunigt, wie das Centre for Research on Energy and Clean Air und Global Energy Monitor berichteten. Dies verdeutlicht die fortdauernde Rolle der Kohlekapazitäten trotz der Dekarbonisierungspolitik.

Globale Nachfrage steigt mit der Erholung in den USA

Die weltweite Kohlenachfrage nahm 2025 um 1,1 EJ auf 166 EJ zu, ein Plus von 0,7 % gegenüber dem Vorjahr. Die globale Förderung erreichte 180,8 EJ. Das Wachstum entsprach ungefähr dem Tempo von 2024 und lag über dem Durchschnitt des vorangegangenen Jahrzehnts.

In den USA kehrte sich die Entwicklung gegenüber dem Vorjahr deutlich um. Nach einem kalten Winter und einem Anstieg der Erdgaspreise um mehr als 50 % wuchs der Kohleverbrauch um 10 % auf 8,73 EJ. Die Stromerzeugung aus Kohle nahm um 93,2 TWh zu, während die Gaskraftproduktion um 61,8 TWh sank. Die Verschiebung zeigt, dass Brennstoffpreise und Wetter den langfristigen Kohlerückgang in reifen Strommärkten zeitweise umkehren können.

Europa senkt den Verbrauch, bleibt aber importabhängig

Europa reduzierte seinen Kohleeinsatz 2025 weiter: Die Förderung sank um 6,3 %, der Verbrauch um 3,1 %. Dennoch deckten Importe 41 % des regionalen Bedarfs. Die Einfuhren stiegen gegenüber dem Vorjahr um 0,8 % auf 3 EJ. Europäische Käufer bleiben deshalb trotz schrumpfender Gesamtnachfrage von internationaler Verfügbarkeit und Logistik abhängig.

Kasachstans frühere Reaktion auf veränderte europäische Bezugswege zeigte, wie schnell sich Handelsströme anpassen können. Von Januar bis Mai 2022 lieferte das Land 1,5 Millionen Tonnen Kohle in die Europäische Union, fast doppelt so viel wie im gesamten Jahr 2021, während russische Lieferungen mit Sanktionen belegt waren. Historische Preise belegen ebenfalls die Volatilität: Hochwertige Kohle kostete in Asien im Januar 2023 mehr als 400 $ je Tonne; zwischen dem 23. Februar und dem 14. März 2022 war der Preis von 186 auf 462 $ je Tonne gestiegen.

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