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Chinesische Staatskonzerne investieren 350 Millionen Dollar in 130.000 Hektar Agrarland in Angola

SinoHydro Group und CITIC Group haben Vereinbarungen über zusammen 350 Millionen US-Dollar zur Erschließung von 130.000 Hektar Mais-, Soja- und Getreidefläche in Angola unterzeichnet. SinoHydro erhält für eine 30.000 Hektar große Getreidezone 25 Jahre steuerfreie Landnutzung, rund 60 % der Produktion sind für den direkten Export nach China vorgesehen. CITIC investiert 250 Millionen US-Dollar in fünf Jahren in 100.000 Hektar.

Chinesische Staatskonzerne investieren 350 Millionen Dollar in 130.000 Hektar Agrarland in Angola

Zwei chinesische Staatskonzerne haben Vereinbarungen über zusammen 350 Millionen US-Dollar zur Erschließung landwirtschaftlicher Flächen in Angola unterzeichnet, mit Mais, Soja und weiterem Getreide als Kernkulturen. Das berichtet cafebiz.vn unter Berufung auf das angolanische Landwirtschaftsministerium. Beide Projekte umfassen zusammen 130.000 Hektar und weiten chinesische Investitionen im Land über die traditionellen Bereiche Öl und Infrastruktur hinaus auf den Pflanzenbau aus.

SinoHydro: 30.000 Hektar mit 25 Jahren Steuerfreiheit

Eine der Vereinbarungen betrifft die SinoHydro Group, den chinesischen Wasserkraft- und Tiefbaukonzern. Das Unternehmen will mehr als 100 Millionen US-Dollar investieren, um in sechs Provinzen im Osten Angolas eine Getreideproduktionszone von 30.000 Hektar aufzubauen.

Nach den von cafebiz.vn genannten Konditionen erhält SinoHydro das Nutzungsrecht an der Fläche für 25 Jahre ohne Steuerpflicht. Rund 60 % der Projektproduktion sollen direkt nach China exportiert werden. Zudem plant das Unternehmen ein Forschungs- und Versuchszentrum für Saatgut zur Steigerung der Erträge und will weitere chinesische Firmen in die angolanische Landwirtschaft holen.

CITIC: 250 Millionen Dollar für 100.000 Hektar Mais und Soja

Die zweite Vereinbarung wurde mit der CITIC Group geschlossen, dem staatlichen chinesischen Finanz- und Investmentkonzern. CITIC hat zugesagt, in den kommenden fünf Jahren 250 Millionen US-Dollar in die Erschließung von 100.000 Hektar für Mais und Soja zu investieren.

Nach Unternehmensangaben wurden Rodungsarbeiten bereits durchgeführt auf:

  • 3.000 Hektar in der Provinz Cuanza Norte;
  • 5.000 Hektar in der Provinz Malanje.

Im kommenden Jahr soll die Anbaufläche auf 10.000 bis 20.000 Hektar steigen. Als Ertragsziel nennt das Projekt rund 8 Tonnen Mais und 5 Tonnen Soja je Hektar. Auf dieser Basis würden die vollen 100.000 Hektar nach dem Ausbau mehrere hunderttausend Tonnen jährlich liefern; der Schritt von den bisher gerodeten 8.000 Hektar dorthin ist allerdings ein mehrjähriger Ausbau, der von Technik, Betriebsmitteln und ländlicher Logistik abhängt.

Angola: weniger Lebensmittelimporte, geringere Ölabhängigkeit

Das angolanische Landwirtschaftsministerium erklärte, die Vereinbarungen mit den chinesischen Unternehmen sollten die großflächige Getreideproduktion fördern, Erträge steigern, Arbeitsplätze schaffen und Lebensmittelimporte senken. Die Projekte entstehen vor dem Hintergrund der Bemühungen des Landes, die Wirtschaft zu diversifizieren und die Abhängigkeit vom Öl zu verringern.

Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen China und Angola konzentrierten sich jahrelang auf Rohöl und Infrastrukturprojekte; Angola ist einer der wichtigen Öllieferanten Chinas. Der Aufbau großer Getreidezonen verlagert diese Beziehung auf Ackerland und bringt Angola Kapital, Technologie und einen gesicherten Absatzmarkt, während chinesische Abnehmer eine zusätzliche externe Versorgungsquelle erhalten.

Chinas Suche nach alternativer Futtermittelbasis

Die Investition fällt in eine Phase, in der China seine Bezugsquellen für Agrarprodukte diversifiziert, insbesondere bei Rohstoffen für die Tierhaltung wie Soja. Derzeit importiert China Mais und Soja aus Südafrika, während Äthiopien und Benin weitere afrikanische Sojalieferanten sind.

Die Projekte in Angola zeigen, dass die Landwirtschaft neben Energie und Infrastruktur zu einem Feld erweiterter chinesischer Kooperation in Afrika wird. Die Konstruktion der Verträge, die langfristige Landnutzungsrechte mit einem festgelegten Exportanteil verbindet, rückt sie näher an vertikal integrierte Lieferprojekte als an Portfolioinvestitionen. Ihr späteres Gewicht in den Handelsströmen hängt davon ab, ob die angekündigten Erträge und das Tempo der Flächenerschließung erreicht werden.

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