Banpu will Batteriespeicherportfolio bis 2029 auf 2.340 MWh ausbauen
Banpu will sein Batteriespeicherportfolio in Australien, Japan, China und den USA bis 2029 auf 692 MW und 2.340 MWh erweitern. Die übergeordnete Strategie für erneuerbare Energien und Speicher umfasst fünf Kernmärkte einschließlich Vietnam.
Speicherpipeline soll 2.340 MWh erreichen
Der thailändische Energiekonzern Banpu will sein Portfolio an Batteriespeichersystemen bis 2029 auf 692 MW Leistung und 2.340 MWh Speicherkapazität ausbauen. Nach Angaben von Thansettakij richtet das Unternehmen seine Investitionen in erneuerbare Erzeugung und Batteriespeicher auf fünf Kernmärkte aus: Australien, Japan, China, die USA und Vietnam.
Banpu verfügt derzeit über 1.534 MWh Speicherkapazität, die entweder in Betrieb oder in Entwicklung ist. Das erklärte Ziel setzt somit einen Zubau von 806 MWh voraus. Die eigentlichen Speicherprojekte verteilen sich auf Australien, Japan, China und die USA, während Vietnam zur breiteren Fünf-Länder-Strategie für erneuerbare Energien und Speicher gehört.
Australien stellt den größten Anteil
Australien ist mit 453 MW und 1.606 MWh der größte Speichermarkt im Portfolio von Banpu. Zu den geplanten Anlagen zählt das 1.400-MWh-Projekt Wooreen im Bundesstaat Victoria, das zu Spitzenlastzeiten bis zu 230.000 Haushalte mit Strom versorgen soll. Das ebenfalls in Victoria gelegene Projekt Kerang mit 206 MWh soll das bestehende australische Erneuerbaren-Portfolio von 167 MW ergänzen.
Japan ist mit insgesamt 129 MW und 514 MWh in Betrieb oder Entwicklung der zweitgrößte Speichermarkt von Banpu. Das Unternehmen will seine japanische BESS-Kapazität bis 2030 auf 1 GWh erhöhen. Zum Portfolio gehören das bereits betriebene Projekt Iwate Tono mit 15 MW und 58 MWh sowie Hiyoshibaru mit 80 MWh, Nikko mit 160 MWh, Aizu mit 104 MWh, Tsuno mit 104 MWh und Kamigumi-Tokyo mit 8 MWh. Banpu verfügt in Japan zudem über 57,6 MW installierte erneuerbare Erzeugungsleistung.
Projekte verbinden Speicher mit regionalen Strommärkten
In den USA ist das texanische Projekt Megamouth die erste Batteriespeicherinvestition von Banpu. Die Anlage besitzt eine Leistung von 100 MW und eine Kapazität von 200 MWh. Sie soll an das Netz angeschlossen werden und kommerziell am freien ERCOT-Strommarkt teilnehmen. Darüber hinaus betreibt Banpu in den USA 2,5 MW installierte erneuerbare Erzeugungsleistung.
In China kombiniert Banpu Solarstrom mit Batteriespeichern. Das installierte Erneuerbaren-Portfolio umfasst insgesamt 363,4 MW; hinzu kommen laut Thansettakij Batteriespeicher mit 10 MW und 20 MWh. Der Solarpark Jinhu Qianfeng mit 120 MW umfasst einen Speicher von 20 MWh und soll im dritten Quartal 2026 den kommerziellen Betrieb aufnehmen. Die Projekte sollen die betrieblichen Einschränkungen schwankender erneuerbarer Erzeugung mindern und Banpu in mehreren unterschiedlichen Strommärkten stärker an Stromhandel und Netzstabilisierung beteiligen.