Carlsberg füllt PepsiCo-Getränke ab 2029 in Litauen ab
Carlsberg Group übernimmt die Herstellung von PepsiCo-Produkten von Royal Unibrew und beginnt 2029 mit der Abfüllung in Litauen. Die Vereinbarung erweitert Carlsbergs PepsiCo-Abfüllnetz auf 15 Länder.
Produktion wechselt zu Carlsberg
Carlsberg Group wird ab 2029 in Litauen Erfrischungsgetränke von PepsiCo abfüllen. Grundlage ist eine neue strategische Partnerschaft, mit der der dänische Brauereikonzern seine Rolle in der Herstellung alkoholfreier Getränke ausbaut. Das litauische Wirtschaftsmedium VŽ berichtet, dass Carlsberg die Produktion des PepsiCo-Sortiments vom konkurrierenden Getränkehersteller Royal Unibrew übernimmt.
Litauen wird damit Teil einer größeren Gruppe nordischer und baltischer Märkte, in denen Carlsberg für die PepsiCo-Abfüllung verantwortlich sein wird. Nach Angaben auf der Carlsberg-Website, die VŽ zitiert, gilt die neue Vereinbarung ab 2029 für Litauen, Lettland, Estland, Finnland und Dänemark. Die verfügbaren Informationen nennen weder den vorgesehenen litauischen Standort noch die geplante Kapazität oder einen möglichen Bedarf an neuen Abfüllanlagen.
Abfüllnetz in 15 Ländern
Sobald die Vereinbarung vollständig umgesetzt ist, wird Carlsberg PepsiCo-Abfüllverträge in 15 Ländern halten. Als bereits erfasste Märkte nennt das Unternehmen das Vereinigte Königreich, Irland, Norwegen, Schweden, die Schweiz, Kasachstan, Kirgisistan, Laos und Kambodscha. Aserbaidschan folgt ab 2027, Dänemark, Finnland, Estland, Lettland und Litauen ab 2029.
Der Zeitplan zeigt, dass die Partnerschaft stufenweise eingeführt wird und nicht durch eine einmalige regionale Übergabe. Aserbaidschan wechselt 2 Jahre vor den 5 nordischen und baltischen Ländern in das System. Finanzielle Bedingungen, Vertragslaufzeit und die einzelnen PepsiCo-Marken im litauischen Produktionsprogramm wurden in den vorliegenden Quellen nicht genannt.
Folgen für die regionale Fertigung
Für die litauische Getränkeindustrie bedeutet die Änderung, dass ein bedeutender internationaler Auftrag für Erfrischungsgetränke zwischen zwei etablierten regionalen Anbietern wechselt. Carlsberg ist vor allem als Brauereikonzern bekannt. Die Vereinbarung erweitert jedoch das Geschäft mit Lohnabfüllung und stärkt die Rolle des Produktionsnetzes bei alkoholischen und alkoholfreien Getränken. Royal Unibrew gibt die PepsiCo-Produktion ab, sobald Carlsberg sie 2029 übernimmt.
Der Start in 5 Ländern könnte Carlsberg die Koordination von Produktion, Verpackung und Vertrieb in den eng verbundenen nordischen und baltischen Märkten erleichtern. Wie die Mengen auf einzelne Werke verteilt werden, hat das Unternehmen allerdings nicht erläutert. Litauens genaue Rolle bleibt daher über die bestätigte Abfüllung von PepsiCo-Getränken im Land hinaus offen.
Produzenten, Verpackungslieferanten und Logistikunternehmen erhalten mit der Vereinbarung einen festen Umsetzungstermin. Dienstleister der litauischen Getränkeindustrie können sich bis 2029 auf den Wechsel der Produktionsverantwortung vorbereiten. Ohne Angaben zu Kapazität, Investitionen und Beschaffung lässt sich die Wirkung auf die Nachfrage nach Flaschen, Dosen, Süßungsmitteln, Konzentraten und Transportleistungen jedoch noch nicht beziffern.
Weitere Einzelheiten stehen aus
Bestätigt sind die Übertragung der PepsiCo-Produktion von Royal Unibrew auf Carlsberg Group und die Aufnahme Litauens in Carlsbergs Abfüllsystem ab 2029. Durch die umfassendere Vereinbarung wird Carlsberg eine PepsiCo-Präsenz aufbauen, die Europa sowie Zentral- und Südostasien umfasst.
Weitere Mitteilungen müssen den Umfang des litauischen Betriebs, die betroffenen Marken und Verpackungsformate sowie die Zielmärkte der Produktion klären. Davon hängt ab, wie stark die Vereinbarung Litauens Getränkeproduktion und die regionalen Lieferströme verändert.
Vollständige Marktanalyse