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Belarus startet Kartoffelernte in allen Gebieten – Ertrag 11 Doppelzentner über Vorjahr

In allen Gebieten von Belarus hat die Masseneernte der Kartoffeln begonnen: 53.000 Tonnen wurden von 6% der Fläche geerntet, geplant sind 22.000 Hektar, teilte das Landwirtschaftsministerium mit. Der Durchschnittsertrag liegt bei 370 Doppelzentnern je Hektar, 11 mehr als im Vorjahr, während die Getreideernte 98% der Fläche und 9.141.000 Tonnen erreicht hat.

Belarus startet Kartoffelernte in allen Gebieten – Ertrag 11 Doppelzentner über Vorjahr

Masseneernte beginnt landesweit

Belarus hat in allen Gebieten mit der Masseneernte von Kartoffeln begonnen. Das teilte das Ministerium für Landwirtschaft und Ernährung am 4. September über seinen offiziellen Telegram-Kanal mit; die Meldung wurde vom belarussischen Portal 4esnok.by wiedergegeben. „Alle Gebiete von Belarus haben mit der Masseneernte der Kartoffeln begonnen“, hieß es in der Mitteilung.

Zum Zeitpunkt der Meldung waren 6% der Erntefläche abgeerntet – mehr als 1.000 Hektar von geplanten 22.000 Hektar. Die gerodete Menge belief sich auf 53.000 Tonnen. Der Anteil von 6% zeigt, dass die Kampagne erst am Anfang steht und der Großteil der Fläche noch im Boden liegt. Eine Aufschlüsselung des Plans nach Betriebsformen nannte das Ministerium nicht.

Ertrag über dem Vorjahresniveau

Der Durchschnittsertrag liegt bei 370 Doppelzentnern je Hektar, das entspricht 37 Tonnen je Hektar. Damit liegt er um 11 Doppelzentner je Hektar beziehungsweise 1,1 Tonnen über dem Wert des Vorjahres, so die von 4esnok.by zitierten Ministeriumsdaten. Der Doppelzentner bleibt die übliche Einheit der belarussischen Agrarstatistik; ein Doppelzentner entspricht 100 Kilogramm.

Führend in der Kartoffelkampagne ist derzeit das Gebiet Mogiljow. Fast die Hälfte der bislang geernteten Gesamtmenge stammt von Feldern in Mogiljow, teilte das Ministerium mit. Eine solche Konzentration ist in den ersten Erntetagen üblich, da das Tempo von den lokalen Pflanzterminen und den Feldbedingungen abhängt. Weitere Mengen einzelner Gebiete wurden über den Anteil von Mogiljow hinaus nicht veröffentlicht.

Getreideernte bei 98% der geplanten Fläche

Die Kartoffelernte beginnt, während die Getreidekampagne dem Ende zugeht. Nach operativen Daten des Ministeriums wurden in landwirtschaftlichen Organisationen sowie in Bauern- und Farmbetrieben 9.141.000 Tonnen Getreide einschließlich Raps gedroschen. „Kulturen zur Körnernutzung (einschließlich Raps, ohne Mais) wurden auf einer Fläche von 2.452.000 Hektar geerntet, das sind 98% der Gesamtfläche“, so das Ministerium. Geplant sind insgesamt 2.497.000 Hektar, es bleiben also rund 45.000 Hektar.

  • Gebiet Minsk – 2.408.000 Tonnen gedroschen
  • Gebiet Grodno – 1.825.000 Tonnen
  • Gebiet Brest – 1.665.000 Tonnen

Was die Zahlen abdecken

Die Spitzenposition beim Getreide hält traditionell die zentrale Region: Das Ministerium nannte erneut das Gebiet Minsk als Spitzenreiter. Auf die drei führenden Gebiete entfallen zusammen 5.898.000 Tonnen, also fast zwei Drittel der bislang gemeldeten Landesmenge. Mais ist in der Getreidebilanz nicht enthalten, er wird später geerntet; Raps ist dagegen in den 9.141.000 Tonnen enthalten, sodass die reine Getreidemenge niedriger ausfällt.

Hält sich der Durchschnittsertrag von 370 Doppelzentnern je Hektar über die gesamten 22.000 Hektar, ergäbe die erfasste Kartoffelfläche rund 800.000 Tonnen. Üblicherweise sinken die Erträge, sobald die Ernte auf spätere Schläge übergeht; das Herbstwetter bleibt die entscheidende Variable für die verbleibenden 94% der Fläche. Eine Prognose für die gesamte Kartoffelernte enthielt die Mitteilung nicht.

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