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Brasiliens Sojapreise bleiben stabil: wenig Geschäfte, neue Ernte über 150 Real

Brasiliens Sojamarkt schloss am Dienstag, 22. September, nahezu unverändert, die Angebote waren überwiegend nominell und feste Abschlüsse blieben aus. Die Hafenreferenzen für prompte Ware liegen weiter über 160,00 R$ je Sack, die Ernte 2026/27 über 150,00 R$; die CBOT-Futures holten ihre Tagesverluste vor dem Treffen von Trump und Xi weitgehend auf.

Brasiliens Sojapreise bleiben stabil: wenig Geschäfte, neue Ernte über 150 Real

Brasiliens Sojamarkt hat den Dienstag, 22. September, nahezu unverändert beendet: Die Notierungen an den wichtigsten Handelsplätzen des Landes blieben weitgehend stehen, feste Abschlüsse waren rar, wie SpaceMoney und Canal Rural berichten. Rafael Silveira vom Beratungshaus Safras & Mercado erklärte, ein Großteil der im Tagesverlauf gestellten Angebote sei lediglich nominell gewesen; weder im Spotmarkt noch bei der kommenden Ernte habe es nennenswerte Dynamik gegeben.

Kassanotierungen stabil, weite Abschläge im Binnenland

In Rio Grande do Sul wurde Passo Fundo mit 155,00 R$ je Sack notiert, Santa Rosa mit 156,00 R$ und der Hafen Rio Grande mit 163,00 R$. In Parana gab Cascavel von 152,00 R$ auf 151,00 R$ nach, Paranagua von 163,00 R$ auf 162,00 R$, so SpaceMoney. Im Zentralwesten lagen Rondonopolis in Mato Grosso und Dourados in Mato Grosso do Sul bei jeweils 147,00 R$, Rio Verde in Goias bei 149,00 R$. Canal Rural zeichnete dasselbe Bild: praktisch stabile Notierungen an den wichtigsten Plätzen, punktuelle Abschläge im physischen Markt und in den Häfen.

Prämien, Wechselkurs und Chicago bewegten sich kaum und hielten den brasilianischen Kassamarkt nahe der Stabilität. Der US-Dollar schloss 0,08% schwächer bei 5,1027 R$ im Verkauf und 5,1007 R$ im Ankauf, nach einer Tagesspanne von 5,0972 bis 5,1357 R$.

Verkäufer halten zurück, die Aussaat hat Vorrang

Ronaldo Fernandes, Direktor von Royal Rural, sagte in der Sendung Bom Dia Agronegocio, die Vermarktung habe genau in dem Moment an Tempo verloren, in dem sich die Erzeuger auf die Bestellung der neuen Ernte konzentrieren. "Es gibt Nachfrage, der inländische Käufer braucht Soja, klopft an die Tür, findet aber nicht viel Ware", erklärte er. Die Hafenreferenzen für prompte Soja liegen weiterhin über 160,00 R$ je Sack, während die Ernte 2026/27 über 150,00 R$ gehandelt wird, sagte Fernandes gegenüber Noticias Agricolas. Er nannte 155,00 R$ für Lieferung im Februar mit Zahlung im April sowie 151,00 R$ für Lieferung im März, ebenfalls mit Zahlung im April.

Der Spotmarkt läuft seit mehreren Wochen seitwärts: Die Preise haben etwas an Kraft verloren, können angesichts der Inlandsnachfrage und der Zurückhaltung der Verkäufer aber nicht dauerhaft nachgeben. Die Referenzen für die neue Ernte ziehen dagegen schrittweise an.

Chicago holt Verluste auf, Blick auf das Treffen mit China

An der CBOT schlossen die Soja-Futures nahezu unverändert, nachdem sie den Großteil der zu Handelsbeginn verzeichneten Verluste aufgeholt hatten. Der Kontrakt November 2026 ging mit 13,25 1/2 US-Dollar je Bushel aus dem Handel, ein Minus von 2,50 Cent (0,18%); Januar 2027 verlor 2,75 Cent (0,20%) auf 13,41 1/4 US-Dollar. Noticias Agricolas meldete März bei 13,48 US-Dollar (minus 3 Punkte) und Mai bei 13,55 US-Dollar (minus 2,75 Punkte). Sojaschrot Dezember gewann 0,62% beziehungsweise 2,30 US-Dollar auf 370,70 US-Dollar je Tonne, Sojaöl Dezember schloss bei 67,92 Cent, ein Rückgang um 0,93 Cent (1,35%).

SpaceMoney führte die Abgaben zum Handelsschluss auf die Vorsicht vor dem Treffen von Donald Trump und Xi Jinping am Donnerstag im Weißen Haus zurück. Händler erwarten zusätzliche chinesische Käufe von US-Soja und beobachten eine mögliche Änderung der chinesischen Einfuhrzölle auf Soja aus den USA, bleiben bei konkreten Fortschritten aber zurückhaltend. Die Erwartungen hatten sich am Montag verstärkt, nachdem Scott Bessent, Chef des US-Finanzministeriums, die Gespräche mit der chinesischen Regierung als erfolgreich bezeichnet hatte; auch Trumps Rede vor den Vereinten Nationen wirkte nach. Agrinvest Commodities verwies darauf, dass Sinograin 543.000 Tonnen importierte Sojabohnen zur Auktion gestellt hat. Das rotiert die chinesischen Bestände und könnte Raum für neue US-Ladungen schaffen, ist aber noch keine Bestätigung zusätzlicher Käufe.

Das Wetter wird zur nächsten Variablen

Fernandes sagte, auch das Näherrücken der Phase, in der China traditionell einen größeren Teil seiner Käufe in die Vereinigten Staaten verlagert, fließe in die brasilianische Preisbildung ein und könne die brasilianischen Prämien belasten, vor allem im Spotmarkt. Er betonte jedoch, die Bewegung sei saisonal und bedeute keinen Rückzug Chinas aus dem brasilianischen Markt. Für 2026/27 nannte er einen anderen Treiber: "Was diese künftige Soja jetzt bestimmen wird, ist das Wetter. Das Wetter steckt noch nicht im Preis." Die jüngsten Bewegungen seien vor allem geopolitisch bestimmt gewesen, mit dem Konflikt zwischen Russland und der Ukraine, der die Märkte für Weizen und Sonnenblumenschrot und über Substitution auch Mais und den Sojakomplex beeinflusst habe. "Ohne die Geopolitik hätten wir in Chicago wegen der Ernte längst fallende Preise", sagte er. Die Aussaat der Ernte 2026/27 hat in Brasilien begonnen, doch fehlende Bodenfeuchte bremst den Fortschritt in Mato Grosso.

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