Bulog treibt Reisexport-Abkommen mit Malaysia und Singapur voran
Indonesiens staatliche Logistikgesellschaft Bulog beschleunigt die Gespräche über Reisexporte nach Malaysia und Singapur — 200.000 bzw. 10.000 Tonnen. Über den Preis wird noch verhandelt; die Regierung besteht darauf, dass die Geschäfte den heimischen Bauern nicht schaden.
Indonesiens staatliche Logistikgesellschaft Perum Bulog beschleunigt die Vorbereitung von Reisexporten nach Malaysia und Singapur. Dabei stehen Preissicherheit und der Schutz der heimischen Bauern im Vordergrund, wie Liputan6.com unter Berufung auf die Agentur Antara berichtet.
Bulog-Generaldirektor Ahmad Rizal Ramdhani erklärte, das Unternehmen setze unmittelbar die Anweisung des Leiters der Nationalen Ernährungsbehörde und Landwirtschaftsministers Andi Amran Sulaiman um, die technischen Gespräche mit beiden Ländern zu beschleunigen.
"Wir setzen die Anweisung des Ministers sofort um und gehen direkt auf Malaysia und Singapur zu, um Preissicherheit und andere Fragen zu klären", sagte Rizal am Montag, dem 13. Juli 2026.
Abkommen mit Malaysia stockt beim Zeitpunkt
Die Gespräche mit Malaysia haben noch nicht begonnen, da die malaysische Regierung noch nicht bereit ist, eine Delegation von Bulog zu empfangen. Rizal bezeichnete die Verzögerung als interne Angelegenheit Malaysias und fügte hinzu, der Kontakt werde fortgesetzt, damit die Verhandlungen so bald wie möglich starten können.
"Wir sind noch nicht dort, weil sie nicht bereit sind. Wir können nicht einfach hinfahren, wenn sie uns noch nicht empfangen können — das wäre unpassend. Aber wir drängen weiter, damit sie bereit sind, uns zu empfangen, und Klarheit über den Preis besteht", sagte Rizal.
Bulog hatte zuvor einen Plan zum Export von 200.000 Tonnen Reis nach Malaysia genannt, der sich noch in der Phase der Preisverhandlung befindet. Um den Prozess zu beschleunigen, planen Bulog und ein Team des Landwirtschaftsministeriums eine Reise nach Sarawak in Malaysia, um über die Zusammenarbeit im Reishandel zu sprechen.
Für Singapur werden 10.000 Tonnen vorbereitet
Neben Malaysia bereitet die Regierung den Export von 10.000 Tonnen Reis nach Singapur vor. Dieser Plan wurde bei einem bilateralen Treffen zwischen Landwirtschaftsminister Andi Amran Sulaiman und der singapurischen Ministerin für Nachhaltigkeit und Umwelt, Grace Fu, am 29. Juni in der Zentrale des Landwirtschaftsministeriums in Jakarta erörtert.
Bauernschutz setzt die Preisuntergrenze
Rizal betonte, dass Bulog bei jeder Exportverhandlung der Vorgabe von Präsident Prabowo Subianto folge, wonach der vereinbarte Reispreis die indonesischen Bauern nicht benachteiligen dürfe. Vielmehr solle der Export den Bauern angemessene Erträge bringen und zugleich die nationalen Wirtschaftsinteressen stützen.
Wenn die Verhandlungen reibungslos verlaufen, sollen die Exporte nach Malaysia und Singapur ein erster Schritt zur Erweiterung des indonesischen Reismarktes sein. Ziel sei es, Indonesiens Position als Reisproduzent in der Region zu stärken und neue Märkte zu erschließen, wobei das Wohl der Bauern im Vordergrund stehe, berichtet Liputan6.com.