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Brasiliens containerisierte Fruchtexporte steigen im ersten Halbjahr 2026 um 20,4%

Brasilien exportierte im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 36.552 TEU Obst, 20,4% mehr als im Vorjahreszeitraum, zeigen Daten von Datamar. Melonen und Wassermelonen führten die Lieferungen an; rund 85% gingen in die Niederlande, nach Spanien und ins Vereinigte Königreich.

Brasiliens containerisierte Fruchtexporte steigen im ersten Halbjahr 2026 um 20,4%

Containerverladungen erreichen 36.552 TEU

Brasiliens containerisierte Fruchtexporte stiegen im ersten Halbjahr 2026 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 20,4% auf 36.552 Zwanzig-Fuß-Standardcontainer. Das zeigen von Notícias Agrícolas und CNN Brasil veröffentlichte Daten von Datamar. Erfasst sind die Lieferungen von Januar bis Juni; im gesamten Jahr 2025 exportierte Brasilien 80.179 TEU Obst.

Nach Gewicht und unter Einbeziehung der beiden wichtigsten Seetransportarten fiel das Wachstum noch stärker aus. In den ersten sechs Monaten 2026 verschiffte Brasilien 498.915 Tonnen Obst in Containern und auf konventionellen Kühlschiffen, 29,2% mehr als im Vorjahreszeitraum. Davon wurden 48.846 Tonnen mit klassischen Kühlschiffen transportiert.

Datamar-Geschäftsführer Andrew Lorimer erklärte, die vorläufigen Zahlen des Unternehmens stimmten mit den amtlichen Daten von Comex Stat überein und deuteten für 2026 auf ein weiteres Rekordjahr bei Brasiliens Fruchtexporten hin. Das Ergebnis sei besonders relevant, weil ein großer Teil der Ausfuhren mehrerer wichtiger brasilianischer Obstarten gewöhnlich erst im zweiten Halbjahr erfolge.

Melonen, Mangos und Zitrusfrüchte dominieren

Melonen und Wassermelonen bildeten von Januar bis Juni mit 9.825 TEU die größte Kategorie im Containerverkehr. Dahinter folgten Mangos mit 9.399 TEU sowie Zitronen und Limetten mit 8.849 TEU. Zusammen stellten diese drei Produktgruppen den größten Teil der brasilianischen containerisierten Fruchtausfuhren.

Die Produktzusammensetzung zeigt, dass Brasilien ausländische Käufer in Zeiten saisonal geringerer Produktion auf den Zielmärkten beliefern kann. Lorimer verwies auf die sich ergänzenden brasilianischen und europäischen Erntezeiten bei Melonen, Mangos und Trauben. Brasilianische Melonen gewinnen beispielsweise während des europäischen Winters Marktanteile, wenn die spanische Produktion deutlich niedriger ist.

Europa nimmt rund 85% der Lieferungen ab

Die Daten zu den Bestimmungsländern zeigen eine starke Marktkonzentration. Die Niederlande erhielten 20.321 TEU und damit 55,6% der vom Datamar-System DataLiner erfassten brasilianischen Fruchtexporte. Spanien belegte mit 5.499 TEU und einem Anteil von 15,1% den zweiten Platz, gefolgt vom Vereinigten Königreich mit 5.218 TEU beziehungsweise 14,3%.

Zusammen entfielen auf diese drei europäischen Märkte rund 85% der brasilianischen Fruchtexporte in Containern. Europa ist dank des antizyklischen Angebots seit Langem ein wichtiger Handelspartner der brasilianischen Obstwirtschaft. Die Konzentration bedeutet zugleich, dass Nachfrage, Hafenbetrieb und Logistikbedingungen in wenigen europäischen Märkten einen überproportionalen Einfluss auf brasilianische Exporteure haben.

Konventionelle Kühlschiffe bleiben ein weiterer wichtiger Bestandteil der Logistik. Nach Schätzung von Datamar beförderten sie im ersten Halbjahr rund 10% der brasilianischen Fruchtexporte auf dem Seeweg. Lorimer zufolge hat diese Transportart in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen; das Wachstum der Branche reicht somit über den Containerverkehr hinaus. Datamar erwartet, dass das Tempo des ersten Halbjahres und die saisonal höheren Lieferungen einiger Früchte im weiteren Jahresverlauf 2026 einen neuen Exportrekord ermöglichen.

Vollständige Marktanalyse

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