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Brasilien hebt Prognose für Sojaschrotexporte 2026 auf Rekordwert an

Abiove erhöhte Brasiliens Prognose für die Sojaschrotexporte 2026 wegen solider Auslandsnachfrage um 400.000 Tonnen auf den Rekordwert von 25,3 Millionen Tonnen. Rekordwerte bei Verarbeitung und Produktion sollen sowohl 8,7 % mehr Exporte als auch eine steigende Inlandsnachfrage ermöglichen.

Brasilien hebt Prognose für Sojaschrotexporte 2026 auf Rekordwert an

Exportprognose steigt um 400.000 Tonnen

Brasilien dürfte 2026 eine Rekordmenge von 25,3 Millionen Tonnen Sojaschrot exportieren. Der brasilianische Verband der Pflanzenölindustrie Abiove erhöhte seine Prognose gegenüber dem Vormonat um 400.000 Tonnen. Reuters berichtete, dass die Anhebung um 1,6 % auf eine laut Verband solide Auslandsnachfrage zurückgeht.

Die neue Prognose liegt nach Angaben von Abiove 8,7 % über den brasilianischen Sojaschrotexporten von 2025. Brasilien ist nach Argentinien der zweitgrößte Exporteur dieses Futtermittelbestandteils weltweit. Die Korrektur ist deshalb für Käufer und konkurrierende Anbieter auf dem globalen Futtermittelmarkt relevant. Der Verband vertritt im Land tätige Handels- und Ölsaatenverarbeitungsunternehmen.

Rekordverarbeitung vergrößert das Schrotangebot

Abiove erwartet für 2026 eine brasilianische Sojaschrotproduktion von rekordhohen 48,7 Millionen Tonnen. Das Angebot soll sowohl die höheren Exporte als auch die vom Verband auf 21,4 Millionen Tonnen geschätzte Inlandsnachfrage decken. Export- und Verbrauchsprognose summieren sich auf 46,7 Millionen Tonnen. Der verbleibende Anteil entfällt auf andere Verwendungen und Bestandsveränderungen, deren Aufteilung in den veröffentlichten Zahlen jedoch nicht erläutert wurde.

Gestützt wird der Produktionsausblick durch eine erwartete Sojabohnenverarbeitung von 63,3 Millionen Tonnen, ebenfalls ein Jahresrekord. Gegenüber der Abiove-Schätzung vom Juli blieb der Wert unverändert. Bis einschließlich Juni wurden 28,30 Millionen Tonnen verarbeitet, 7,7 % mehr als im entsprechenden Zeitraum 2025, berichtete Reuters unter Berufung auf die Monatsdaten des Verbandes. Damit baut Brasilien seine Rolle über den Export unverarbeiteter Bohnen hinaus in der Produktion von Schrot und Öl aus.

Große Ernte versorgt Export und Binnenmarkt

Abiove schätzt Brasiliens Sojabohnenproduktion 2026 auf 180,4 Millionen Tonnen und folgt damit den Daten der nationalen Versorgungsgesellschaft Conab. Die Ausfuhren von Sojabohnen werden mit 115,4 Millionen Tonnen, die Einfuhren mit 900.000 Tonnen veranschlagt. Eine große Ernte und die Rekordverarbeitung liefern gemeinsam den Rohstoff für die höhere Sojaschrotproduktion.

Für Futtermittelhersteller und Importeure bedeuten die zusätzlichen 400.000 Tonnen ein größeres potenzielles Angebot aus Brasilien. Für Verarbeiter zeigen die gleichzeitigen Rekorde bei Verarbeitung, Produktion und Export, dass die Auslandsnachfrage einen Teil der zusätzlichen Mengen aufnimmt, während auch der brasilianische Markt wächst. Argentinien bleibt Brasiliens wichtigster Wettbewerber im weltweiten Sojaschrothandel. Abiove legte allerdings weder Prognosen nach Zielländern noch Preisprognosen vor. Die Folgen für einzelne Importmärkte werden daher vom Kaufverhalten, den Frachtkosten und dem Zeitpunkt der brasilianischen Lieferungen abhängen, zu denen die Aktualisierung keine Angaben machte.

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