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Bio Friends plant DME-Werk für 12 Millionen $ in Indonesien

Bio Friends und indonesische Partner planen in Sidoarjo in Ostjava ein Dimethylether-Werk für rund 12 Millionen $. Die Anlage soll ab 2028 jährlich 10.000 Tonnen produzieren; zudem wird ein größeres CCU-basiertes Kraftstoffprojekt geprüft.

Bio Friends plant DME-Werk für 12 Millionen $ in Indonesien

Partner planen sauberes Kraftstoffprojekt für 12 Millionen $

Bio Friends Inc. hat mit indonesischen Partnern eine Investitionsvereinbarung für den Bau eines Dimethylether-Werks in Sidoarjo in der Provinz Ostjava geschlossen. Damit bereitet das südkoreanische Unternehmen seinen Eintritt in den indonesischen Markt für sauberere Kraftstoffe vor. Nach Angaben von Media Indonesia wurde die Vereinbarung im DME-Produktionswerk von Bio Friends in Boeun in der südkoreanischen Provinz Nord-Chungcheong unterzeichnet.

Umgesetzt werden soll das Vorhaben durch die lokale Tochter PT Bio Friends Indonesia, den bestehenden Partner PT Arasy Energi Indonesia und PT Dimethyl Ether Nusantara, eine neu gegründete Tochter der indonesischen Investmentgesellschaft NEI. Das geplante Werk erhält eine Jahreskapazität von 10.000 Tonnen. Die Baukosten werden auf rund 12 Millionen $ geschätzt und sollen durch Eigenkapital der beteiligten Unternehmen sowie eine Projektfinanzierung gedeckt werden.

Planung, Genehmigungen und Abnahmeverträge für 2026

Laut Media Indonesia wollen die Partner 2026 die Basisplanung und eine Machbarkeitsstudie zu technischen, finanziellen, ökologischen und sozialen Fragen vorantreiben. Zu den Vorarbeiten gehören außerdem der Grundstückserwerb, ein Liefervertrag für den Rohstoff Methanol sowie zentrale indonesische Genehmigungen für Raumnutzung, Umwelt und Bau.

Vor dem Produktionsbeginn sollen Abnahmeverträge für mindestens 70 % der Werksproduktion gesichert werden. Ab 2028 ist eine Produktion und Lieferung von jährlich 10.000 Tonnen DME vorgesehen. Die koreanischen Anteilseigner, darunter Bio Friends, sollen zusammen 51 % der Projektgesellschaft halten. Die Vereinbarung dient zugleich als Rahmen, um weitere Investoren aus Südkorea und Indonesien zu gewinnen und zusätzliche Finanzierung zu beschaffen.

Bio Friends behält die Technologierechte

Bio Friends liefert die DME-Produktionstechnologie, die Basisplanung und betriebliches Prozesswissen. Die indonesischen Partner übernehmen lokale Genehmigungen, die Koordination von EPC-Leistungen, Finanzierung, betriebliche Unterstützung und Marktentwicklung. Technologie, technische Daten, Betriebswissen und damit verbundenes geistiges Eigentum bleiben laut Vereinbarung ausschließliches Eigentum von Bio Friends.

NEI kommt sowohl als Investor als auch als potenzieller Abnehmer infrage. Schiffe, Kräne, schwere Lastwagen und weitere Industrie- und Logistikanlagen des Unternehmens könnten erste Einsatzfelder für DME als Motorkraftstoff bieten. Media Indonesia nennt außerdem Hafengeräte, Stromgeneratoren, Industriekessel und schwere Logistikmaschinen. DME lässt sich ähnlich wie LPG handhaben und könnte damit Indonesiens Bemühungen unterstützen, die Abhängigkeit von importiertem LPG und Diesel zu verringern und die dezentrale Energieversorgung des Inselstaats auszubauen.

Größerer Ausbau mit CO2-Nutzung wird geprüft

Die Partner beraten außerdem über ein Folgeprojekt für grünes Methanol und grünes DME mit einer Jahreskapazität von 100.000 Tonnen. Bio Friends prüft indonesische Projekte zur CO2-Abscheidung und -Nutzung auf Grundlage einer Technologie zur Umwandlung von CO2 in Methanol, die derzeit in einer Demonstrationsanlage in Danyang in Südkorea entwickelt wird. Das Modell sieht vor, Emissionen indonesischer Zementwerke, Stahlunternehmen und Kraftwerke abzuscheiden und in Methanol und DME umzuwandeln.

Die erste Phase bleibt auf 10.000 Tonnen Produktion und Lieferung pro Jahr begrenzt. In einer späteren Phase könnte die DME-Kapazität auf mehr als 100.000 Tonnen steigen und der Kraftstoff in eigenen Maschinen, Schiffen und Logistikanlagen von NEI eingesetzt werden. Für den größeren Ausbau fehlen noch Projektentwicklung, Käufer und Finanzierung. Beim ersten Werk müssen zunächst Planung, Genehmigungen, Grundstück, Rohstoffversorgung und Abnahmeverträge abgeschlossen werden.

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