Belarus steigert Fleischexporte nach Usbekistan 2026 um fast ein Viertel
Die belarussischen Fleischlieferungen nach Usbekistan sind 2026 um fast ein Viertel gestiegen, meldet die Staatsagentur BelTA. Präsident Alexander Lukaschenko erklärte, Belarus sei bereit, gefrorenes Rindfleisch, Zucker und Butter für Usbekistans Staatsreserve zu liefern.
Fleischlieferungen um fast ein Viertel gestiegen
Die Lieferungen belarussischer Fleischprodukte nach Usbekistan sind 2026 um fast ein Viertel gestiegen, wie die staatliche Agentur BelTA berichtet. Die Zahl nannte der stellvertretende Minister für Landwirtschaft und Ernährung, Alexander Jakowtschiz, auf der Plenarsitzung der Sektion "Landwirtschaft und Ernährung".
Jakowtschiz bezeichnete Belarus als Agrarland mit großen Produktionskapazitäten und stellte Fleisch als eine der Kategorien heraus, die den Lebensmittelexport des Landes in den zentralasiatischen Raum antreiben. Der Zuwachs von knapp 24 % zeigt, dass Usbekistan zu einem wachsenden Absatzmarkt für belarussische Verarbeiter wird, während Minsk seine Exportziele über Russland hinaus erweitert.
Angebot für Usbekistans Staatsreserve
Laut SB ist Belarus bereit, Lieferungen von gefrorenem Rindfleisch, Zucker, Butter und weiteren Positionen für den Bedarf der usbekischen Staatsreserve zu organisieren. Präsident Alexander Lukaschenko erklärte, das Land könne stabile Lieferungen der auf dem usbekischen Markt gefragten belarussischen Produkte gewährleisten.
Verträge über Staatsreserven sind für Exporteure bedeutsam, da sie in der Regel größere, planbarere Mengen und längere Planungshorizonte umfassen als der Spothandel. Für belarussische Fleisch- und Milchproduzenten würde eine feste Rolle in der usbekischen öffentlichen Beschaffung einen stetigeren Absatz von gefrorenem Rindfleisch und Butter bedeuten – zwei Kategorien, in denen Minsk über Überkapazitäten verfügt.
- Gefrorenes Rindfleisch – zentrale Fleischposition für die Staatsreserve
- Zucker – Teil des Angebots
- Butter – als Milchprodukt zur Lieferung vorgesehen
Auf dem Weg zu ausgewogenem Handel
Lukaschenko deutete zudem an, dass die Handelsbeziehungen beider Länder insgesamt auf Ausgewogenheit abzielen sollten, so SB. Diese Formulierung legt nahe, dass Minsk den Lebensmittelexport durch Gegenströme absichern will und nicht durch einen einseitigen Überschuss – ein Punkt, der die Struktur künftiger Agrarverträge prägen wird.
Für Importeure in Usbekistan erweitert das Angebot die Bezugsquellen für Rindfleisch, Zucker und Butter über die bestehenden Lieferanten hinaus. Für belarussische Exporteure bleibt Zentralasien ein Absatzgebiet, das die Mengen der Fleisch- und Milchbranche aufnehmen kann. Das Ausmaß des Wachstums 2026 hängt davon ab, ob die Gespräche über die Staatsreserve zu festen Verträgen führen und von den Ausgewogenheitsbedingungen, die Lukaschenko ansprach.