ARN Foods übernimmt Reismühle in Abuja mit 120 Tonnen Tageskapazität
Die nigerianische A.R.N. Foods Limited hat in Abuja eine Reismühle mit einer Nennkapazität von 120 Tonnen pro Tag übernommen; den Kaufpreis bezifferte das Unternehmen lediglich auf mehrere Milliarden Naira. Die Produktion ist bereits angelaufen, die Anlage kann bis zu 3.000 Sack Reis täglich verarbeiten. Eine zweite Mühle in Epe im Bundesstaat Lagos ist zu mehr als 90 Prozent fertiggestellt und soll im Dezember 2026 in Betrieb gehen.
Die nigerianische A.R.N. Foods Limited, ein Handels- und Verarbeitungsunternehmen für Agrarrohstoffe, hat in Abuja eine Reismühle mit einer Nennkapazität von 120 Tonnen pro Tag übernommen. Das berichtet Nairametrics. Das Unternehmen bezifferte die Transaktion auf mehrere Milliarden Naira und erklärte, die Produktion sei bereits angelaufen.
Mühle in Abuja produziert bereits
In einer am Dienstag veröffentlichten Mitteilung teilte ARN Foods mit, die Anlage stehe auf einem 20.000 Quadratmeter großen Grundstück und könne bis zu 3.000 Sack Reis täglich verarbeiten. Laut Nairametrics ist der Zukauf Teil der Bemühungen, die Verarbeitungskapazität zu erhöhen und zur Ernährungssicherheit in Nigeria beizutragen.
Die Mitteilung beschreibt den Kauf lediglich als Übernahme im Milliardenbereich in Naira. Weder der Verkäufer noch ein Preis wurden genannt, und auch das Gewicht der Säcke hinter der Angabe von 3.000 Sack pro Tag bleibt offen. Die Kosten je Tonne installierter Kapazität lassen sich damit nicht beziffern.
Nola Adetola, Vorsitzender des Verwaltungsrats von ARN Foods, sagte, die Investition helfe dem Unternehmen, Kapazität aufzubauen und Verbrauchern hochwertigen Reis zu bezahlbaren Preisen anzubieten. „Wir freuen uns, bekannt geben zu können, dass die Produktion in unserer neuen Anlage in Abuja begonnen hat. Unsere Kunden erhalten besseren Zugang zu hochwertigem Reis zu einem bezahlbaren Preis. Dafür stehen wir: Menschen Zugang zu guten Lebensmitteln zu geben, ohne sie unnötig teuer zu machen“, sagte er. „Unsere Mission geht über den Verkauf von Reis hinaus. Wir wollen einen echten Beitrag zur Ernährungssicherheit in Nigeria und in ganz Afrika leisten.“
Werk in Epe zu über 90 Prozent fertig
Die Übernahme in Abuja ergänzt eine hochmoderne Mühle, die ARN Foods in Epe im Bundesstaat Lagos errichtet. Das Projekt ist nach Unternehmensangaben zu mehr als 90 Prozent fertiggestellt und soll im Dezember 2026 in Betrieb gehen. Es entsteht auf einem 22.000 Quadratmeter großen Gelände und wird ebenfalls bis zu 3.000 Sack Reis täglich verarbeiten.
Mit dem Start des Werks in Lagos erreicht die kombinierte Mahlkapazität von ARN Foods in Abuja und Lagos 6.000 Sack pro Tag. Die beiden Standorte geben dem Unternehmen Verarbeitungspunkte in der Bundeshauptstadt im Landeszentrum und in der wichtigsten Handels- und Hafenstadt im Südwesten und verkürzen die Wege zu zwei getrennten Verbrauchsregionen.
Beschaffung, Vertrieb und Produktmix
Das Unternehmen hat zudem ein Vertriebszentrum in Sagamu aufgebaut, um die Verfügbarkeit von ARN-Reis in verschiedenen Regionen zu verbessern. Für einen expandierenden Verarbeiter ist der Vertrieb entscheidend: Geschälter Reis bewegt sich in großen Mengen bei dünnen Margen, und Durchsatz wird nur dann zu Umsatz, wenn der Abverkauf mit der Mühle Schritt hält.
Das Geschäft von ARN Foods umfasst Rohstoffhandel, Agrarbeschaffung und Verarbeitung und erstreckt sich auf Reis, Mais, Sorghum, Sojabohnen und Sesam. Dieser Mix verschafft dem Unternehmen Positionen sowohl bei heimischen Grundnahrungsmitteln als auch bei international gehandelten Kulturen: Sesam und Sojabohnen werden in großem Umfang grenzüberschreitend gehandelt, während Reis, Mais und Sorghum überwiegend in der Region verbraucht werden.
Für ein Unternehmen, das Agrarrohstoffe ohnehin direkt beschafft, verlagert eine eigene Mühle die Wertschöpfung vom Paddyhandel in das Fertigprodukt. Der Kauf einer laufenden Anlage statt eines Neubaus verkürzt zudem den Zeitplan: Das Werk in Abuja läuft bereits, während für das Greenfield-Projekt in Epe weiterhin nur das Ziel Dezember 2026 steht.
Worauf es jetzt ankommt
Ob die neue Kapazität in Produktion mündet, hängt an zwei Bedingungen. Erstens an der Paddy-Versorgung: Eine Linie mit 120 Tonnen Tagesleistung braucht einen stetigen täglichen Zulauf an Rohreis, und dafür ist das eigene Beschaffungsnetz von ARN Foods der Kanal. Zweitens am Zeitplan in Epe, den das Unternehmen mit Dezember 2026 angegeben, aber noch nicht eingelöst hat. Bis die Mühle in Lagos öffnet, bleiben die 6.000 Sack ein Ziel und keine laufende Kapazität.