Barilla Hellas plant nach Gewinnanstieg Investitionen in Produktion, Lagerung und Energie
Barilla Hellas steigerte den Umsatz 2025 um 4,3 % auf 139,6 Millionen € und das EBIT um rund 24 % auf 8,3 Millionen €. Geplant sind weitere Investitionen in Produktionsanlagen, Lagerinfrastruktur, Photovoltaik und kommerzielle Aktivitäten in Griechenland.
Exporte und breiteres Portfolio treiben den Umsatz
Barilla Hellas bereitet weitere Investitionen in Produktions-, Lager- und Energieinfrastruktur in Griechenland vor, nachdem der Gewinn 2025 schneller als der Umsatz gestiegen ist. News247 zufolge umfasst das Programm die Modernisierung von Produktionsanlagen, zusätzliche Lagerkapazitäten, betriebliche Verbesserungen und Photovoltaikanlagen. Ein Gesamtvolumen und einen Zeitplan für die Projekte hat das Unternehmen nicht genannt.
Der Umsatz erreichte 2025 139,6 Millionen €, nach 133,8 Millionen € im Jahr 2024. Das entsprach einem Zuwachs von 4,3 % beziehungsweise rund 5,8 Millionen €. Laut News247 waren vor allem das Exportgeschäft und höhere Erlöse in Kategorien außerhalb des Kerngeschäfts mit Pasta verantwortlich. Damit verbreiterte die griechische Tochtergesellschaft ihre Einnahmebasis.
Auch Politic bezeichnete die Exporte als entscheidenden Faktor für das Jahresergebnis. Bereiche außerhalb des Pastageschäfts gewinnen im Umsatzmix an Gewicht, während Barilla Hellas sowohl seine Stellung im Inland als auch seine Rolle im regionalen Konzernnetz stärken will.
Niedrigere Pastapreise begrenzen das Umsatzwachstum
Der griechische Pastamarkt zeigte ein gemischteres Bild. Barilla Hellas setzte mengenmäßig mehr ab, doch niedrigere durchschnittliche Verkaufspreise verhinderten einen entsprechenden Umsatzanstieg in der Kategorie. Dies verdeutlicht den Preisdruck auf Lebensmittelhersteller, selbst wenn die Nachfrage höhere Absatzmengen ermöglicht.
Nach den vom Unternehmen zitierten Nielsen-Jahresdaten blieb Barilla Hellas dennoch sowohl wert- als auch mengenmäßig Marktführer für Pasta in Griechenland. Die führende Position im Kerngeschäft schafft eine stabile Basis im Inland, während Exporte und weitere Produktkategorien zusätzliche Wachstumsmöglichkeiten bieten.
Die Profitabilität verbesserte sich schneller als der Umsatz. Der Bruttogewinn stieg um 9,1 % von 58,1 Millionen € im Jahr 2024 auf 63,4 Millionen €. Die Bruttomarge erhöhte sich damit von 43,4 % auf rund 45,4 % des Umsatzes.
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern wuchs um rund 24 % von 6,7 Millionen € auf 8,3 Millionen €. Die EBIT-Marge stieg von 5 % auf 5,9 %. Der operative Ergebniszuwachs von 1,6 Millionen € erweitert den Spielraum für eine interne Finanzierung, während Kosten für Vorleistungen, Dienstleistungen, Löhne und Energie die Lebensmittelindustrie weiter belasten.
Investitionen zielen auf Kapazität und Energie
Das neue Programm priorisiert die Modernisierung der Produktion, bessere Betriebsabläufe und den Ausbau der Lagerinfrastruktur. Geplante Photovoltaikanlagen sollen die Abhängigkeit von externer Energieversorgung reduzieren, die Effizienz erhöhen und den ökologischen Fußabdruck der Standorte senken. Auch kommerzielle Aktivitäten und die Unterstützung der Portfoliomarken sind vorgesehen.
Geschäftsführer Carlo Mereghetti erklärte, das Ergebnis von 2025 ermögliche Barilla Hellas, weiter Kapital in Griechenland einzusetzen und zugleich Marken und Kunden zu unterstützen. Als Entwicklungsfelder nannte er Produktionsanlagen, Energiekapazitäten und Lagerinfrastruktur. Zudem bekräftigte er das langfristige Engagement für den griechischen Markt, die Beschäftigten und die Partner.
Das Management bleibt vorsichtig optimistisch, erwartet aber anhaltende Belastungen durch internationale Unsicherheit, Inflation, Energiekosten, Lieferkettenstörungen, Lohnsteigerungen und veränderte Verbraucherpräferenzen. Für Hersteller und Zulieferer wird das Umsetzungstempo der Projekte ein wichtiger Hinweis auf die Kapazitätsstrategie sein. Die Entwicklung nach 2025 hängt außerdem vom Exportwachstum, dem Geschäft außerhalb der Pasta-Kategorie und nachhaltigen Margeneffekten der Betriebs- und Energieinvestitionen ab.