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Baustoffpreise in Griechenland steigen um 5% – Diesel und Ziegel führen

Die Preise für Materialien zum Neubau von Wohngebäuden in Griechenland stiegen im August 2026 um 5% gegenüber dem Vorjahr, wie von Business Daily veröffentlichte ELSTAT-Daten zeigen. Den stärksten Anstieg verzeichnete Diesel mit 23,2%, gefolgt von Ziegeln und Kupferleitern.

Baustoffpreise in Griechenland steigen um 5% – Diesel und Ziegel führen

Jahresanstieg beschleunigt sich auf 5%

Die Preise für Materialien, die beim Neubau von Wohngebäuden in Griechenland eingesetzt werden, stiegen im August 2026 gegenüber August 2025 um 5%. Das geht aus Daten der griechischen Statistikbehörde ELSTAT hervor, über die Business Daily berichtete. Die Rate war doppelt so hoch wie der ein Jahr zuvor verzeichnete Anstieg von 2,5% und signalisiert einen breiteren Kostendruck in der Lieferkette des Wohnungsbaus.

Auch gegenüber Juli 2026 legte der Gesamtindex um 0,4% zu. Im entsprechenden Monatsvergleich 2025 hatte der Anstieg 0,1% betragen. Die Beschleunigung sowohl auf Jahres- als auch auf Monatsbasis belastet Auftragnehmer und Projektentwickler, die Materialien für neue Wohnungsbauvorhaben beschaffen.

Diesel, Ziegel und Kupfer führen den Anstieg an

Diesel verzeichnete mit 23,2% den stärksten jährlichen Preisanstieg. Die Wirkung reicht über den unmittelbaren Kraftstoffverbrauch auf Baustellen hinaus, da Straßentransporte, Betonlieferungen und die Beförderung schwerer Materialien davon abhängen. Höhere Kraftstoffkosten können deshalb mehrere Projektphasen verteuern, selbst wenn das jeweilige Material im Inland produziert wird.

Bei den zentralen Bauprodukten stiegen die Preise für Ziegel um 11,1% und für Kupferleiter um 10,7%. Transportbeton verteuerte sich um 6,5%. Zusatzmittel für Mörtel und Transportbeton kosteten 5,2% mehr, während Rohre aus Kunststoff, synthetischen Materialien und Faserzement um 5,1% zulegten. Damit erfassen die Preiserhöhungen Rohbau, Elektroanlagen und Versorgungsinstallationen zugleich.

Aluminiumrahmen und Parkett verteuerten sich jeweils um 4,9%, Zement um 4,7%. Boden- und Wandfliesen kosteten 4,6% mehr. Betonstahl legte um 3,8% zu, Marmorplatten sowie Kunststoff-, Acryl- und Wasserfarben jeweils um 3,7%. Bei Aufzügen betrug der Anstieg 3,3%.

Kostendruck erfasst das gesamte Projektbudget

Die Daten zeigen, dass die Verteuerung weder auf einen einzelnen Rohstoff noch auf eine bestimmte Bauphase begrenzt war. Materialien für Fundamente und Tragwerke wurden ebenso teurer wie Ausbauprodukte und Gebäudetechnik. Für Bauunternehmen erschwert dies die Kostenkontrolle, weil Einsparungen in einer Kategorie durch Aufschläge in anderen Bereichen aufgehoben werden können.

Der starke Dieselpreisanstieg ist besonders für Anbieter schwerer und voluminöser Materialien wie Zement, Beton, Ziegel, Fliesen und Marmor relevant, bei denen die Lieferung einen wichtigen Teil des Endpreises ausmacht. Gleichzeitig erhöhen die zweistelligen Zuwächse bei Ziegeln und Kupferleitern die Materialbudgets unmittelbar. Wohnungsentwickler müssen somit höhere Kosten für Rohbau, Elektroarbeiten und Ausbau einkalkulieren, statt die Entwicklung als vorübergehende Bewegung eines einzelnen Einsatzstoffes zu betrachten.

Produzenten und Händler könnten höhere Logistikkosten tragen müssen. Bauunternehmen stehen vor der Entscheidung, welchen Anteil sie selbst auffangen und welchen sie in ihre Projektpreise einrechnen. Die Beschleunigung von 2,5% im August 2025 auf 5% im August 2026 ist für die Marktteilnehmer ein klares Signal, dass sich die Baukosteninflation verstärkt hat. Weitere Indexdaten werden zeigen, ob der Druck anhält oder mit veränderten Kraftstoff- und Materialpreisen nachlässt.

Vollständige Marktanalyse

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