Bali liefert täglich 2–5 Tonnen Salak nach Vietnam, doch ein Quarantäneprotokoll fehlt
Exporteure fliegen täglich 2–5 Tonnen Salak gula pasir aus den balinesischen Regionen Karangasem und Tabanan nach Vietnam. Die Erzeuger fordern ein formelles Quarantäneprotokoll zwischen Indonesien und Vietnam, da die auf Bestellung abgewickelten Sendungen bislang keine offiziellen Verfahren durchlaufen.
Vietnamesische Nachfrage trägt tägliche Luftfrachtsendungen
Exporteure liefern jeden Tag zwischen 2 und 5 Tonnen Salak der Sorte gula pasir von Bali nach Vietnam, während die Auslandsnachfrage nach der Frucht weiter zunimmt, berichtete JPNN Bali. Die Ware stammt aus Karangasem und Tabanan, zwei Anbaugebieten auf der indonesischen Insel, und gelangt per Luftfracht auf den vietnamesischen Markt.
AA Gede Agung Wedhatama, Vorsitzender der Bauernorganisation Petani Muda Keren, nannte die tägliche Versandmenge. In diesem Umfang ist Vietnam für balinesische Erzeuger ein regelmäßiger Absatzkanal und nicht lediglich das Ziel vereinzelter Exportpartien. Der Lufttransport zeigt zudem, dass die Exporteure mit einem frischen Produkt arbeiten, das schnell beim Kunden ankommen muss. Angaben zu Preisen, Warenwerten, einzelnen Käufern oder den genutzten Flughäfen enthält der Bericht jedoch nicht.
Bestellbasierter Handel ohne offizielles Quarantäneverfahren
Das wachsende Versandvolumen bringt für Landwirte und Exporteure ein regulatorisches Problem mit sich. Wedhatama zufolge wird die Frucht nur nach Eingang einer Bestellung verschickt und durchläuft dabei kein offizielles Quarantäneverfahren. Er bezeichnete die aktuellen Lieferungen als faktisch illegal und sagte, die Lage verunsichere die Exporteure.
Das Hindernis ist somit nicht eine fehlende Nachfrage in Vietnam, sondern das Fehlen eines formellen Kanals, über den Lieferanten diese Nachfrage mit rechtlicher Sicherheit bedienen können. Für Exporteure birgt die weiterhin informelle Abwicklung einzelner Bestellungen das Risiko von Lieferunterbrechungen. Für die Landwirte könnte jede Unterbrechung einen Markt gefährden, der täglich mehrere Tonnen ihrer Früchte aufnimmt.
Erzeuger fordern Protokoll zwischen Indonesien und Vietnam
Wedhatama forderte die indonesische Quarantänebehörde Barantin auf, eine formelle Handelskooperation zwischen den Regierungen Indonesiens und Vietnams zu vermitteln. Seine Äußerungen wurden von Antara verbreitet und von JPNN Bali aufgegriffen. Die Erzeuger wünschen ein zwischenstaatliches Protokoll, das regelkonforme Salak-Lieferungen ermöglicht und den Exporteuren mehr Sicherheit gibt.
Eine bilaterale Vereinbarung müsste die bereits vorhandene kommerzielle Nachfrage in einen offiziell anerkannten Handelsweg für frisches Obst überführen. Aus dem Quellenmaterial geht nicht hervor, welche pflanzengesundheitlichen Anforderungen Vietnam stellen könnte, ob Verhandlungen begonnen haben oder wann eine Vereinbarung zustande kommen könnte. Eine sofortige Aussetzung der laufenden Lieferungen wurde ebenfalls nicht gemeldet.
Für die Marktteilnehmer ist entscheidend, ob die Behörden den Handel formalisieren können, bevor die regulatorische Unsicherheit ihn einschränkt. Das gemeldete Volumen von 2–5 Tonnen täglich belegt, dass bereits ein kommerzieller Warenstrom besteht. Ein anerkanntes Quarantänerahmenwerk würde den Marktzugang für Erzeuger in Karangasem und Tabanan absichern und vietnamesischen Importeuren einen klareren, berechenbareren Beschaffungsprozess bieten. Bis dahin hängt der Handel von Einzelbestellungen und Luftfrachtsendungen außerhalb des von den Erzeugervertretern beschriebenen offiziellen Quarantänekanals ab.