Bulogs Reisankauf erreicht 2026 den Rekordwert von 4,11 Millionen Tonnen
Indonesiens Bulog beschaffte bis zum 8. Oktober 2026 insgesamt 4.115.014 Tonnen Reisäquivalent und übertraf damit den staatlichen Auftrag. Zentraljava steuerte 406.253 Tonnen bei und erreichte 108,43 % seines Jahresziels.
Landesweite Beschaffung übertrifft den Regierungsauftrag
Die indonesische staatliche Lebensmittellogistikbehörde Perum Bulog beschaffte bis zum 8. Oktober 2026 insgesamt 4.115.014 Tonnen Reisäquivalent und erzielte damit den höchsten Wert ihrer Geschichte, berichtete Zonapasar.com. Das Volumen entsprach 102,88 % des staatlichen Auftrags von 4 Millionen Tonnen. Die Beschaffung soll bis zum Jahresende weiterlaufen.
Das Ergebnis übertraf den bisherigen Bulog-Rekord von 3,65 Millionen Tonnen aus dem Jahr 2012. Gegenüber den im Gesamtjahr 2025 beschafften 3.191.969 Tonnen lag die Menge um 923.045 Tonnen höher, was auf Basis der veröffentlichten Zahlen einem Zuwachs von rund 29 % entspricht. Die vorzeitige Zielerfüllung verschafft der Regierung mehr Reis aus heimischer Produktion für öffentliche Reserven und Markteingriffe.
Die Angaben beruhen auf Reisäquivalenten, weil Bulog sowohl Rohreis als auch verarbeiteten Reis ankauft. Eine Überschrift von Kompas bezeichnete die 4,11 Millionen Tonnen als Rohreis, während die von Zonapasar.com veröffentlichten detaillierten Bulog-Daten die nationale Menge als Reisäquivalent auswiesen. Diese Kennzahl macht unterschiedliche Verarbeitungsstufen im Beschaffungssystem vergleichbar.
Zentraljava erreicht 108,43 % des Ziels
Zentraljava beschaffte 406.253 Tonnen Reisäquivalent bei einem Ziel für 2026 von 374.658 Tonnen. Die Provinz übertraf ihre Vorgabe damit um 31.595 Tonnen und erreichte 108,43 %. Der Ankauf von Rohreis im Zuständigkeitsbereich der Bulog-Regionalverwaltung Zentraljava belief sich separat auf 788.606 Tonnen.
Sri Muniati, Leiterin der Bulog-Regionalabteilung in Zentraljava, führte das Ergebnis auf die Zusammenarbeit von Landwirten, Beschaffungspartnern, Behörden, Regionalregierungen, Militär, Polizei und Bulog-Beschäftigten zurück. Die Behörde verstärkte zudem ihr Einkaufsnetz in den Erzeugerregionen und nutzte Verarbeitungsanlagen und Lagerkapazitäten, um insbesondere während der Ernte größere Mengen aufzunehmen.
Zentraljava stellte knapp 10 % der landesweiten Bulog-Beschaffung auf Basis des Reisäquivalents. Die Übererfüllung zeigt die Bedeutung regionaler Sammelstrukturen: Das nationale Ergebnis hängt nicht allein von der Ernte ab, sondern auch davon, ob Getreide bei hohem Marktaufkommen gekauft, verarbeitet, transportiert und eingelagert werden kann.
Größere Bestände stützen Erzeuger und Marktinterventionen
Für Landwirte schafft die staatliche Beschaffung während der Ernte einen zusätzlichen Absatzkanal und verringert das Risiko fehlender Käufer bei saisonal gebündeltem Angebot. Bulog will die heimische Produktion weiter aufnehmen und den Erzeugern mehr Marktsicherheit bieten. Entscheidend bleibt, ob die Ankaufstellen erreichbar sind und Verarbeitung sowie Lagerung mit den eingehenden Mengen Schritt halten.
Für die Regierung stärkt der Rekordankauf die staatliche Reisreserve CBP. Diese Bestände können für Preisstabilisierungsprogramme und die Lebensmittelversorgung der Bevölkerung eingesetzt werden. Die veröffentlichte Zahl beschreibt jedoch die Beschaffung und nicht den Nettobestand der Reserve, der auch von Freigaben, Verteilungsprogrammen und weiteren Bewegungen im Jahresverlauf abhängt.
Bulog will bis Ende 2026 weiterhin Rohreis und verarbeiteten Reis ankaufen. Nachdem der Jahresauftrag am 8. Oktober bereits um 115.014 Tonnen übertroffen war, werden zusätzliche Mengen die Auslastung von Lagern und Verarbeitungsanlagen weiter erhöhen. Kurzfristig stärkt dies die staatliche Nachfrage nach der heimischen Ernte; langfristig entscheidet die effiziente Lagerung und Freigabe über die Wirkung der größeren Bestände.