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Belarus erntet 1,22 Millionen Tonnen Getreide und meldet Rekord bei Wintergerste

Belarus hat 1,22 Millionen Tonnen Getreide mit einem Durchschnittsertrag von 4,16 Tonnen je Hektar eingebracht. Die Wintergerstenernte überschritt erstmals 1 Million Tonnen, während das Land zugleich eine größere Rapsernte anstrebt.

Belarus erntet 1,22 Millionen Tonnen Getreide und meldet Rekord bei Wintergerste

Getreideernte erreicht 1,22 Millionen Tonnen

Die belarussischen Agrarbetriebe haben laut Pravda.ru bislang 1,22 Millionen Tonnen Getreide eingebracht. Der Durchschnittsertrag erreichte 4,16 Tonnen je Hektar und lag damit 0,18 Tonnen je Hektar über dem Stand zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Der Anstieg verbessert die Produktionsaussichten, während die Ernte in den wichtigsten Anbauregionen weiterläuft.

Das Gebiet Minsk meldete mit 334.000 Tonnen die größte Menge. Es folgten Brest mit 280.000 Tonnen und Grodno mit 255.000 Tonnen. In Gomel wurden 169.000 Tonnen, in Mogilev 113.000 Tonnen und in Witebsk 69.000 Tonnen geerntet.

Der Großteil des bislang eingebrachten Getreides entfällt damit auf Minsk, Brest und Grodno. Der weitere Arbeitsfortschritt in diesen Regionen bleibt entscheidend für das nationale Endergebnis. Da die Ernte noch nicht abgeschlossen ist und Regen droht, kann sich die Gesamtmenge jedoch noch verändern.

Wintergerste überschreitet historische Marke

Belarussische Landwirte haben erstmals mehr als 1 Million Tonnen Wintergerste gedroschen. Die Ernte ist zu 94% abgeschlossen, sodass die Endmenge noch steigen dürfte. Der aktuelle Durchschnittsertrag beträgt 4,28 Tonnen je Hektar, nach 3,86 Tonnen je Hektar vor einem Jahr.

Einzelne Betriebe erzielten deutlich höhere Werte. Das Agrarunternehmen Novaya Zhizn im Bezirk Nesvizh meldete 10,44 Tonnen je Hektar. Betriebsleiter Viktor Khudnitsky erklärte, im Vorjahr sei ungefähr derselbe Ertrag erreicht worden. Dies spreche für die Stabilität der Kultur trotz wechselnder Wetterbedingungen.

Der höhere Landesertrag und der weitgehend abgeschlossene Drusch machen Wintergerste zum klaren Lichtblick der laufenden Getreidekampagne. Eine größere Inlandsernte kann die Versorgung von Verarbeitern und Tierhaltern verbessern. Die Quelle nennt allerdings weder Inlandspreise noch Exportprognosen oder Qualitätsdaten, weshalb sich der Effekt auf die Warenströme noch nicht beziffern lässt.

Rapsfläche wird ausgeweitet

Winterraps wurde auf 138.000 Hektar geerntet, was 31% der geplanten Fläche entspricht. Die Produktion erreichte 330.000 Tonnen bei einem Durchschnittsertrag von 2,1 Tonnen je Hektar. Brest führt mit 3 Tonnen je Hektar bei der Flächenleistung.

Tatiana Vorobyova, stellvertretende Leiterin der Abteilung Pflanzenbau im Landwirtschafts- und Ernährungsausschuss der Region Brest, stellte eine regionale Ernte von mehr als 200.000 Tonnen in Aussicht. Sie begründete dies mit höheren Erträgen und einer Ausweitung der Anbaufläche um fast 10.000 Hektar.

Landesweit stieg die Rapsfläche von 377.000 Hektar im Vorjahr auf 441.000 Hektar. Die Erzeuger planen eine Ernte von 1,2 Millionen Tonnen, verglichen mit insgesamt rund 1 Million Tonnen Winter- und Sommerraps in der vergangenen Saison. Bleiben die Erträge stabil, könnten Ölmühlen und andere Verarbeiter zusätzliches Rohmaterial erhalten.

Die angekündigten Regenfälle bilden nun das wichtigste operative Risiko. Den Agrarbetrieben wurde empfohlen, jede Phase mit günstigem Wetter zu nutzen und ihre Technik einsatzbereit zu halten. Während die Wintergerste fast vollständig eingebracht ist, stehen noch mehr als zwei Drittel der geplanten Winterrapsfläche auf dem Feld. Befahrbarkeit und Maschinenverfügbarkeit dürften daher das Rapsergebnis stärker beeinflussen als die Gerstenmenge.

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