China und Indien stehen 2025 für rund 70 % des weltweiten Kohleverbrauchs
China und Indien verbrauchen zusammen rund 70 % der weltweiten Kohle und konzentrieren damit 2025 die globale Nachfrage in Asien. Trotz steigender Investitionen in erneuerbare Energien bleibt Kohle weltweit die wichtigste Quelle der Stromerzeugung.
Asiatische Nachfrage stützt den Kohleverbrauch
China und Indien verbrauchen 2025 zusammen rund 70 % der weltweiten Kohle. Damit bestimmen die beiden größten Energiemärkte Asiens maßgeblich die Aussichten für den Brennstoff. Wegen dieser Konzentration können Verbrauchsänderungen in einem der beiden Länder die globale Nachfrage, den Produktionsbedarf und die Markterwartungen erheblich beeinflussen.
Kohle bleibt 2025 trotz der zunehmenden Investitionen in erneuerbare Energien zugleich die weltweit wichtigste Quelle der Stromerzeugung. Beide Entwicklungen laufen parallel: Es kommen neue erneuerbare Kapazitäten hinzu, während Kohle in Stromsystemen, die große und wachsende Märkte versorgen müssen, weiterhin eine zentrale Rolle spielt.
Das vorliegende Quellenmaterial nennt weder getrennte Verbrauchswerte für China und Indien noch eine globale Tonnage oder einen Vergleich mit den Vorjahren. Der gemeinsame Anteil von rund 70 % zeigt jedoch, wie stark der weltweite Kohlemarkt von der Nachfrage in diesen beiden Ländern abhängt.
Investitionen in Erneuerbare verdrängen Kohle noch nicht
Die anhaltende Bedeutung der Kohle verdeutlicht den Unterschied zwischen dem Ausbau erneuerbarer Kapazitäten und einem sinkenden Einsatz bestehender Brennstoffe. Investitionen in erneuerbare Energien können das Angebot an CO2-ärmerem Strom erhöhen. Dem Material zufolge haben sie Kohle jedoch noch nicht von ihrer Position als wichtigstem Brennstoff der weltweiten Stromerzeugung verdrängt.
Für Kohleproduzenten und Händler ist die Stromnachfrage in China und Indien deshalb ein zentraler Faktor der Geschäftsplanung. Lieferanten für asiatische Märkte müssen die Entwicklung der Stromerzeugung und des Brennstoffbedarfs in beiden Ländern verfolgen. Investoren, die Kohleanlagen bewerten, treffen auf einen Markt, dessen globale Richtung eng mit wenigen Großverbrauchern verbunden ist.
Diese Konzentration schafft zugleich Risiken. Eine Veränderung der Kohleverstromung in China oder Indien könnte einen großen Teil des weltweiten Verbrauchs betreffen. Eine anhaltende Abhängigkeit von Kohle würde die Nachfrage dagegen auch dann stützen, wenn der Verbrauch andernorts sinkt. Das Material enthält keine Angaben zu Handelsmengen, Preisen oder zum Verhältnis zwischen heimischer Förderung und Importen. Auswirkungen auf einzelne Exportländer lassen sich daher nicht ableiten.
Südostasien baut weitere Kapazitäten auf
Mehrere südostasiatische Länder erweitern ebenfalls ihre Kapazitäten und verstärken damit die asiatische Dimension des Kohleausblicks. Das Material nennt weder die Länder und Projekte noch die eingesetzten Technologien oder den Umfang des Ausbaus. Die angegebene Richtung deutet jedoch darauf hin, dass sich die mit Kohle verbundene Strominfrastruktur in Teilen der Region weiterentwickelt.
Für Versorger, Bergbauunternehmen, Ausrüster und Brennstoffhändler ist deshalb entscheidend, wie schnell Investitionen in erneuerbare Energien den tatsächlichen Kohleeinsatz senken und nicht nur zusätzliche Kapazität schaffen. Die verfügbaren Informationen für 2025 zeigen eine ungleichmäßige Energiewende: Viele Länder beschleunigen ihre Investitionen in Erneuerbare, doch Kohle bleibt die wichtigste Quelle der weltweiten Stromerzeugung und rund 70 % des Verbrauchs entfallen auf China und Indien.