← Zurück zu den Nachrichten

Argentinien vermahlt über 16,1 Millionen Tonnen Zuckerrohr, Ernte nähert sich 60 Prozent

Argentiniens Zucker- und Alkoholkampagne hat nach Angaben des Instituto de Promoción del Azúcar y el Alcohol de Tucumán mehr als 16,1 Millionen Tonnen Rohzuckerrohr vermahlen, die Ernte nähert sich 60 Prozent. Tucumán lieferte über 850.000 Tonnen physischen Zucker und mit 39.424 Tonnen einen Rekord bei Biozucker, ein Plus von 136 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Salta und Jujuy steuern 267.473 Tonnen Zucker sowie mehr als 88 Millionen Liter entwässertes Bioethanol bei.

Argentinien vermahlt über 16,1 Millionen Tonnen Zuckerrohr, Ernte nähert sich 60 Prozent

Vermahlung übersteigt 16,1 Millionen Tonnen, Ernte nähert sich 60 Prozent

Argentiniens Zucker- und Alkoholkampagne hat mehr als 16,1 Millionen Tonnen Rohzuckerrohr vermahlen, die Ernte nähert sich einem Stand von 60 Prozent. Das geht aus dem jüngsten Bericht des Instituto de Promoción del Azúcar y el Alcohol de Tucumán (Ipaat) hervor, den Noticias AgroPecuarias am 16. September veröffentlichte.

Die Kampagne läuft in den drei Erzeugerprovinzen des argentinischen Nordwestens — Tucumán, Salta und Jujuy — in festem Tempo. Ipaat führt das Ergebnis auf eine durchgängig bessere Rohstoffqualität zurück: Die Saccharoseausbeute liegt schätzungsweise 5 Prozent über dem Vergleichszeitraum der Vorsaison. Ein höherer Zuckergehalt je Tonne Rohr erhöht sowohl die Kristallzuckerausbeute als auch die Menge an vergärbarem Material für die Brennereien, ohne dass die Anbaufläche ausgeweitet werden muss. Da rund 40 Prozent der Ernte noch aussteht, beschreiben die bisher veröffentlichten Zahlen einen Zwischenstand und keine Endbilanz.

Tucumán gibt mit 14 laufenden Fabriken das Tempo vor

Tucumán bestimmt den Rhythmus der Ernte. Die Provinz kommt auf 128 Tage ununterbrochenen Betriebs mit 14 Zuckerfabriken in vollem Mahlbetrieb und hat bereits mehr als 850.000 Tonnen physischen Zucker zu den Gesamtmengen beigetragen, heißt es im Ipaat-Bericht. Aus Kampagnendauer und installierter Kapazität ergibt sich die Rolle der Provinz als wöchentlicher Referenzpunkt für das nationale Angebot.

Die Provinz verzeichnete zudem einen von Noticias AgroPecuarias als historisch bezeichneten Anstieg bei Biozucker auf 39.424 Tonnen, ein Plus von 136 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das entspricht rund 4,6 Prozent des bislang in Tucumán erzeugten physischen Zuckers: mengenmäßig eine Nische, im Produktmix der Provinz aber die am schnellsten wachsende Position.

Salta und Jujuy steuern Zucker und Ethanol bei

Salta und Jujuy zählen 121 Erntetage. Neben der Zuckererzeugung treiben beide Provinzen auch die regionale Energieproduktion an, mit mehr als 88 Millionen Litern entwässertem Bioethanol.

  • Tucumán: 128 Mahltage, 14 Fabriken, mehr als 850.000 Tonnen physischer Zucker, 39.424 Tonnen Biozucker.
  • Salta und Jujuy: 121 Erntetage, 267.473 Tonnen physischer Zucker, mehr als 88 Millionen Liter entwässertes Bioethanol.
  • Brennereien: 14 in Betrieb landesweit — 9 in Tucumán und 5 in Salta und Jujuy.

Zusammengenommen haben die drei Provinzen in dieser Kampagne bislang mehr als 1,11 Millionen Tonnen physischen Zucker geliefert. Die 14 aktiven Brennereien führen die im Bericht so genannte energetische Transformation der Branche an und verwandeln Rohrmaterial neben dem Kristallzucker in Kraftstoffalkohol.

Bioethanol trägt die 12-Prozent-Beimischung, 15 Prozent in der Debatte

Bioethanol aus Zuckerrohr trägt Argentiniens verpflichtende Beimischung von 12 Prozent zu handelsüblichem Benzin, wobei für die Zucker-Alkohol-Quote eine garantierte Untergrenze von 6 Prozent gilt. Dem Bericht zufolge sichert diese Regelung einen kontinuierlichen Lieferfluss an die Mineralölgesellschaften und verleiht den Preisen am Binnenmarkt Planbarkeit, womit ein Teil der Rohrernte von den Ausschlägen des Zuckermarkts abgekoppelt wird.

Die Branche wartet nun auf Entscheidungen des Kongresses zu einem neuen Regelwerk für Biokraftstoffe, das eine schrittweise Anhebung der Beimischung auf 15 Prozent vorsieht. Die Erzeuger erwarten, dass diese Ausbauperspektive neue Investitionen in installierte Kapazität anstößt und die Rolle des Bioethanols als strategischer Motor der Regionalentwicklung im argentinischen Nordwesten stärkt. Bis das Regelwerk steht, bleibt die Untergrenze von 6 Prozent die einzige Mengengarantie, auf der die Wirtschaftlichkeit der Brennereien beruht.

Vollständige Marktanalyse

Wir verwenden Cookies, um Ihr Surferlebnis zu verbessern, personalisierte Inhalte bereitzustellen und unseren Traffic zu analysieren. Durch Klicken auf "Alle akzeptieren" stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Sie können Ihre Einstellungen verwalten oder mehr erfahren in unserer Datenschutzrichtlinie.