Aussaat von Brasiliens Sommermais erreicht im Zentrum-Süden 35,5 %
Bis zum 25. September waren im brasilianischen Zentrum-Süden 35,5 % der geplanten 3,561 Millionen Hektar Sommermais für 2026/27 bestellt. Der Fortschritt lag unter den 36,8 % des Vorjahres, aber über dem Fünfjahresmittel von 33,1 %, wobei große Unterschiede zwischen den Bundesstaaten bestehen.
35,5 % der geplanten Fläche bestellt
Die Aussaat von Sommermais der Saison 2026/27 hatte im brasilianischen Zentrum-Süden bis Freitag, den 25. September, 35,5 % der geplanten Fläche erreicht. Das geht aus einer am 28. September veröffentlichten Erhebung von Safras & Mercado hervor. Das Beratungsunternehmen veranschlagt die Anbaufläche auf 3,561 Millionen Hektar.
Aus der Flächenprognose und dem gemeldeten Fortschritt ergibt sich eine bereits bestellte Fläche von rund 1,264 Millionen Hektar. Die Prozentangabe beschreibt den Stand der Feldarbeiten und keine Produktionserwartung. Eine Prognose für Ertrag oder Erntemenge enthielt die Erhebung nicht.
Zum gleichen Zeitpunkt der vorigen Saison waren 36,8 % von geschätzten 3,608 Millionen Hektar bestellt. Der aktuelle Wert lag jedoch über dem Fünfjahresdurchschnitt von 33,1 % für diesen Zeitraum. Damit bewegt sich die Kampagne zwischen dem langjährigen saisonalen Tempo und dem schnelleren Verlauf des Vorjahres.
Südliche Bundesstaaten liegen vorn
Am weitesten war die Aussaat in Rio Grande do Sul fortgeschritten. Dort waren 67,9 % der geplanten 940.000 Hektar bestellt. Santa Catarina erreichte 50,1 % von geschätzten 597.000 Hektar, Paraná 50,2 % von prognostizierten 537.000 Hektar.
Auf diese drei südlichen Bundesstaaten entfallen zusammen 2,074 Millionen Hektar und damit mehr als die Hälfte der erwarteten Fläche im Zentrum-Süden. Sie stellen folglich den größten Teil der bereits bestellten Fläche und prägen den zeitlichen Verlauf der frühen Bestandsentwicklung.
Weiter nördlich waren die Arbeiten deutlich weniger weit fortgeschritten. São Paulo meldete 6,5 % von geplanten 293.000 Hektar, Minas Gerais 4,7 % von geschätzten 847.000 Hektar. In Mato Grosso do Sul, Goiás und dem Bundesdistrikt sowie in Mato Grosso hatte die Aussaat laut Safras & Mercado noch nicht begonnen.
Folgen für Fläche und Angebot
Die prognostizierte Fläche im Zentrum-Süden liegt 47.000 Hektar unter der vergleichbaren Vorjahresschätzung von 3,608 Millionen Hektar. Das entspricht einem Rückgang von rund 1,3 %. Safras & Mercado nannte keinen Grund für die Veränderung. Aus den Aussaatdaten allein lässt sich auch nicht ableiten, ob die kleinere Fläche zu einer geringeren Produktion führen wird.
Für Erzeuger, Verarbeiter und Getreidehändler signalisiert der Gesamtwert trotz großer regionaler Unterschiede weiterhin ein annähernd normales Tempo. Im Süden liegen bereits beträchtliche Flächen unter Saat, während São Paulo und Minas Gerais noch am Anfang stehen und mehrere zentrale Bundesstaaten noch nicht begonnen haben. Das spätere Inlandsangebot hängt neben dem Abschluss der Aussaat auch von Wetter und Erträgen ab, zu denen die Erhebung keine Angaben machte.