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Atlas meldet hochgradige Graphitabschnitte in Minas Gerais

Atlas Critical Minerals zufolge haben alle ersten 20 Bohrungen im Projekt in Minas Gerais Graphit innerhalb eines rund 11 Kilometer langen Explorationsgebiets durchschnitten. Oberflächennahe Mineralisierung und eine erfolgreiche Reinigung auf 5N-Reinheit stützen die weitere Prüfung, stellen aber noch keine kommerzielle Ressourcenschätzung dar.

Atlas meldet hochgradige Graphitabschnitte in Minas Gerais

Graphit in allen ersten Bohrungen nachgewiesen

Atlas Critical Minerals hat hochwertige natürliche Graphitmineralisierung aus seinem Explorationsprojekt bei Araçuaí im Jequitinhonha-Tal des brasilianischen Bundesstaats Minas Gerais gemeldet. Nach Angaben von Diário do Comércio durchschnitten alle bislang niedergebrachten 20 Bohrungen Graphit. Die Mineralisierung wurde in praktisch dem gesamten, rund 11 Kilometer langen Explorationsgebiet nachgewiesen und liegt vielfach nahe der Oberfläche.

Das an der Nasdaq unter dem Kürzel ATCX gehandelte Unternehmen meldete unter anderem einen fast 34 Meter langen Abschnitt mit einem Gehalt von annähernd 8 % graphitischem Kohlenstoff. Gründer, Verwaltungsratsvorsitzender und Vorstandschef Marc Fogassa erklärte, die ersten Resultate bestätigten die bisherige Explorationsarbeit. Da ein großer Teil der Mineralisierung oberflächennah liegt, könnten die Bedingungen für eine Erschließung im Tagebau günstig sein.

Reinigungstests stärken die technische Grundlage

Die Bohrergebnisse ergänzen Oberflächenproben mit Gehalten von bis zu 19,4 % graphitischem Kohlenstoff. Bei Reinigungstests wurde zudem ein Konzentrat mit 5N-Reinheit erzeugt, das der Quellenbericht als nukleare Qualität einstuft. Diário do Comércio ordnet die Resultate den höheren bislang gemeldeten Gehalten für natürlichen Flockengraphit und dem global höchsten Qualitätsbereich des Rohstoffs zu.

Die Zahlen sind dennoch frühe Explorationsindikatoren und keine ausgewiesene Mineralressource oder Reserve. Die veröffentlichten Angaben enthalten weder eine Ressourcentonnage noch Ausbringungsquoten, einen Produktionsplan, den Kapitalbedarf oder geschätzte Betriebskosten. Weitere Bohrungen und technische Studien müssen daher erst Kontinuität, Umfang und Wirtschaftlichkeit der Mineralisierung bestimmen.

Brasilien strebt größere Rolle bei kritischen Mineralien an

Graphit wird in Batterien für Elektrofahrzeuge, Bremsbelägen und Trockenschmierstoffen eingesetzt. In der Landwirtschaft dient er unter anderem der Saatguttrennung und der Schmierung von Geräten. Die Kombination aus Batterienachfrage und etablierten Industrieanwendungen macht hochwertigen Naturgraphit für Bergbauunternehmen, Verarbeiter und Hersteller auf der Suche nach neuen Bezugsquellen strategisch relevant.

Das Projekt in Minas Gerais könnte Brasiliens Stellung in den Wertschöpfungsketten kritischer Mineralien stärken, falls die weiteren Arbeiten eine abbauwürdige Ressource und einen tragfähigen Aufbereitungsweg bestätigen. Der Standort im Jequitinhonha-Tal eröffnet dem Bundesstaat zudem die Aussicht auf zusätzliche Bergbau- und Verarbeitungsaktivitäten. Eine Investitionsentscheidung, Anlagenkapazität oder ein Termin für den Produktionsbeginn wurden jedoch nicht genannt.

Diário do Comércio berichtet, dass der weltweite Graphitmarkt, angetrieben durch Elektrofahrzeuge und Energiesysteme, bis 2030 ein Volumen von 36,4 Milliarden $ erreichen könnte. Atlas präsentiert die Bohrergebnisse am Kapitalmarkt als Beleg dafür, dass Brasilien einen größeren Anteil dieses Marktes gewinnen kann. Für Investoren und industrielle Abnehmer sind nun eine formelle Ressourcenschätzung und Wirtschaftlichkeitsstudien entscheidend. Sie müssen zeigen, ob sich die gemeldeten Gehalte und Reinheiten in eine beständige und wettbewerbsfähige kommerzielle Produktion überführen lassen.

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