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Bima setzt nach Salzernte von 119.311,24 Tonnen auf lokale Verarbeitung

Der indonesische Regierungsbezirk Bima produzierte 2025 insgesamt 119.311,24 Tonnen Salz, 8,35 % weniger als im Vorjahr. Eine Waschanlage im Wert von 13 Milliarden Rupiah soll die Qualität verbessern und mehr Wertschöpfung in der Region halten.

Bima setzt nach Salzernte von 119.311,24 Tonnen auf lokale Verarbeitung

Bima will Rohsalz stärker vor Ort verarbeiten

Die Verwaltung des Regierungsbezirks Bima in der indonesischen Provinz West-Nusa Tenggara treibt die Weiterverarbeitung von Salz voran, nachdem die lokale Produktion 2025 insgesamt 119.311,24 Tonnen erreicht hatte. Die Initiative soll die Produktqualität erhöhen, den Zugang zu Industriekunden öffnen und die Einkommen von rund 3.000 Salzbauernfamilien verbessern.

Nach Angaben von Pantau und ANTARA hängen einschließlich der Familienmitglieder die Lebensgrundlagen von schätzungsweise 9.000 bis 12.000 Menschen an dem Sektor. Das Salz stammt von rund 1.564,59 Hektar Teichfläche in den Distrikten Palibelo, Woha, Bolo, Sape und Lambu. Damit ist die Salzgewinnung ein wichtiger Wirtschaftszweig für Bimas Küstengemeinden.

Hohe Mengen, aber begrenzter Zugang zur Industrie

Die Salzproduktion in Bima schwankte in den vergangenen Jahren deutlich. Daten der örtlichen Meeres- und Fischereibehörde weisen 100.815 Tonnen für 2021, 77.739,68 Tonnen für 2022, 108.686,98 Tonnen für 2023 und 130.186,32 Tonnen für 2024 aus. Die Ernte 2025 lag 8,35 % unter dem Vorjahreswert, bildet aber weiterhin eine große Rohstoffbasis für die lokale Verarbeitung.

Der größte Teil des Salzes entspricht den Qualitätsklassen KW2 oder KW3, erklärte Irmalashari, Leiterin des Bereichs Institutionen und Investitionen bei der Behörde. In Nanga wird wegen der Nähe zum Meer auch KW1-Salz gewonnen, doch das Gebiet hat keine Straßenanbindung. Die Qualitätslücke erschwert den Zugang zu Industrien mit festen Rohstoffspezifikationen. Verbesserungen an den Salzteichen sind deshalb ebenso wichtig wie Investitionen in Fabriken.

Salz aus Bima wird bereits nach Bali, Java, Makassar, Ost-Nusa Tenggara, Banjarmasin, Kabaena, Medan und Jakarta verkauft. Laut ANTARA wird es in Unternehmenslagern gebündelt und vor allem zu Verarbeitungsbetrieben in Ostjava transportiert. Ein Werk in Gresik nahm im Vorjahr Berichten zufolge rund 1.500 Tonnen ab. Der Regionalverwaltung fehlen jedoch detaillierte Versanddaten für die einzelnen Zielmärkte.

Anlage für 13 Milliarden Rupiah schafft erste Basis

Eine Waschanlage im Dorf Donggobolo im Distrikt Woha soll mehr Wertschöpfung in Bima halten. Der Bau wurde vom indonesischen Ministerium für Meeresangelegenheiten und Fischerei mit rund 13 Milliarden Rupiah unterstützt. Das Lager fasst bis zu 2.000 Tonnen. Die Anlage kann Salz waschen, reinigen und jodieren, um Verunreinigungen zu reduzieren und industrielle Anforderungen sowie den indonesischen Nationalstandard zu erfüllen.

Zur Einweihung wurde zugleich das lokale jodierte Speisesalz Garam Merah Putih Bima eingeführt. Geplant sind grobes Salz, verarbeitetes Salz und Jodsalz. Als Abnehmer kommen Bergbau-, Chemie-, Kosmetik-, Lebensmittel- und Getränkeunternehmen infrage. Das Ministerium fördert Partnerschaften zwischen Privatunternehmen, dem regionalen Staatsbetrieb und Genossenschaften sowie den Vertrieb nach Java, Sulawesi und Kalimantan.

Der Marktzugang entscheidet über die Einkommen

Verarbeitungskapazität allein garantiert den Erzeugern noch keine höheren Einkommen. Die Anlage braucht regelmäßige Lieferungen, gleichbleibende Qualität und verlässliche Käufer, die Salz aus allen Erzeugerdörfern aufnehmen können. Da die Ernte 2025 die Lagerkapazität von 2.000 Tonnen um ein Vielfaches übersteigt, bleibt der Großteil der Produktion auf das breitere indonesische Vertriebsnetz angewiesen.

Das Projekt eröffnet Bima dennoch die Möglichkeit, einen Teil des Rohsalzes in standardisierte Produkte umzuwandeln. Der wirtschaftliche Erfolg hängt von besseren Straßen, besonders zu Gebieten mit hochwertigerem Salz, sowie von Partnerschaften ab, die den Bauern verlässliche Abnahmen und angemessene Preise sichern und zugleich den Industrieabsatz entwickeln.

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