Buschehr beginnt Limettenernte und erwartet rund 80.000 Tonnen
In der iranischen Provinz Buschehr hat die Limettenernte begonnen; die Produktion wird auf rund 80.000 Tonnen geschätzt. Auf 4.275 Hektar wachsen Limetten, von denen bislang 1.100 Tonnen aus vier Landkreisen vermarktet wurden.
Ernte beginnt in vier Landkreisen
In der iranischen Provinz Buschehr hat die Limettenernte begonnen. Die örtlichen Agrarbehörden erwarten in diesem Jahr eine Produktion von rund 80.000 Tonnen. Kobra Tavakoli, stellvertretende Leiterin für die Verbesserung der Pflanzenproduktion bei der provinziellen Organisation für Landwirtschaftlichen Dschihad, sagte Mehr News, dass in den Landkreisen Jam, Dashtestan, Dashti und Tangestan bereits 1.100 Tonnen geerntet und auf den Markt gebracht wurden.
Die Ernte begann in der ersten Hälfte des iranischen Monats Mordad und dauert an. Jam stellt laut Tavakoli den größten Anteil der Limettenproduktion der Provinz. Die Zahlen zeigen, dass der überwiegende Teil der erwarteten Ernte noch nicht in die Vermarktung gelangt ist. Im weiteren Saisonverlauf muss damit noch ein erhebliches Volumen geerntet und verkauft werden.
Limetten dominieren die Zitrusfläche
In Buschehr sind insgesamt 5.233 Hektar mit Zitrusfrüchten bepflanzt. Limettenhaine belegen davon 4.275 Hektar beziehungsweise 81,6% der gesamten Zitrusfläche. Aus der Produktionsprognose und der genannten Anbaufläche ergibt sich rechnerisch ein Ertrag von rund 18,7 Tonnen je Hektar. Mehr News nannte jedoch weder eine amtliche Ertragsschätzung noch einen Vergleich mit früheren Saisons.
Fars und Persian zählen zu den wichtigsten in Buschehr angebauten Limettensorten. Die Ernte versorgt den Markt der Provinz, während ein Teil der Produktion in benachbarte Provinzen geliefert wird. Angaben zu Liefermengen, Preisen, zur Nachfrage der Verarbeiter oder zum außerregional verkauften Anteil fehlen. Die Auswirkungen auf das regionale Angebot hängen daher davon ab, wie schnell die verbleibenden Früchte die Käufer erreichen.
Zitrusernte soll 91.209 Tonnen übersteigen
Die Agrarbehörden rechnen in diesem Jahr mit mehr als 91.209 Tonnen Zitrusfrüchten aus Buschehrs Plantagen, wobei Limetten eine deutliche Mehrheit stellen. Wird die Schätzung von rund 80.000 Tonnen erreicht, entfallen fast 88% des erwarteten Zitrusvolumens auf diese Frucht. Welche anderen Zitrusarten die übrige Menge bilden, wurde ebenso wenig genannt wie separate Prognosen.
Die bislang geerntete Menge entspricht weniger als 2% der prognostizierten Limettenproduktion. Für Erzeuger, Großhändler und Käufer in benachbarten Provinzen bedeutet dies, dass die wichtigste Angebotswelle noch bevorsteht. Exportpläne oder grenzüberschreitende Handelsströme wurden nicht gemeldet; als Absatzgebiete wurden lediglich Buschehr selbst und angrenzende iranische Provinzen genannt.
Hitze und Wasserknappheit prägen Investitionen
Tavakoli warnte, dass steigende Temperaturen, sinkende Niederschläge und begrenzte Wasserressourcen veränderte Anbaumethoden erforderlich machen. Sie empfahl dichter angelegte Plantagen sowie moderne Ausrüstung und Technologien, darunter Schattierungsanlagen, um klimabedingte Schäden zu verringern und die Produktivität zu erhöhen.
Die provinzielle Organisation für Landwirtschaftlichen Dschihad kündigte technische Unterstützung für Betriebe an, die neuere Methoden einsetzen. Für Buschehrs Limettensektor steht die Produktionsprognose damit neben einer langfristigen Einschränkung: Die Plantagen, die den Großteil der Zitrusernte liefern, müssen mit weniger Wasser und geringeren Hitzeschäden erhalten werden. Der Erfolg dieser Maßnahmen entscheidet darüber, ob sich das derzeitige Produktionsniveau unter schwierigeren Klimabedingungen halten lässt.